Niedlich, niedlicher, Cinnamoroll
DarkFlash hat die nächste Stufe der Kawaii-Invasion im PC-Bereich gezündet. Der Gehäusehersteller zeigt ein neues Case in der Sanrio-Kooperationsreihe, diesmal mit dem blauäugigen Wolkenhündchen Cinnamoroll.
Nach Hello Kitty und anderen Charakteren ist es nun der flauschige Welpe, der die Front eines PC-Towers ziert. Die Optik verspricht pastellfarbene Akzente und das typische Sanrio-Design.
DarkFlash und Sanrio: Bisherige Kooperationen
DarkFlash, ein taiwanesischer Hersteller mit Sitz in Neu-Taipeh, hatte 2022 die erste Lizenzvereinbarung mit Sanrio geschlossen. Das erste Ergebnis war ein Hello Kitty-Gehäuse auf Basis des DLM21, einem Midi-Tower mit Mesh-Front und getöntem Glasfenster. Die Hello-Kitty-Edition erschien in limitierter Auflage und war innerhalb weniger Wochen vergriffen.
- UVP lag damals bei 139 Euro, rund 40 Euro über dem Standard-DLM21.
- Eine zweite Edition mit My Melody folgte 2023, wieder limitiert auf 3000 Stück.
- Auch Kuromi bekam ein eigenes Case, das mit lila-schwarzer Lackierung und Kuromi-Print auffiel.
Alle drei Modelle verkauften sich trotz des Aufpreises gut. Sammler zahlten auf dem Zweitmarkt teilweise das Doppelte. Der Cinnamoroll-Tower setzt diese Reihe fort, mit den erwarteten Limitierungen.
Ein Blick auf das Gehäuse
- Das Gehäuse setzt auf helle, cremige Töne und blaue Applikationen
- Cinnamorolls Konterfei prangt gut sichtbar auf der Front und Seite
- Typische DarkFlash-Elemente wie Mesh-Front und Glasfenster bleiben erhalten
- Details zur Lüfterkonfiguration oder Größe gibt es noch nicht
Die Zusammenarbeit richtet sich klar an Sammler und Fans der Marke. Ein vollständiger Cinnamoroll-Gaming-Rig dürfte nicht nur optisch herausstechen.
Technische Basis und Vorgängermodelle
Die bisherigen Sanrio-Editionen von DarkFlash basierten alle auf dem DLM21, einem ATX-Gehäuse mit Platz für sechs Lüfter, einem 360-mm-Radiator oben und zwei SSDs. Es ist gut möglich, dass der Cinnamoroll-Tower dieselbe Plattform nutzt. Das DLM21 ist in schwarz und weiß gelistet, die Sanrio-Varianten griffen jeweils das Farbschema des Charakters auf.
- DLM21 Standardmaße: 440 x 210 x 470 mm (B x H x T)
- Maximale GPU-Länge: 360 mm
- Maximale CPU-Kühler-Höhe: 160 mm
Die Hello-Kitty-Edition bot zusätzlich eine bedruckte Frontblende, einen Aufkleberbogen und ein exklusives Kabelmanagement-Set in Pink. Ähnliches ist für Cinnamoroll zu erwarten.
Die Kostenfrage
Die Quellen sprechen von einem "pretty penny", also einem stolzen Preis. Bisher hat DarkFlash die UVP nicht genannt. Wer sich ein komplettes Setup aus Gehäuse, passender Peripherie und Komponenten zusammenstellt, muss tief in die Tasche greifen.
Frühere Sanrio-Editionen waren meist limitiert und teurer als Standardmodelle. Der Cinnamoroll-Tower wird da keine Ausnahme sein.
Limitierung und Verfügbarkeit
Ein konkretes Releasedatum steht noch aus. Wer seinen Build in Himmelblau und Weiß hüllen will, sollte die Augen offen halten.
Branchenkontext: Lizenzgehäuse als Nischenprodukt
DarkFlash ist kein Einzelfall. Mehrere Hersteller bedienen den Markt für thematische PC-Gehäuse mit Lizenzcharakteren. NZXT brachte 2021 eine Pokemon-Edition des H510i auf den Markt, für 169 Euro, knapp 50 Euro über dem Standard. Cooler Master offerierte ein Anime-Special des Cosmos C700M für 499 Euro.
- Lizenzgebühren treiben den Preis um 20 bis 40 Prozent nach oben.
- Auflagen sind meist auf 2000 bis 5000 Stück begrenzt.
- Wiederverkäufer verlangen auf eBay oft das Dreifache.
Der Cinnamoroll-Tower wird voraussichtlich zwischen 150 und 180 Euro liegen, falls er auf dem DLM21 basiert. Ein direkter Vergleich: Die Hello-Kitty-Edition kostete 139 Euro, die My-Melody-Version 149 Euro. Die Preissteigerung ist auf gestiegene Frachtkosten und Materialpreise zurückzuführen.
Kein Fall für Sparfüchse
Die Ankündigung zeigt einmal mehr, dass DarkFlash auf Nischen setzt. Der Reiz liegt im Detail und in der Exklusivität. Ob sich der Aufpreis lohnt, entscheidet am Ende der Geldbeutel, oder die Liebe zur pastellfarbenen Ästhetik.