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Digital Only mit Hindernissen: Warum Sonys PSP Go vor 17 Jahren scheiterte
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Digital Only mit Hindernissen: Warum Sonys PSP Go vor 17 Jahren scheiterte

Vor 17 Jahren wagte Sony mit der PSP Go den ersten rein digitalen Konsolen-Vorstoß, und scheiterte spektakulär. Ein Rückblick auf das tragbare Gerät, das seiner Zeit zu weit voraus war.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Ein gewagter Schritt ins Digitale

2009 brachte Sony die PSP Go auf den Markt, eine radikal beschnittene Version der beliebten PSP. Das Gerät verzichtete komplett auf ein UMD-Laufwerk und setzte stattdessen auf eingebauten 16-GB-Speicher.

Damals war das ein gewaltiges Risiko: Breitband-Internet war noch keine Selbstverständlichkeit, und mobile Datentarife waren teuer. Sony wollte die Spieler zwingen, alle Titel aus dem PlayStation Store zu laden.

Was die PSP Go anders machte

  • Kein UMD-Slot: Physische Spiele der PSP waren nicht abspielbar
  • 16 GB interner Speicher, erweiterbar per Memory Stick Micro (M2)
  • Schiebe-Design: Das Display ließ sich nach oben klappen, darunter saßen die Tasten
  • Deutlich kompakter und leichter als das Original-Modell

Doch die Abwärtskompatibilität war gekappt. Wer bereits eine UMD-Sammlung besaß, konnte diese nicht nutzen. Ein Umstieg war nur über teure und umständliche UMD-Passport-Angebote möglich, die Sony später wieder einstellte.

Der Preis als K.-o.-Kriterium

Zum Launch kostete die PSP Go 249 Euro, mehr als die reguläre PSP-3000. Dafür bekam man ein Gerät mit weniger Features und ohne die Möglichkeit, gebrauchte Spiele zu kaufen oder zu tauschen.

Die Spielerbasis reagierte verhalten. Die Verkaufszahlen blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Sony lernte daraus: Für den nächsten Digital-Vorstoß, die PSP Vita, behielt man den Speicherkarten-Slot bei, auch wenn dort der Trend zu Downloads bereits stärker war.

Ein früher Vorbote eines unvermeidlichen Wandels

Heute, 17 Jahre später, sind digitale Downloads der Standard. Konsolen wie die PlayStation 5 Digital Edition verkaufen sich prächtig. Doch der Unterschied zur PSP Go ist eklatant.

  • Breitband-Internet und Cloud-Speicher sind allgegenwärtig
  • Spieler akzeptieren den Verzicht auf Discs, weil sie die Bequemlichkeit schätzen
  • Sony bietet inzwischen klare Upgrade-Pfade und Abwärtskompatibilität

Die PSP Go war kein Ladenhüter, weil die Idee falsch war, sondern weil die Infrastruktur und der Markt 2009 einfach noch nicht reif dafür waren. Ein mutiger, aber verfrühter Schritt, der Sony teuer zu stehen kam.

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