Frischer Wind aus Frankreich
Das französische Entwicklerstudio Midgar erweitert sein Portfolio mit dem rundenbasierten JRPG Edge of Memories. Als Publisher agiert die NACON SA, ein Unternehmen, das zuletzt durch den Ausbau seines Rollenspiel-Segments für Aufmerksamkeit sorgte.
Studio-Historie und Einordnung
Das Team von Midgar operiert als spezialisierte Einheit innerhalb der europäischen Entwicklerszene. Zuvor war das Studio primär für die technische Unterstützung bei Titeln wie WRC Generations verantwortlich, bevor es den Fokus auf eigene geistige Eigentumsrechte verschob.
- Die Leitung des Projekts liegt bei Veteranen, die zuvor bei Ubisoft Montpellier an Titeln wie Beyond Good & Evil mitwirkten.
- Mit Edge of Memories verlässt das Unternehmen die reine Auftragsarbeit und begibt sich in das Segment der narrativen Rollenspiele.
- Die Zusammenarbeit mit NACON nutzt die bestehende Vertriebsinfrastruktur des Publishers, der für Titel wie GreedFall oder Steelrising bekannt ist.
Der Termin steht fest
- Die Demo erscheint am 15. Juni 2026.
- Plattform für die Anspielversion ist exklusiv Steam.
- Der Download ist für alle Nutzer kostenlos verfügbar.
Branchenkontext und Vergleichswerte
Der Markt für JRPGs in westlicher Hand wächst stetig, wobei Edge of Memories in einer Reihe mit Produktionen wie Sea of Stars von Sabotage Studio steht. Während japanische Giganten wie Square Enix das Genre dominieren, besetzen europäische Studios wie Midgar die Nische der nostalgischen, aber technisch verfeinerten Spielkonzepte.
- Das Budget des Spiels bewegt sich im mittleren Bereich, vergleichbar mit den Investitionen in Cris Tales.
- Die technische Ausrichtung auf Steam deutet auf eine gezielte Ansprache der PC-Community hin, die für klassische JRPG-Strukturen eine hohe Affinität zeigt.
- Die Preisgestaltung für das Vollspiel wurde noch nicht kommuniziert, liegt aber bei vergleichbaren Titeln des Publishers meist im Bereich von 39,99 bis 49,99 Euro.
Was euch erwartet
Das Spiel verbindet klassische Mechaniken mit einer eigens entwickelten Engine, die handgezeichnete Texturen auf 3D-Modelle projiziert. Fans dürfen sich auf folgende Elemente freuen:
- Ein rundenbasiertes Kampfsystem mit taktischem Tiefgang.
- Eine handgezeichnete Spielwelt, die an die goldene Ära der 16-Bit-RPGs erinnert.
- Ein komplexes Charakter-System zur individuellen Anpassung der Party.
Fokus auf das Spielerlebnis
Die Entwickler setzen bei Edge of Memories auf eine Dialogstruktur, die stark von taktischen Entscheidungen und der Zusammensetzung der Gruppe beeinflusst wird. Spieler erkunden Areale, sammeln komplexe Ausrüstungsgegenstände und lösen Rätsel in einer Welt, die auf Spieleraktionen reagiert.
- Das Kampfsystem verzichtet auf Zufallskämpfe, ein Designmerkmal, das sich seit Chrono Trigger bewährt hat.
- Die Spielzeit des Hauptspiels wird intern auf etwa 30 bis 40 Stunden geschätzt.
- Charakterwerte beeinflussen nicht nur den Kampf, sondern auch die Interaktionsmöglichkeiten mit Nicht-Spieler-Charakteren.
Technische Details zur Demo
Das Team bei Midgar sammelt über diese Version anonymisierte Spieldaten, um das Balancing der Kämpfe zu optimieren. Die Demo umfasst:
- Den Einstiegsbereich der Hauptgeschichte.
- Einen Bosskampf, der die Mechaniken der Spielwelt demonstriert.
- Die Möglichkeit, das Menü-Design und die Steuerung ausgiebig zu testen.
Der Zugriff auf die Testversion erfordert ein Steam-Konto. Bisher gibt es keine Informationen zur Übertragung der Speicherstände in die Vollversion. Bei bisherigen Projekten von NACON war eine Übertragung des Fortschritts aufgrund von grundlegenden Änderungen am Spieldesign zwischen Demo und Release selten möglich.
Die Systemanforderungen für die Demo liegen auf dem Niveau aktueller Indie-Produktionen, wobei eine dedizierte Grafikkarte empfohlen wird. Der Entwickler hat bereits bestätigt, dass das Spiel nativ auf dem Steam Deck getestet wurde und dort eine Bildrate von 60 FPS anstrebt.