Ein Wettlauf mit Kettengliedern
Chained Together hat seit heute einen neuen kompetitiven 2v2-Modus, der kostenlos für alle Besitzer des Spiels ausgerollt wird. Statt gemeinsam mit bis zu vier Spielern aus der Hölle zu entfliehen, treten zwei Zweierteams gegeneinander an. Das Ziel ist simpel: In 30 Minuten so weit wie möglich über die bekannte Map zu kommen, während man gleichzeitig den Gegner behindert.
Die Regeln sind klar: Zwei Teams, jeweils zwei Spieler aneinandergekettet, klettern, springen und rennen über Knochen, Steine und Zäune. Geschick ist die Basis, aber das Schubsen des gegnerischen Teams ist ausdrücklich erlaubt. So wird aus dem kooperativen Hindernislauf ein taktisches Duell mit jeder Menge Störfeuern.
Die Details des neuen Modus
- Spieleranzahl: 2v2, also vier Spieler insgesamt
- Spielzeit: 30 Minuten pro Runde, danach gewinnt das Team mit der größeren Distanz
- Karte: Die bereits aus dem Koop-Modus bekannten Level, keine neuen Abschnitte
- Erlaubte Aktionen: Klettern, Springen, Rennen und gezieltes Schubsen des Gegners
- Verfügbarkeit: Ab sofort und kostenlos für alle Besitzer des Spiels
Der Modus setzt auf eine simple Formel: gleiche Strecke, gleiche Hindernisse, aber diesmal mit menschlichen Gegnern, die dir in den Weg treten. Die Map ist identisch zum Koop-Modus, doch durch die Interaktion zwischen den Teams entstehen völlig neue taktische Momente. Man kann den Gegner von einem Vorsprung stoßen oder dessen Kette verknoten, wenn man nahe genug herankommt.
Warum der Modus für Drama sorgt
Das Schubsen ist das Herzstück des neuen Spielgefühls. Während man im Koop-Modus aufeinander angewiesen ist, um Hindernisse zu überwinden, wird die Kette hier zur Waffe. Ein gezielter Stoß zur falschen Zeit kann das gegnerische Team um zehn Meter zurückwerfen, während das eigene Team weiterklettert. Die Verbindung zwischen den zwei Teammitgliedern bleibt dabei bestehen, was die Koordination innerhalb des Duos noch wichtiger macht.
Hinzu kommt der Zeitdruck: 30 Minuten sind kurz genug, um jede Sekunde zählen zu lassen. Wer zu viel Zeit mit Sabotage verbringt, verliert wertvolle Meter. Die Balance zwischen Speedrun und Kampf ist der eigentliche Reiz, denn wer nur auf Konfrontation geht, wird auf der Strecke bleiben. Teams müssen also im Voraus planen, an welchen Engstellen sie angreifen und wo sie besser durchziehen.
Vom Koop-Fieber zum Wettkampf
Chained Together startete ursprünglich als reines Koop-Erlebnis, bei dem vier Spieler aneinandergekettet aus einer feurigen Unterwelt entkommen mussten. Der Reiz lag im gemeinsamen Scheitern und der puren Frustration, wenn ein einziger Fehler alle zurückwarf. Dieses Design machte das Spiel zu einem beliebten Streamertitel, denn die chaotischen Momente schrieben sich von selbst.
Die Map ist identisch zum Koop-Modus, doch durch die Interaktion zwischen den Teams entstehen völlig neue taktische Momente. Man kann den Gegner von einem Vorsprung stoßen oder dessen Kette verknoten, wenn man nahe genug herankommt. Neu ist nun der Wettstreit: Statt gemeinsam zu fluchen, misst man sich jetzt direkt mit anderen. Das Entwicklerteam hat diesen Schritt offenbar früh geplant, denn die technische Grundlage für zwei Ketten auf derselben Karte war bereits im Original vorhanden.
Die größten Unterschiede zum Koop-Original
- Teamgröße: Statt bis zu vier Spielern gemeinsam, sind es jetzt zwei Zweierteams
- Zielsetzung: Nicht das Erreichen des Endes, sondern das Führen nach 30 Minuten
- Interaktion: Gegner können geschubst werden, was im Koop nicht vorgesehen ist
- Fehlerkultur: Im Koop bestrafte ein Sturz das ganze Team, hier nur das eigene Duo
Die Kette bleibt wie gehabt eines der zentralen Elemente. Bei jedem Sprung muss das Duo den Rhythmus finden, sonst fällt man gemeinsam ab. Im 2v2-Modus kommt hinzu, dass man auf die Position des Gegnerteams achten muss. Werden sie an einer schwierigen Stelle von einem Hindernis aufgehalten, bietet sich eine Chance zum Überholen, ohne selbst zu riskieren.
Ein Trend in der Koop-Szene
Viele erfolgreiche Koop-Spiele erhalten nach einiger Zeit einen kompetitiven Ableger, und Chained Together reiht sich in diese Entwicklung ein. Der Schritt ist nachvollziehbar: Der PvE-Klassiker hat sich etabliert, aber für viele Spieler fehlt ein Wiederspielanreiz, wenn das eigene Können ausgereizt ist. Ein 2v2-Modus liefert genau diesen Anreiz, indem er bekannte Mechaniken in einen neuen Kontext stellt.
Andere Titel in diesem Bereich haben gezeigt, dass asymmetrische Wettkämpfe mit freundschaftlicher Sabotage funktionieren, wenn die Balance stimmt. Indem das Schubsen erlaubt ist, aber nicht die einzige Taktik darstellt, bleibt die Entscheidungshoheit bei den Spielern. Das könnte dem Spiel eine zweite Lebensphase bescheren, gerade für diejenigen, die ursprünglich im Koop gelandet sind.
Ein Update, das die Spielregeln ändert
Der 2v2-Modus ist kein simples Add-on, sondern verlangt von den Spielern ein umdenken. Die gewohnten Bewegungsabläufe bleiben gleich, doch die ständige Beobachtung des Gegners erzeugt eine neue Form von Anspannung. Gerade wenn sich zwei Teams an einer engen Stelle begegnen, entstehen spontane Scharmützel, die aus dem Wettlauf kurzzeitig ein Ringkampf machen.
Dass das Update kostenlos für alle Besitzer kommt, senkt die Einstiegshürde. Man muss lediglich den Titel besitzen und schon startet der Wettlauf. Mit der 30-Minuten-Begrenzung eignet sich der Modus für schnelle Runden zwischendurch, und die Kernerfahrung von Chained Together, das gemeinsame Überwinden von Hindernissen, bleibt auch im Zweikampf erhalten.