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Denshattack: Ein Zugspiel mit radikaler Wut auf die Tech-Dystopie
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Denshattack: Ein Zugspiel mit radikaler Wut auf die Tech-Dystopie

Der Indie-Titel Denshattack verbindet albernen Zug-Humor mit scharfer Satire auf Big Tech, Überwachung und KI, und trifft den Nerv der Zeit.

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Tommes Parzl
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Wilde Fahrt gegen die Maschinerie

Denshattack ist kein weiteres entspanntes Zug-Simulationsspiel. Der Titel von Undercoders entpuppt sich als satirischer Rammbock gegen Big Tech, Überwachung und Polizeigewalt. Direktor David Jaumandreu betont im Interview, diese politische Note sei nicht bewusst eingebaut, sie sei logisch aus Japans übertriebener Zugbesessenheit erwachsen.

Das Ergebnis ist ein Spiel, das einem ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, aber gleichzeitig ein radikales Herz schlagen lässt. Es vermeidet den Vorwurf, nur ein ironischer Zug-Clown zu sein, indem es mit echter Wut auf soziale Missstände reagiert.

Feindbilder aus dem Jahr 2026

  • Rogue Tech-Konzerne als Hauptschurken
  • Massenüberwachung und erzwungene Ungleichheit
  • Desinformations-Stammtische und Polizeibrutalität
  • Seelenlose KI, die echtes Handwerk ersetzt

Der Katalog aktueller Übel ist komplett, es fehlt nur noch ein Level zu Massenentlassungen. Denshattack verzichtet auf Ironie-Puffer und lässt den Spieler mit Hochgeschwindigkeit durch die Mechanismen der Unterdrückung pflügen.

Ein Team aus Außenseitern

Der Spieler stellt eine Crew zusammen, die sich wie ein Greatest Hits japanischer Normbrecher liest. Skateboarder, Biker-Gangs, Subkultur-Gestalten, alle vereint im Kampf gegen die Maschinerie. Das Spiel teilt mehr mit Skateboarding-Titeln als mit gemütlichen Zugsimulationen.

„Wir wollten keine politische Botschaft senden“, erklärt Jaumandreu sinngemäß. „Sie hat sich einfach logisch aus dem Setting ergeben: ein Japan, das noch verrückter nach Zügen ist als das echte.“

Keine Flucht, sondern Angriff

Denshattack nutzt seine alberne Fassade geschickt als Schutzschild. Die Entwickler können einen Zug mit Grinsen durch eine Propaganda-Fabrik rasen lassen, ohne dass es wie bloße Comedy wirkt. Es ist eine optimistische Wut: „Let’s make a better world“, und wenn das bedeutet, einen Mech mit einer Lokomotive zu bekämpfen, dann ist das genau der richtige Weg.

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