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Ex-Call-of-Duty-Entwickler kritisiert Publisher heftig
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Ex-Call-of-Duty-Entwickler kritisiert Publisher heftig

Ein ehemaliger Entwickler wirft der Führungsebene von Activision vor, sich mit Ports von Black Ops die Taschen zu füllen, während das Team leer ausgeht.

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Tommes Parzl
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Harte Kritik an Activision

Der ehemalige Treyarch-Entwickler Gavin Goslin hat scharfe Kritik an der Führungsriege von Activision geübt. Im Zentrum der Vorwürfe stehen die im Juli 2026 veröffentlichten Re-Release-Versionen von Call of Duty: Black Ops und Call of Duty: Black Ops 2 für moderne Konsolen. Goslin moniert, dass leitende Angestellte massiv an diesen Neuveröffentlichungen mitverdienen, während die ursprünglichen Entwickler komplett leer ausgehen. Diese Mitarbeiter hätten jahrelang mit enormem Aufwand an den Titeln gearbeitet, ohne von den späteren Einnahmen der Ports zu profitieren.

Technische Fakten der Neuveröffentlichungen

  • Die im Juli 2026 erschienenen Versionen sind reine Ports und keine Remasters.
  • Spieler können die Klassiker nun auf den Plattformen PS4 und PS5 erleben.
  • Für die digitale Umsetzung verlangt der Publisher einen Betrag von 39,99 US-Dollar oder 34,99 Pfund.
  • Offizielle Europreise wurden in den zugrundeliegenden Berichten nicht genannt.

Die Historie der Shooter-Klassiker

Das Studio Treyarch prägte das Genre der First-Person-Shooter über viele Jahre maßgeblich. Call of Duty: Black Ops erschien im Jahr 2010 und wurde schnell zu einem kommerziellen Megaerfolg für den Publisher. Nur zwei Jahre später folgte der direkte Nachfolger Call of Duty: Black Ops 2, der den Konflikt in eine futuristische Ära verlagerte. Beide Spiele gehören zu den wichtigsten Meilensteinen des gesamten Call-of-Duty-Franchises und genießen bis heute einen hohen Bekanntheitsgrad unter Fans der Reihe.

Das wirtschaftliche Gefälle in der Entwicklung

  • Ursprüngliche Entwickler erhalten für spätere Ports ihrer Spiele keinerlei finanzielle Beteiligung.
  • Der Gewinn aus Portierungen und Re-Releases fließt primär in die Kassen der Führungsetage und des Publishers.
  • Der Kontrast zwischen dem harten Arbeitsaufwand bei der Erstellung und den nachträglichen Einnahmen ohne Team-Beteiligung sorgt intern für Frust.
  • Die Diskussion um faire Entlohnung abseits des ursprünglichen Entwicklungsbudgets gewinnt in der Branche an Gewicht.

Der aktuelle Konzernkontext

Die Veröffentlichung der Black Ops-Ports fällt in eine Phase, in der Activision als Teil eines größeren Mutterkonzerns agiert. Seit der Übernahme durch Microsoft steht das Unternehmen unter ständiger Beobachtung, was die Verwertung von älteren Marken angeht. Publisher greifen vermehrt auf ihren bewährten Katalog zurück, um ältere Spiele ohne großen Neuentwicklungsaufwand auf moderne Plattformen zu bringen. Für den Konzern bedeuten solche Ports verhältnismäßig günstige Einnahmequellen mit hohem Gewinnpotenzial.

Einordnung der Port-Strategie

  • Der Begriff Remaster trifft laut vorliegenden Berichten technisch nicht auf die Neuveröffentlichungen zu.
  • Es handelt sich um funktionale Umsetzungen für die Konsolengeneration der PS4 und PS5.
  • Spieler erhalten Zugriff auf Klassiker der Xbox-360- und PS3-Ära auf aktueller Hardware.
  • Die Preisgestaltung von rund 40 Dollar für bloße Ports sorgt in der Community regelmäßig für Diskussionen.

Blick auf die aktuellen Reaktionen

Die Aussagen von Gavin Goslin werfen ein Schlaglicht auf die internen Verwertungsstrukturen großer Publisher wie Activision. Während Spieler die Verfügbarkeit von Call of Duty: Black Ops auf der PS5 begrüßen, bleibt die finanzielle Entlastung oder Vergütung der damaligen Entwickler ein blinder Fleck. Die Debatte zeigt den tiefen Graben zwischen kreativer Leistung und wirtschaftlicher Verwertung im modernen Videospielmarkt.

Quelle: Eurogamer.de Latest Articles Feed

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