CDL-Manager: „Definitiv lukrativ“
Die Call of Duty League hat zwölf Franchises, und das bleibt wohl noch eine Weile so. Ein GM der Liga erklärte im Gespräch, dass eine Expansion zwar potenziell sehr einträglich sei, man aber keine Eile habe.
„Es ist definitiv lukrativ“, so das Zitat aus der Dot-Esports-Quelle. Die Monetarisierungsmöglichkeiten für bestehende Teams seien derzeit der Fokus, nicht die Jagd nach neuen Partnern.
Wachstum auf der Kippe
Warum nicht schnell auf 16 oder 18 Teams hochgehen? Der GM nennt interne Gründe.
- Die bestehenden Franchise-Eigner sollen erst ihre Investitionen stabilisieren.
- Neue Teams brächten zusätzliche Komplexität in die Revenue-Sharing-Modelle.
- Die Liga wolle nachhaltig wachsen, nicht einfach nur Plätze verkaufen.
Klar ist: Eine Expansion kommt später, aber nicht heute.
Monetarisierung als Treiber
Statt neuer Logos setzt die CDL auf stärkere Geldströme innerhalb der zwölf Teams.
- In-Game-Items und Bundles für Call of Duty-Titel bringen direkte Einnahmen.
- Event-Tickets, Merchandise und lokale Sponsoren laufen bereits gut.
- Der GM betont: „Das bestehende System lässt sich erstmal besser ausschöpfen.“
Die Franchises sitzen also nicht auf der Stelle, sie justieren ihre Kassen.
Kein Endpunkt
Ob und wann Team Nummer 13 kommt, bleibt offen. Die CDL hat das Geld, die Struktur und den Willen, aber eben noch keinen Terminplan. Wer also auf neue Franchise-Standorte hofft, muss sich gedulden. Zwölf Teams reichen vorerst.
Die Struktur der CDL
Die Call of Duty League startete 2020. Sie ersetzte das offene Turniersystem der Vorgänger. Entwickler ist Activision, das Call of Duty gemeinsam mit Infinity Ward, Treyarch und Sledgehammer Games produziert.
- Jedes Jahr erscheint ein neuer Titel. 2024 war Call of Duty: Modern Warfare III (2023) das Ligaspiel, davor Call of Duty: Black Ops Cold War.
- Die Franchise-Gebühren lagen Berichten zufolge bei rund 25 Millionen US-Dollar pro Team.
- Zum Vergleich: Die Overwatch League verlangte ähnliche Summen, kämpfte aber mit sinkenden Zuschauerzahlen.
- Die CDL hat zwölf Teams in Städten wie Atlanta, Los Angeles, London und Toronto.
Einnahmen aus In-Game-Verkäufen
Ein Großteil der Monetarisierung kommt aus In-Game-Items. Die CDL verkauft Team-Skins, Waffen-Blaupausen und Emotes. Diese werden im Spiel selbst angeboten, Call of Duty: Modern Warfare II (2022) und die Nachfolger generieren Millionenumsätze.
- Ein Liga-Quelle gab an, dass allein die Championship-Bundles im Jahr 2023 über 10 Millionen US-Dollar einbrachten.
- Die Teams erhalten einen Anteil an diesen Verkäufen, wie hoch, ist vertraulich.
- Sponsoren wie Bose, Scuf Gaming und Mountain Dew unterstützen die Liga zusätzlich.
Branchenkontext: Franchise-Ligen unter Druck
Die CDL ist nicht allein. Die Overwatch League wurde 2023 aufgelöst, die League of Legends Championship Series (LCS) kämpft mit Team-Insolvenzen. Franchise-Modelle stehen wegen hoher Einstiegskosten und schwankender Einnahmen in der Kritik.
- Die Call of Duty League hält dagegen: Die Zuschauerzahlen auf Twitch und YouTube blieben stabil, die Major-Turniere in Städten wie Boston und Texas waren ausverkauft.
- Der GM betont, dass die derzeitigen zwölf Teams profitabel arbeiten, eine Expansion würde Risiken mit sich bringen.
- Stattdessen setzt die Liga auf digitale Events und Crowdfunding für Preisgelder, wie den CDL Pro-Am.