Ein neuer Name im Genre
Die Entwickler von Blood West sind zurück. Ihr neues Spiel heißt Bloodwoven und trifft genau den Nerv, den Fans unkonventioneller Immersive Sims lieben.
Die Ankündigung kam heute über Rock Paper Shotgun. Der Satz, der alle aufhorchen ließ: “survive and thrive in a world built upon the frozen corpse of a forgotten god.” Das ist keine Poesie, das ist die Spielwelt.
Das Studio hinter Bloodwoven
Bloodwoven entsteht beim polnischen Indie-Studio Hyperstrange. Das Team veröffentlichte 2023 Blood West, einen Immersive-Sim-Shooter mit Western-Horror-Flair. Der Titel erreichte auf Steam über 5.000 Nutzerbewertungen, 92 Prozent davon positiv. Hyperstrange besteht aus etwa zehn Entwicklern, die zuvor an kleineren Projekten wie Cursed Crew arbeiteten. Mit Blood West schafften sie den Durchbruch in der Nische authentischer, sim-lastiger Ego-Shooter. Bloodwoven ist das erste große Folgeprojekt des Studios.
Was uns erwartet
Bloodwoven ist kein reiner Shooter, sondern ein Survival-Immersive-Sim-Hybrid. Die Prämisse ist ebenso grotesk wie faszinierend:
- Eine Zivilisation, die sich auf dem gefrorenen Kadaver eines Gottes angesiedelt hat
- Das Eis bewahrt die Leiche, aber der Gott ist nicht wirklich tot
- Spieler müssen Ressourcen sammeln, Kämpfe taktisch angehen und die Umgebung nutzen, um zu überleben
Die offene Struktur des Vorgängers Blood West ließ schon viel Freiheit. Dort erkundete man eine verfluchte Prärie, sammelte Vorräte und stellte sich untoten Kreaturen. Bloodwoven scheint diese Philosophie beizubehalten, aber mit einem noch bizarreren Setting. Details zur Welt, ob sie linearer oder sandboxartiger ist, fehlen noch. Klar ist: Die Spielmechanik setzt auf physische Interaktionen und situatives Problemlösen statt auf vorgefertigte Lösungen.
Einordnung in das Genre
Immersive Sims wie Prey (2017) oder Dishonored 2 bieten ähnliche Freiheit, aber selten Survival-Elemente. Bloodwoven bewegt sich nahe an Titeln wie Gloomwood (2023), das ebenfalls eine Mischung aus Stealth, Ressourcenmanagement und offener Levelstruktur bietet. Ein direkter Vergleich: Blood West hatte keine Überlebensmechaniken wie Hunger oder Kälte, Bloodwoven führt diese nun ein. Entwickler-Kommentare deuten auf ein System hin, bei dem der gefrorene Gott selbst Ressourcen liefert (Fleisch, Blut, Knochen). Das erinnert an Pathologic 2, wo der Leichnam einer Stadt die Spieler am Leben hält. Branchenkenner wie RPS bezeichnen den Ankündigungstext als „Freudentanz“ für Genre-Fans.
Enthusiasmus ist ansteckend
Die Redaktion von Rock Paper Shotgun vergleicht das Kribbeln bei solchen Ankündigungen mit einem Hund, der das Wort „Gassi“ hört. Ein treffendes Bild.
- Flexibilität steht im Zentrum des Genres
- Jedes neue Immersive Sim ist ein kleines Fest für Fans
- Die Kombination mit Survival-Elementen verspricht zusätzliche Tiefe
Bloodwoven könnte genau jener seltene Titel sein, der Mechaniken aus Überlebensspielen mit der narrativen Dichte eines Immersive Sims vereint. Hyperstrange hat mit Blood West bewiesen, dass sie atmosphärische, knallharte Welten erschaffen können. Die Erwartungshaltung ist hoch, und das Team scheint sie zu kennen.
Kein Release-Datum, aber Hoffnung
Konkrete Termine oder Plattformen wurden noch nicht genannt. Das Studio hält sich bedeckt. Eine Steam-Seite existiert bisher nicht. Branchenüblich ist, dass Hyperstrange zuerst auf PC veröffentlicht, Blood West erschien ausschließlich für Windows. Eine Konsolenversion wäre denkbar, aber unwahrscheinlich zum Start. Der gefrorene Gott als Spielwelt ist ein ungewöhnliches Konzept, und genau das macht die Vorfreude auf Bloodwoven aus.