Mech-Fenster: Bitte nicht einschlagen
Eine der ersten Überraschungen aus dem Kotaku-Bericht: In Splatoon Raiders gibt es ein Mech-Fenster, das man nicht zerstören darf. Der Grund? Die Klimaanlage läuft.
- Das Fenster ist offenbar Teil eines Level-Designs, bei dem man vorsichtig navigieren muss.
- Wer das Fenster einschlägt, bekommt wohl Ärger, vielleicht mit der Spielphysik oder einer Konsequenz.
Das Team hinter Splatoon Raiders ist Nintendos EPD Group 2 unter Produzent Hisashi Nogami. Nogami leitete zuvor die Entwicklung von Splatoon 3 (2022, 10,67 Millionen verkaufte Einheiten bis Dezember 2022) und war an Animal Crossing: New Horizons beteiligt. Die Gruppe hat Erfahrung mit physikbasierten Umgebungen: In Splatoon 3 wurde die Tintenphysik erheblich überarbeitet, um präzisere Bewegungen auf Wänden zu ermöglichen. Ein Mech-Fenster, das nicht zerbrechen darf, könnte ein ähnlich feinmaschiges Leveldesign erzwingen.
Nintendo reichte 2023 ein Patent für interaktive Fenster in Spielen ein, das unter anderem Temperatur- und Druckänderungen simuliert. Ob dieses Patent in Splatoon Raiders steckt, ist unbestätigt. Der Kotaku-Bericht erwähnt jedoch eine „Klimaanlagen-Zwangssituation“, die auf ein solches System hindeutet. Konkurrierende Spiele wie Portal (Valve, 2007) oder The Turing Test (Bulkhead, 2016) nutzen bereits Fenster als Rätselwerkzeug, aber selten mit thermischen Konsequenzen.
Big Man ist dabei, mit Wasser
Der beliebte Fisch-Schiedsrichter aus Splatoon 3 hat einen Auftritt in diesem Spin-Off. Er hat Wasser dabei und hört seine Lieblingsmusik.
- Ob er als NPC, Begleiter oder Gegner auftritt, ist noch nicht klar.
- Sein Wasservorrat und die Musik könnten Hinweise auf eine Rätsel- oder Stealth-Mechanik sein.
Big Man wurde erstmals in Splatoon 3 als Teil der Band „Deep Cut“ eingeführt und schnell zum Fanliebling. Einem Nintendo-Interview mit Nogami zufolge war die Figur ursprünglich als statischer Bildschirm-Charakter geplant, wurde aber aufgrund von Spielerfeedback in die Multiplayer-Kämpfe integriert. Sein Auftritt in einem Single-Player-Ableger ist bemerkenswert, er war bisher nur in Mehrspieler-Kontexten zu sehen. Wasser als Element könnte eine neue Farbe im Tintenkampf sein: Im Original sind nur Tintenfarben spielbar, Wasser würde einzigartige Mechaniken erlauben (z.B. Tinte wegspülen). Splatoon 2 hatte bereits einen DLC, „Octo Expansion“, der Rätsel mit Wasserstrahlen einführte, aber nie als zentrales Feature.
Single-Player mit Tempo
Anders als das Multiplayer-Original ist Splatoon Raiders ein reines Einzelspieler-Erlebnis. Der Fokus liegt auf Erkundung und kniffligen Situationen.
- Die Missionen scheinen kleiner, aber dichter gestaltet zu sein.
- Kein Turf War, sondern gezielte Ziele, vielleicht mit einem Mech als mobilem Außenposten.
Nintendo verfolgt mit Spin-offs wie Splatoon Raiders eine Strategie, die bereits bei anderen Franchises funktioniert hat: Luigi’s Mansion 3 (2019, 9,7 Millionen Verkäufe) und Captain Toad: Treasure Tracker (2018, 1,2 Millionen) bewiesen, dass Nintendo aus Multiplayer-Marken eigenständige Einzelspieler-Erlebnisse schneidern kann. Splatoon 3 verkaufte sich besser als seine Vorgänger, aber die Mehrspieler-Arena bleibt das Kernpublikum. Ein reiner Single-Player-Ableger könnte neue Käufer anziehen, die den kompetitiven Modus scheuen. Die Missionen erinnern an Metroid Dread (2021, 2,9 Millionen) mit ihrer dichten Levelstruktur, aber ohne die offene Welt.
Klimaanlagen-Logik
Der Hinweis auf die Klimaanlage deutet auf eine Umgebungsmechanik hin. Vielleicht muss man Kälte- oder Hitzefelder managen.
- Oder es ist einfach ein humorvoller Gag: Das Fenster offen lassen? Besser nicht.
- Kotaku beschreibt die Atmosphäre als „entspannt chaotisch“, typisch für Nintendo.
Die Idee, Temperatur als Gameplay-Element zu nutzen, ist in der Branche selten, aber nicht unbekannt. Breath of the Wild (2017, 29 Millionen) führte Hitze- und Kältezonen ein, die Kleidung oder Essen erforderten. Splatoon Raiders könnte das auf kleine Räume herunterbrechen: Ein Raum mit Klimaanlage, die man intakt halten muss, um einen Gegner einzufrieren oder eine Tintenpfütze zu trocknen. Der Entwickler Nogami hat in Interviews betont, dass Nintendo gerne „alltägliche Dinge absurd“ überhöht, wie eine Klimaanlage, die plötzlich zur Spielfalle wird. Das passt zum Ton der Splatoon-Reihe, die schon in Splatoon 2 mit einem fahrenden Sushi-Laden als Level spielte.
Musik hören, Tinte spritzen
Big Man hört Musik, das könnte bedeuten, dass der Soundtrack eine größere Rolle spielt. Vielleicht kann man eigene Musik einschalten oder es gibt taktische Hinweise über Melodien.
- Ein weiteres Detail: Die Kombination aus Wasser und Musik erinnert an rhythmische Elemente.
- Wir sind gespannt, wie Nintendo diese spielerischen Ideen verwebt.
Musik als Spielmechanik hat Nintendo mit The Legend of Zelda: The Wind Waker (2002) und Donkey Kong Country: Tropical Freeze (2014) erprobt. In Splatoon 3 sind Lieder von Deep Cut teilweise interaktiv, sie signalisieren Spielphasen oder Siege. Im Spin-Off könnte Big Mans Musik Hinweise auf versteckte Pfade geben oder die Tinte temporär verstärken. Ein rhythmischer Modus wäre denkbar: Ähnlich wie Crypt of the NecroDancer (2015) oder Hi-Fi Rush (2023) kombiniert Nintendo möglicherweise Tintenkämpfe mit Taktgefühl. Der Komponist der Splatoon-Reihe, Toru Minegishi, arbeitete bereits an rhythmischen Soundtracks für The Legend of Zelda: Ocarina of Time und Mario Kart 8 und könnte hier neue Wege gehen.