Was sich ändert
Grinding Gear Games veröffentlicht den Patch Path of Exile 3.29 (Curse of the Allflame). Er schickt Spieler auf den Meeresgrund. Der Ocean Floor ist die erste komplett neue Biome-Kategorie seit Jahren, zuletzt führte die Liga Expedition (3.15) Strandgebiete ein. Die offiziellen Steam-Patch-Notes nennen zwei Hauptpunkte: neue Unterwasser-Gebiete und eine grundlegende Regeländerung am ARPG-Kern. Die Beute dort ist das erklärte Ziel. Seit dem Early-Access-Start von Path of Exile 2 im Dezember 2024 ist dies die erste große Aktualisierung für das Originalspiel. GGG betont, dass beide Titel parallel weiterentwickelt werden.
Die wichtigsten Änderungen
- Neues Unterwasser-Gebiet, der Ocean Floor mit eigenem Kampfsystem, das Bewegung und Sichtlinien verändert.
- Eine fundamentale Spielregel wurde gebrochen, genauere Details dazu liefert ein separater Artikel auf PCGamesN.
- Das vollständige Changelog, Erklärungen zur Regeländerung und neue Items sind nur dort dokumentiert.
In der Vergangenheit brachen ähnliche Patches etablierte Kernmechaniken. Patch 3.16 (Scourge) ersetzte den gesamten Passiven Fertigkeitsbaum. Patch 3.20 (The Forbidden Sanctum) überarbeitete das Flasksystem von Grund auf. Die aktuelle Änderung könnte erneut die Interaktion von Support-Gems oder die Schadensberechnung betreffen.
Was Spieler beachten sollten
Spieler sollten ihre Charaktere vor dem Patch nicht als endgültig betrachten. Die Regeländerung könnte die Effektivität bestimmter Fertigkeiten massiv verschieben. Zudem startet mit dem Patch eine neue temporäre Liga, typischerweise mit einem vollständigen Economy-Reset. Charaktere aus der vorherigen Liga (Settlers of Kalguur, 3.25) werden in den Standard-Modus verschoben. Wer verstehen will, welche Regel genau fällt und wie sich das auf Builds auswirkt, muss den PCGamesN-Artikel lesen. Die offiziellen Patch-Notes selbst verweisen auf den externen Bericht.
Studio-Historie
Grinding Gear Games wurde 2006 in Auckland, Neuseeland, von Chris Wilson, Jonathan Rogers und Erik Olofsson gegründet. Die Finanzierung erfolgte über eine Kickstarter-Kampagne 2012, die 2,5 Millionen NZD einbrachte. Path of Exile startete am 23. Oktober 2013 und etablierte sich als Free-to-Play-Konkurrenz zu Diablo 3. Das Studio beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter. 2019 übernahm der chinesische Konzern Tencent die Mehrheit, Branchenmedien schätzten die Summe auf über 100 Millionen US-Dollar. GGG blieb operativ unabhängig und veröffentlicht seither jährlich drei bis vier große Content-Updates. Neben Path of Exile 1 entwickelt das Studio seit 2019 an einem direkten Nachfolger. Path of Exile 2 startete im Dezember 2024 als Early Access und erreichte innerhalb von 24 Stunden über eine Million Spieler.
Frühere Erweiterungen und Zahlen
Path of Exile 1 zählt über 30 Millionen registrierte Accounts (Stand 2023). Seit 2013 erschienen mehr als 25 temporäre Ligen, jede mit eigenen Mechaniken. Die letzte große Erweiterung vor Curse of the Allflame war Settlers of Kalguur (3.25) im Juli 2024. Sie führte Siedlungsbau und stufenweise Gebietskontrolle ein. Davor brachte Affliction (3.23) einen modifizierbaren Unterwelt-Bereich. Die durchschnittliche Spielerzahl auf Steam lag zuletzt bei knapp 30.000 gleichzeitigen Nutzern, ein Tiefstand im Vergleich zu den Spitzenwerten von über 150.000 während der Crucible-Liga 2023.
Branchenkontext
Der Markt für Action-Rollenspiele ist hart umkämpft. Diablo 4 (Blizzard) verkaufte sich 2023 über 12 Millionen Mal, verlor aber durch umstrittene Saison-Patches Spieler. Last Epoch (Eleventh Hour Games) erreichte 2024 über 200.000 gleichzeitige Spieler nach dem 1.0-Release. Grim Dawn (Crate Entertainment) hält eine stabile Nische mit rund 5 Millionen verkauften Einheiten. Unterwasser-Level sind im Genre selten. Diablo 4s Erweiterung Vessel of Hatred konzentriert sich auf Dschungel-Locations. Path of Exile selbst hatte zuletzt in der Liga Lake of Kalandra (3.19) eine Spiegelwelt, aber keine vollständig neue Umgebung unter Wasser. GGGs Entscheidung, parallel zu PoE2 ein großes Update für PoE1 zu liefern, zeigt, dass das Studio das Original nicht aufgeben will. Branchenbeobachter sehen darin einen Versuch, die sinkenden Spielerzahlen zu stabilisieren. Ob die Regeländerung die Spielerbasis zurückbringt, hängt von der konkreten Mechanik ab, und davon, ob sie mit den komplexen Builds von Path of Exile harmoniert.