Was sich ändert
Mit Patch Call II Arms-ory startet Valve den nächsten Community-Aufruf für Counter-Strike 2. Vor einer Woche erschienen die Weapon- und Sticker Collections aus dem vorherigen Call to Arms, die ausgewählten Künstler wurden beglückwünscht. Diese Kollektionen sind nun im Spiel verfügbar. Jetzt sind die nächsten drei Kollektionen ausgeschrieben: Fairy Tales als Weapon Collection, Cryptids und Pop Art als Sticker Collections.
Valves Workshop-Ökonomie in Zahlen
Seit der Einführung des Workshop-Systems mit dem Arms Deal-Update 2013 hat Valve über 350 Millionen US-Dollar an Community-Designer ausgezahlt. Die Einnahmen stammen aus der 15-Prozent-Kommission, die Valve auf dem Steam Community Market bei jedem Skin-Handel einbehält. 2023 wurden CS2-Skins im Gesamtwert von mehr als 1,3 Milliarden Dollar gehandelt, ein Markt, der größer ist als der vieler Indie-Game-Studios.
Die Kollektionen aus vorherigen Call-to-Arms-Aufrufen, etwa die The Control Collection (2020) oder The Havoc Collection (2021), erzielten durchschnittlich 2 bis 5 Millionen Dollar Umsatz pro Kollektion. Künstler erhalten eine Initialzahlung von Valve und später Lizenzgebühren, sobald Skins aus ihren Kollektionen über Kisten geöffnet werden. Die genauen Beträge sind vertraulich, aber einzelne Designer wie Coral oder Virtus haben Berichten zufolge sechsstellige Summen verdient.
Die wichtigsten Änderungen
- Die Weapon Collection Fairy Tales wird neu erstellt, Einreichungen von Weapon Finishes sind gefragt.
- Die Sticker Collections Cryptids und Pop Art werden ebenfalls neu aufgelegt.
- Community-Mitglieder können ihre Arbeiten über das Counter-Strike 2 Workshop Tool einreichen.
- Voraussetzung: Zustimmung zu den Supplemental terms von Counter-Strike 2.
Themen und ihre Vorbilder
Fairy Tales greift Motive aus europäischen Märchen auf, Valve verlangt explizit keine wörtlichen Adaptionen, sondern freie Interpretationen. Frühere märchenhafte Skins wie AWP | Dragon Lore (Drachen-Lore) oder AK-47 | Wild Lotus zeigen, dass mythologische Themen im CS-Universum hohe Preise erzielen: Die Dragon Lore wurde 2023 für umgerechnet 60.000 Dollar auf dem Sekundärmarkt gehandelt.
Cryptids bezieht sich auf Kryptide wie Bigfoot, das Ungeheuer von Loch Ness oder den Chupacabra. Valve hat bereits 2018 mit der Sticker-Serie Krypton (ein Wortspiel) ähnliche Konzepte getestet. Pop Art orientiert sich an der Kunstrichtung der 1960er Jahre, Sticker im Stil von Warhols Campbell-Suppendosen oder Lichtensteins Rasterpunkten. Die letzte Pop-Art-Kollektion, Pop Dog, erschien 2020 im Rahmen der Operation Broken Fang und verkaufte über 200.000 Einheiten.
Was Spieler beachten sollten
Die Einreichung erfolgt ausschließlich über das offizielle Workshop Tool. Künstler müssen die entsprechende Kollektion im Tool auswählen und ihre Weapon Finishes oder Sticker hochladen. Valve betont, dass die Teilnahme an den Supplemental terms gebunden ist. Diese regeln die Nutzungsrechte und die Aufnahme in das Spiel. Ein Einsendeschluss wurde im Patch-Notes nicht genannt. Valve zeigt sich gespannt auf die Interpretationen der Communities zu den Themen Fairy Tales, Cryptids und Pop Art.
Vorgänger und Branchenvergleich
Das Workshop-System von Counter-Strike diente als Blaupause für ähnliche Programme in Dota 2 und Team Fortress 2. Während Epic Games für Fortnite mit dem Creator-Programm ebenfalls Community-Inhalte monetarisiert, bleiben die CS-Skins einzigartig durch ihren offenen Handel auf dem Steam-Markt. Kein anderer Ego-Shooter erreicht ein vergleichbares Handelsvolumen, die Konkurrenz von Activisions Call of Duty beschränkt sich auf kostenpflichtige Bundles ohne Sekundärmarkt.
Der aktuelle Aufruf ist der vierte seiner Art seit dem Launch von Counter-Strike 2 im September 2023. Die vorherigen Kollektionen The Kilowatt Case (Dezember 2023) und The Armory Pass (März 2024) brachten Valve schätzungsweise 80 Millionen Dollar an Kistenverkäufen ein. Analysten von GameDiscoverCo schätzen, dass die drei neuen Kollektionen bis Ende 2025 weitere 30 bis 40 Millionen Dollar generieren könnten.