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„Exodus“ im Überblick: Die wichtigsten Fakten zum Sci-Fi-Rollenspiel von Archetype
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„Exodus“ im Überblick: Die wichtigsten Fakten zum Sci-Fi-Rollenspiel von Archetype

„Exodus“ ist das Debüt von Archetype Entertainment. Wir fassen zusammen, was Fans des Genres wissen müssen und wie sich das Spiel einordnet.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Ein neues Kapitel im Sci-Fi-Genre

Mit Exodus hat Archetype Entertainment ein Rollenspiel vorgelegt, das seit seiner Ankündigung die Gemüter bewegt. Das Studio, gegründet von Veteranen der klassischen BioWare-Ära, veröffentlichte das Spiel nach längerer Entwicklungszeit. Es richtet sich an alle, die tiefe Weltenerkundung, moralische Entscheidungen und eine erwachsene Science-Fiction-Geschichte schätzen. Schon die ersten Trailer zeigten dichte Atmosphäre und eine düstere Zukunftsvision.

Was ist Exodus?

  • Exodus spielt in einem fernen Sternensystem, in dem die Menschheit ums Überleben kämpft
  • Der Spieler schlüpft in die Rolle eines sogenannten Travelers, der zwischen Sternen reist
  • Zeitdilatation ist ein zentrales Thema: Durch nahezu lichtschnelle Reisen vergeht für den Helden weniger Zeit als für die Daheimgebliebenen
  • Das Spiel verbindet Echtzeit-Kämpfe mit taktischen Pausen und einer weit verzweigten Dialogstruktur
  • Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte, in denen die Entscheidungen des Spielers Folgen für ganze Generationen haben

Die Entwickler beschreiben das Werk als eine Mischung aus epischer Familien-Saga und klassischem Rollenspiel. Spieler müssen eigene Reisen antreten, aber auch die Zukunft ihrer Nachfahren im Blick behalten. Das Konzept erinnert an Werke der modernen Weltraum-Literatur.

Die fünf wichtigsten Aspekte im Detail

  • Die Reise nach Centauri: Das System ist das Ziel der ersten großen Kolonisationswelle der Menschheit. Doch dort warten nicht nur neue Welten, sondern auch eine außerirdische Präsenz.
  • Der Einfluss von Entscheidungen: Keine Wahl ist folgenlos. Bereits getroffene Entscheidungen beeinflussen die verfügbaren Missionen und den Zustand ganzer Planeten.
  • Begleiter mit Eigenleben: Wie in den großen Rollenspielen der 2000er Jahre gibt es eine Gruppe von Charakteren mit eigenen Motivationen und Konflikten.
  • Keine lineare Erzählung: Die Hauptstory lässt sich in unterschiedlicher Reihenfolge angehen. Manche Geheimnisse sind erst nach mehreren Durchgängen sichtbar.
  • Technische Grundlage: Das Spiel nutzt moderne Engine-Technik und bietet große, prozedural angereicherte Planetenoberflächen zum Erkunden.

Das Studio: Archetype Entertainment

Archetype wurde 2018 von James Ohlen und anderen ehemaligen Rollenspiel-Entwicklern gegründet. Ohlen war zuvor unter anderem für Star Wars: Knights of the Old Republic verantwortlich. Sein Ziel war ein Studio, das narrative Spiele im Stil der klassischen BioWare-Produktionen erschafft. Nach der Gründung übernahm der Publisher Wizards of the Coast das Studio, blieb ihm aber kreative Freiheiten. Exodus ist das erste eigene Projekt des Teams und soll die langjährige Erfahrung der Macher bündeln.

Einfluss von Peter F. Hamilton

Für die Welt von Exodus arbeitete das Studio mit dem britischen Science-Fiction-Autor Peter F. Hamilton zusammen. Hamilton ist bekannt für komplexe Universen und die Darstellung von Zeitdilatation, wie in seiner Commonwealth-Saga. Seine Ideen flossen direkt in die Grundlagen der Spielwelt ein. So entstand ein Setting, das nicht nur als Kulisse dient, sondern die Spielmechanik selbst prägt. Die Reisen zwischen den Sternen haben Auswirkungen auf die alternde Bevölkerung und die persönlichen Beziehungen der Figuren.

Einordnung in die Rollenspiel-Landschaft

Vergleiche mit Mass Effect und The Witcher sind naheliegend, aber Exodus setzt eigene Schwerpunkte. Der Fokus auf Generationen und die Konsequenzen von Zeitreisen ist im Medium bislang selten. Strukturell ähnelt das Spiel eher klassischen Computer-Rollenspielen mit Partysystem als actionlastigen Shootern. Gleichzeitig vermeidet es die Falle, bloße Nostalgie zu bedienen, indem es moderne Präsentation und komplexe Dialoge anbietet. Für Fans anspruchsvoller Science-Fiction ist es damit eine der interessantesten Veröffentlichungen der letzten Jahre.

Was bleibt am Ende?

Exodus fordert Geduld und die Bereitschaft, sich auf lange Dialogsequenzen einzulassen. Wer das tut, wird mit einer Geschichte belohnt, die über die typischen Gut-Böse-Schemata hinausgeht. Die Welt von Centauri wirkt durchdacht und eigene Handlungen bekommen ein ungewöhnliches Gewicht, wenn man spürt, wie die Zeit an den eigenen Entscheidungen nagt. Auch wenn nicht jeder Spieler die langsamen Passagen mögen wird, ist die inhaltliche Tiefe bemerkenswert. Für Freunde erzählerischer Rollenspiele ist Exodus eine Empfehlung.

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