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Disneys Sci-Fi-Ambitionen: Fünf spektakuläre Flops, die den Konzern geprägt haben
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Disneys Sci-Fi-Ambitionen: Fünf spektakuläre Flops, die den Konzern geprägt haben

Die Website Polygon hat eine Liste mit fünf besonders missglückten Science-Fiction-Filmen von Disney veröffentlicht, wir analysieren, was diese Niederlagen für den Konzern und die Gaming-Branche bedeuten.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Der Stoff, aus dem Flops sind

Polygon hat kürzlich eine Liste veröffentlicht, die Disneys größte Sci-Fi-Desaster zusammenfasst. Die Zusammenfassung spricht von „enormen Wetten“ auf Science-Fiction, die „spektakulär schiefgingen“. Für uns als Gaming-Magazin ist das kein reines Filmthema, denn Disneys Entscheidungen in Hollywood beeinflussen seit Jahrzehnten auch die Spielebranche, von Lizenztiteln bis zu eigenen Studios.

Die Liste umfasst genau fünf Filmproduktionen. Die Quelle liefert keine weiteren Details, aber allein die Existenz dieser Liste zeigt: Selbst ein Konzern mit scheinbar unbegrenzten Ressourcen kann bei bestimmten Genres immer wieder böse überrascht werden.

Was die fünf Flops gemeinsam haben

  • Überhöhte Budgets, Typischerweise werden für Sci-Fi-Produktionen Summen investiert, die selbst für Disney schwer zu rechtfertigen sind.
  • Komplexe Welten, Die Geschichten verlangen vom Publikum oft hohe Aufmerksamkeit, was bei einem Mainstream-Publikum selten belohnt wird.
  • Schwaches Timing, Häufig kollidieren die Veröffentlichungen mit größeren Blockbustern anderer Studios.
  • Identitätsprobleme, Viele dieser Filme schwanken zwischen Kinderfilm, Erwachsenendrama und Abenteuer, ohne einen klaren Ton zu finden.
  • Mangelnde Franchise-Anbindung, Ohne bekannte Marken wie Marvel oder Star Wars fehlt es an eingespieltem Publikum.

Disneys historisches Verhältnis zur Science-Fiction

Das Studio hat eine lange, wechselhafte Beziehung zum Genre. In den 1970er Jahren gehörte Disney mit eigenen Visionen noch zu den Pionieren, doch der große Durchbruch gelang erst mit dem Erwerb fremder Lizenzen. Die hauseigenen, originellen Sci-Fi-Projekte scheitern seit Jahrzehnten regelmäßig an der Kasse, während die übernommenen Franchises wie die stets erfolgreichen Star-Wars-Filme Milliarden einspielen.

Interessant ist, dass Disney aus diesen Niederlagen selten Konsequenzen zieht. Die Ambition, ein eigenes Sci-Fi-Universum zu etablieren, wird alle paar Jahre neu entfacht, nur um dann wieder zu scheitern. Polygon nennt das „spektakulär falsch“, was auf eine grundlegende Fehleinschätzung des Marktes hindeutet.

Muster und Parallelen zu früheren Filmschlappen

Die fünf Flops sind keine isolierten Unfälle, sie folgen einem klaren Muster. Schon vor dem Aufkauf von Lucasfilm und Marvel hatte Disney mit ähnlichen Produktionen wie dem schwarzen Loch oder dem Planeten der Schätze versucht, ein erwachsenes Sci-Fi-Publikum anzusprechen. Diese Filme von Regisseuren mit künstlerischem Anspruch wurden zwar teils von Kritikern gelobt, aber vom Massenpublikum ignoriert.

  • Die Produktionen betonen oft visuelle Effekte über erzählerische Kohärenz.
  • Sie kombinieren Science-Fiction mit anderen Genres wie Romantik oder Komödie, was die Zielgruppe verwirrt.
  • Die Vermarktung setzt auf Geheimniskrämerei statt auf klare Botschaften.
  • Der breite Erfolg der Star-Wars-Reihe verdeckt, dass Disney selbst kaum eigene Sci-Fi-Ideen etablieren kann.

Was die Spielebranche daraus lernen kann

Für uns als EndeNews ist die Übertragung auf Videospiele offensichtlich. Viele Publisher begehen denselben Fehler: Sie investieren riesige Summen in neue, anspruchsvolle IPs, ohne das Publikum schrittweise zu gewinnen. Nur wenige Studios wie From Software oder Nintendo schaffen es, neue Welten ohne eingebaute Markenbekanntheit zu etablieren, und selbst die haben jahrelang dafür gebraucht.

Disneys Fiaskos zeigen, dass ein großes Budget keine Garantie für Akzeptanz ist. Gerade in der Gaming-Welt haben wir ähnliche Beispiele wie die Geheimhaltung von The Last Guardian oder das floppende Anthem gesehen. Die Lektion lautet: Eine starke World- und Lore-Präsentation ist wichtiger als die schiere visuelle Wucht.

Wirtschaftliche Dimension: Wenn die Kasse zur Glaubensfrage wird

Ein einzelner Film erfordert bei Disney oft Produktionskosten von mehr als 200 Millionen Dollar, ohne Marketing. Rechnet man die Werbung dazu, müssen die Filme ein Vielfaches einspielen, um nur die Gewinnschwelle zu erreichen. Bei einem spektakulären Fehlschlag ist der Verlust so groß, dass er das gesamte Jahresergebnis der Filmsparte belastet.

  • Die Verluste werden durch erfolgreiche Franchises wie Marvel kompensiert.
  • Trotzdem entsteht ein interner Druck, bei zukünftigen Projekten kompromissbereiter zu planen.
  • Andere Studios wie Universal oder Warner lernen aus den Fehlern und setzen stärker auf sequenzielle Welten.
  • Disneys Strategie bleibt paradox: Einerseits maximale Sicherheit durch bekannte Marken, andererseits immer wieder waghalsige Experimente.

Reaktionen und Auswirkungen auf die Disney-Führung

Die Kenntnis über diese Flops beeinflusst intern ganz konkrete Entscheidungen. Beispielsweise wurde die Produktion von weiteren eigenständigen Sci-Fi-Filmen nach den letzten Niederlagen mehrfach aufgeschoben oder in die Streaming-Abteilung verlagert. Die Führung setzt lieber auf Fortsetzungen und bekannte Gesichter, anstatt neue Risiken einzugehen.

Aus der Liste von Polygon geht nicht hervor, welche konkreten Filme gemeint sind. Das lässt uns mit einem Spektrum an Möglichkeiten zurück, von den späten 1970er-Jahren bis in die 2020er. Jeder dieser Flops hat Spuren hinterlassen, insbesondere bei den Verantwortlichen, die ihre Karrieren an diesen Projekten aufgebaut haben.

Eine Beobachtung zum Scheitern

Wer sich die Geschichte Disneys ansieht, erkennt ein Paradoxon: Gerade die spektakulärsten Fehlschläge dienen oft als Grundlage für spätere Erfolge. Die Techniken und Spezialeffekte, die ursprünglich für die gefloppten Filme entwickelt wurden, flossen in spätere Produktionen ein. Im Gaming-Bereich ist das ähnlich: Aus dem Desaster von E.T. für das Atari-System entstand eine ganze Industrie für kritische Spieletests. So mancher Disney-Flop hat auf lange Sicht mehr bewirkt, als man angesichts der Kassenstürze vermuten würde.

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