Ein alter Bekannter im Schlafzimmer
Hollywood plant die Rückkehr von Freddy Krueger in das A Nightmare on Elm Street-Franchise. New Line Cinema, das Haus, das ursprünglich durch das Original von 1984 groß wurde, hält weiterhin die Rechte an der Marke.
Warum das Franchise erneut starten?
Das Studio reagiert auf die kommerzielle Stagnation der Marke nach dem erfolglosen Reboot von 2010. Dieses Projekt spielte weltweit etwa 115 Millionen Dollar ein, stieß jedoch bei Kritikern und Fans auf massive Ablehnung.
- Die Figur des Freddy Krueger war in der Version von 2010 nicht mehr mit Robert Englund besetzt, was den Kern der Fangemeinde entfremdete.
- Ein neues Team muss entscheiden, ob es die Lore von Wes Craven ignoriert oder einen direkten Anschluss sucht.
- Der Markt für Slasher-Filme hat sich seit dem Erfolg von Halloween (2018) in Richtung sogenannter "Legacy-Sequels" verschoben.
Der Blick zurück auf das Genre
Die Historie der Reihe umfasst neun Filme, darunter das Crossover Freddy vs. Jason aus dem Jahr 2003. Dieses Projekt bleibt bis heute der kommerziell erfolgreichste Teil der Serie mit einem Einspielergebnis von über 116 Millionen Dollar.
- Wes Craven schrieb und führte Regie bei dem Original, das mit einem Budget von gerade einmal 1,1 Millionen Dollar startete.
- Die Serie half New Line Cinema in den achtziger Jahren aus der finanziellen Krise, weshalb sie firmenintern als "Das Haus, das Freddy baute" bezeichnet wurde.
- Aktuelle Trends im Horror-Genre setzen vermehrt auf psychologische Ansätze, während Freddy Krueger stark von übernatürlichem Slapstick geprägt ist.
Branchenkontext und Studio-Historie
New Line Cinema gehört mittlerweile zu Warner Bros. Discovery und nutzt bekannte IPs, um Streaming-Inhalte für Max zu generieren. Die Strategie ähnelt hierbei den Bemühungen von Blumhouse Productions bei der Halloween-Reihe oder The Exorcist: Believer.
- Blumhouse hat mit dem Halloween-Reboot gezeigt, dass die Rückkehr alter Besetzungsmitglieder wie Jamie Lee Curtis das Interesse steigert.
- Im Gegensatz dazu steht der Misserfolg von The Exorcist: Believer, der trotz hoher Erwartungen bei Kritikern durchfiel und nur 136 Millionen Dollar bei einem hohen Marketing-Budget einspielte.
- Die Herausforderung besteht darin, das Franchise ohne die physische Präsenz von Robert Englund zu etablieren, da dieser sein Alter als Hindernis für die Rolle angibt.
Was bedeutet das für das Franchise?
Die Produktion steht unter Beobachtung, da die Marke seit über einem Jahrzehnt ruht. Ein Scheitern könnte dazu führen, dass New Line Cinema die Lizenzrechte für längere Zeit in den Tresor legt.
- Die Entwicklung hängt davon ab, ob ein Regisseur gefunden wird, der die Balance zwischen Nostalgie und moderner Ästhetik findet.
- Frühere Versuche, Horrorklassiker wie Friday the 13th oder Child’s Play neu zu starten, zeigten eine starke Abhängigkeit vom kulturellen Gedächtnis der Zuschauer.
- Die Rechte an A Nightmare on Elm Street unterlagen in der Vergangenheit langwierigen juristischen Auseinandersetzungen zwischen den Erben von Wes Craven und dem Studio.
Nach der Einigung über die Rechte im Jahr 2019 liegt die vollständige Kontrolle nun bei Warner Bros. Discovery. Die finanziellen Rahmenbedingungen für einen neuen Film hängen primär von der Bereitschaft ab, ein höheres Budget für praktische Effekte zu investieren.