Drei Ankündigungen, ein Abend
Auf der BlizzCon 2026 hat Blizzard gleich mehrere Diablo-Themen gebündelt. Der nächste Hauptteil der Reihe heißt Diablo V und ist laut Ankündigung für Frühling 2029 angesetzt. Für den direkten Vorgänger Diablo IV läuft ab heute die neue Season, und mit der Amazon kehrt eine Klasse zurück, die zuletzt in Diablo II spielbar war. Die Details kamen im offiziellen Xbox-Podcast zur Sprache, der am 15. September 2026 mit dem Diablo-Team aufgezeichnet wurde.
Die Ankündigungen im Überblick
- Diablo V erscheint im Frühling 2029 und ist der nächste Hauptteil der Action-RPG-Reihe.
- Season of Hell’s Legacy startet am 15. September 2026 für Diablo IV.
- Der Rollout der Season beginnt laut Blizzard-Rückblick um 9:30 Uhr PT.
- Die Amazon kommt in der ersten Hälfte 2027 als neue Klasse zu Diablo IV.
- Diablo IV wird in der Zusammenfassung von Blizzard auch für Nintendo Switch 2 bestätigt.
Season of Hell’s Legacy läuft ab heute
Die 15. Season von Diablo IV trägt den Namen Season of Hell’s Legacy und startet am 15. September 2026. Wer im Westen der USA sitzt, bekommt den Rollout ab 9:30 Uhr PT mit, während europäische Spielerinnen und Spieler entsprechend später am Abend dran sind. Damit hängt Blizzard die Season direkt an den BlizzCon-Auftritt, statt sie Wochen später nachzuschieben. Ein Preis für einen möglichen Season-Pass oder Zusatzinhalte ist in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Die Amazon kehrt nach über zwei Jahrzehnten zurück
Die Amazon ist keine neue Erfindung, sondern eine Rückkehrerin. In Diablo II war sie eine der klassischen Klassen, gebaut um Speer, Bogen und Ausweichwerte. Für Diablo IV ist sie jetzt offiziell angekündigt, mit einem Fenster in der ersten Hälfte 2027. Damit bekommt der Action-RPG-Klassiker rund vier Jahre nach seinem Release eine weitere Klassenoption, nachdem Blizzard den Titel seit 2023 kontinuierlich mit Seasons versorgt hat.
Blizzard und die lange Diablo-Historie
Blizzard ist seit den Neunzigern der Entwickler hinter der Reihe, die 1996 mit Diablo begann. Diablo II folgte im Jahr 2000 und prägte mit seiner Amazon, dem Barbaren und der Zauberin eine ganze Generation von Action-RPGs. Diablo III erschien 2012, Diablo IV 2023, dazwischen lagen Erweiterungen wie Lord of Destruction und Reaper of Souls. Das Studio sitzt in Irvine, Kalifornien, und gehört zu Activision Blizzard, das wiederum Teil von Microsoft ist. Diese Nähe erklärt auch, warum die Ankündigungen über einen Xbox-Kanal laufen.
In der Blizzard-Zusammenfassung wird Diablo IV ausdrücklich auch für Nintendo Switch 2 bestätigt. Das ist insofern bemerkenswert, als die Reihe auf Nintendo-Hardware historisch unregelmäßig vertreten war und erst mit Diablo III auf der Switch eine feste Heimat bekam. Konkrete Angaben zu Preisen, Bündeln oder technischen Details für die Switch-2-Fassung liegen nicht vor. Auch ein Termin für diese Version wird in den Quellen nicht genannt.
Der Podcast als Bühne
Die Ankündigungen wurden nicht in einer klassischen Keynote allein, sondern auch im Official Xbox Podcast besprochen, der am 15. September 2026 auf Xbox Wire veröffentlicht wurde. Das Format ist kein Nebenschauplatz: Blizzard nutzt den Auftritt, um die drei großen Diablo-Themen in einem Zug zu erklären. Ein vollständiges Transkript der Folge ist ebenfalls veröffentlicht worden. Für Spielerinnen und Spieler, die die BlizzCon nicht vor Ort verfolgen konnten, ist das der zugänglichste Weg an die Originalaussagen.
Der Fahrplan bis 2029
Zwischen heute und Diablo V liegt ein gutes Stück Strecke, und Blizzard füllt sie mit Diablo IV-Inhalten. Season of Hell’s Legacy läuft ab dem 15. September 2026, die Amazon folgt in der ersten Hälfte 2027, und erst danach ist der Reihen-Nachfolger dran. Wer die Ankündigung als bloßes Lebenszeichen liest, übersieht den Abstand: Zwischen dem Start von Season 15 und dem geplanten Frühlingsfenster 2029 liegen gut zweieinhalb Jahre. In denen dürfte Diablo IV weiter die Hauptrolle spielen, während Diablo V in Ruhe entsteht.