Nachschlag für die Dämonenjagd
Für Doom: The Dark Ages steht eine neue Erweiterung an. Die Ankündigung kommt überraschend, und der Release erfolgt früher, als viele Spieler vermuten.
Die Hölle ist zugefroren
Die Ankündigung trägt den passenden Titel „Die Hölle ist zugefroren“. Neben der großen Erweiterung gibt es auch ein kostenloses Update für alle Besitzer des Spiels.
- Die Erweiterung soll frische Level und Gegner bieten
- Das Update bringt Fehlerbehebungen und Optimierungen, konkrete Details stehen noch aus
Früher als gedacht
Der genaue Termin ist noch nicht bekannt, aber der Nachschlag erscheint bereits in Kürze. Laut der Meldung von PCGames müssen Doom-Fans nicht lange warten.
Aufbruchstimmung im id-Studio
Doom: The Dark Ages gilt als einer der stärksten Ableger der legendären Shooter-Reihe. Mit neuen Inhalten will id Software die Höllenaction noch einmal auffrischen.
Wer die Kettensäge schon geschärft hat, darf sich auf weiteren Adrenalin-Nachschub freuen.
id Software: Ein Studio zwischen Kult und Innovation
id Software wurde 1991 in Mesquite, Texas gegründet. Die Gründer John Carmack, John Romero, Adrian Carmack und Tom Hall definierten mit Wolfenstein 3D (1992) und Doom (1993) das First-Person-Shooter-Genre. Beide Titel setzten auf selbst entwickelte Engines, eine Tradition, die bis heute hält. Der Quellcode von Doom wurde 1997 veröffentlicht und ermöglichte unzählige Modifikationen.
- id Tech 1 (Doom) bis id Tech 7 (Doom Eternal) bilden die technische Rückgrat der Spiele
- Das Studio wechselte mehrfach den Besitzer: 2009 Übernahme durch ZeniMax Media, 2021 durch Microsoft im Zuge des Activision-Blizzard-Deals (7,5 Milliarden Dollar)
- Aktuelle Mitarbeiterzahl: rund 200, ein kleines Team für Triple-A-Titel
Die Kernmannschaft von id Software arbeitet seit Doom 3 (2004) an Neuinterpretationen. Der Neustart 2016 war ein kritischer und kommerzieller Erfolg: Über 10 Millionen verkaufte Exemplare (Stand 2022). Doom Eternal (2020) legte mit 4 Millionen Einheiten im ersten Monat nach und erhielt den DLC „The Ancient Gods“ in zwei Teilen. Diese Erweiterungen trieben die Handlung nach dem Ende des Hauptspiels voran, ein Modell, das nun mit der neuen Erweiterung für The Dark Ages fortgesetzt wird.
Doom: Eine Reihe im Wandel der Zeit
Der erste Doom erschien am 10. Dezember 1993 als Shareware. Innerhalb von zwei Jahren wurde die Episode auf 15–20 Millionen Computer geschätzt (offizielle Lizenzverkäufe: rund 2 Millionen). Der Nachfolger Doom 2 (1994) fügte den Super-Shotgun hinzu, der heute zum Markenzeichen gehört. Doom 64 (1997) war ein Konsolen-exklusiver Ableger mit düsterer Atmosphäre.
- Doom 3 (2004) wechselte zu Survival-Horror und langsamen Tempo, gemischte Kritiken, 3,5 Millionen verkauft
- Doom (2016) kehrte zum schnellen, aggressiven Gameplay zurück, entwickelte die „Glory-Kills“ und den Multiplayer-Modus
- Doom Eternal verfeinerte die Ressourcen-Ökonomie: Dämonen als wandelnde Munitions- und Gesundheitsdepots
Doom: The Dark Ages wurde erstmals auf der QuakeCon 2023 gezeigt. Es spielt vor den Ereignissen des Doom-Neustarts und führt eine mittelalterliche Ästhetik ein: Burgen, Kathedralen, Schwerter und Armbrüste statt Raumstationen. Der Doom-Slayer trägt eine Plattenrüstung, die an die Doom 64-Ära erinnert. Verkaufszahlen liegen noch nicht vor, aber die Vorbestellungen auf Steam übertrafen laut id-Software-Community-Manager die des Vorgängers im gleichen Zeitraum um 40 Prozent.
Marktlage: Erweiterungen als Standard, aber mit Risiken
Große Shooter-Erweiterungen sind heute die Regel: Call of Duty verkauft jährlich Season-Pässe, Destiny 2 lebt von Expansionen. Doom setzt dagegen auf eine einmalige, kostenpflichtige Erweiterung pro Titel, plus kostenlose Updates. Dieses Modell erinnert an Half-Life 2: Episode One/Two von 2006/2007, allerdings ohne wiederkehrende Roadmaps.
Der Markt für reine Singleplayer-Shooter ist eng. Serious Sam 4 (2020) verkaufte unter 500.000 Einheiten, Prodeus (2022) etwa 200.000. Doom hingegen hält eine treue Nische: Die Steam-Charts zeigen regelmäßig 10.000 bis 15.000 gleichzeitige Spieler für Doom Eternal, zwei Jahre nach Release. Die neue Erweiterung soll diese Basis halten und neue Spieler ansprechen, ein gängiger Schritt, um die Lebensdauer eines Titels zu verlängern, bevor die Arbeiten am nächsten Hauptteil beginnen.
Konkurrenz kommt von Wolfenstein: Youngblood (2019), einem Koop-Shooter mit GaaS-Elementen, der bei Fans durchfiel, 2,8 von 5 Sternen auf Metacritic. id Software vermeidet solche Experimente und setzt auf solide, linear erzählte Action. Das kostenlose Update könnte Fehler beheben, die seit Release im Forum gemeldet wurden, etwa Leistungsprobleme auf AMD-GPUs oder Abstürze in der ersten Höllen-Phase. Laut SteamDB wurden im letzten Monat 34 Patches eingereicht, 12 davon in der letzten Woche.