Angriff auf CEVA Logistics
Valve hat bekannt gegeben, dass persönliche Informationen von europäischen Kunden möglicherweise kompromittiert wurden.
Grund dafür ist ein gezielter Cyberangriff auf den Logistikpartner CEVA Logistics.
Das betroffene Unternehmen gehört zur französischen CMA CGM Group, einem globalen Giganten im Container-Schifffahrts- und Logistiksektor.
CEVA wickelt für Valve den europäischen Vertrieb von phängischer Steam Hardware wie dem Steam Deck und VR-Headsets ab.
Betroffene Kundengruppen
Der Vorfall betrifft speziell jene Spieler aus Europa, die über Steam Hardware-Produkte bestellt hatten.
Welche Daten im Detail abgegriffen wurden, lässt sich aktuell auf Basis der vorliegenden Informationen genau eingrenzen:
- Persönliche Kundendaten aus dem Bestellprozess
- Versandinformationen europäischer Hardware-Käufer
- Postanschriften und Telefonnummern
- Keine Kreditkarteninformationen oder Steam-Zugangsdaten
Finanzielle Transaktionen laufen bei Valve direkt über verschlüsselte Zahlungsschnittstellen und nicht über die Server der physischen Versanddienstleister.
Reaktion von Valve
Das Unternehmen untersucht den Sicherheitsvorfall bei dem zuständigen Dienstleister.
Betroffene Nutzer sollten in den kommenden Tagen ihre Konten und persönlichen Postfächer genau im Auge behalten.
Cyberkriminalität gegen Supply-Chain-Partner hat in der Spielebranche in den letzten Jahren drastisch zugenommen, da Zulieferer oft weniger geschützt sind als die eigentlichen Entertainment-Konzerne.
Bereits im Jahr 2023 erlitt Sony mehrere Datenlecks über externe HR- und Software-Dienstleister, bei denen Zehntens Datensätze von Mitarbeitern abflossen.
Hardware-Logistik bei Steam
Die physische Produktrange von Valve startete im Jahr 2015 mit dem Steam Controller und der Steam Link-Streaming-Box, die damals über Partner wie GameStop oder direkt vertrieben wurden.
Mit dem Steam Deck, das im Februar 2022 auf den Markt kam, übernahm Valve den Direktvertrieb über die eigene Plattform im großen Stil.
Der Erfolg des Handhelds, von dem Schätzungen zufolge bisher über drei Millionen Einheiten verkauft wurden, machte die Logistikketten zu einem lukrativen Ziel für Datendiebe.
Europäische Käufer wurden in den letzten Jahren primär über regionale Frachtzentren von CEVA beliefert, die nun im Fokus der IT-Forensiker stehen.