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Gavin Newsom im Zeitreise-Modus: Steuer-Debatte wirkt wie aus dem Jahr 2004
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Gavin Newsom im Zeitreise-Modus: Steuer-Debatte wirkt wie aus dem Jahr 2004

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sorgt mit Aussagen über den Softwarekauf bei Best Buy für fragende Gesichter in der Gaming-Community.

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Dennis Adam
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Ein digitaler Ausflug in die Vergangenheit

Gavin Newsom, der Gouverneur von Kalifornien, hat in einer aktuellen Debatte über Steuereinnahmen für Stirnrunzeln gesorgt. Er sprach öffentlich über den Kauf von “vorbeschriebener Software” bei Best Buy und klang dabei wie ein Nutzer aus dem Jahr 2004.

Die moderne Gaming-Welt hat sich längst von physischen Datenträgern in den Regalen lokaler Elektronikmärkte entfernt. Heute dominieren Steam, PlayStation Store und Xbox Game Pass den Softwaremarkt.

Die Kernpunkte der Verwirrung

Die Kommentare des Gouverneurs lassen auf eine veraltete Sichtweise auf den digitalen Vertrieb schließen:

  • Newsom erwähnte explizit die Zahlung von Umsatzsteuern für Software, die er physisch im Laden erwirbt.
  • Er scheint zu ignorieren, dass der Großteil der aktuellen Software über digitale Downloads und Abonnementmodelle vertrieben wird.
  • Die Erwähnung von Best Buy als primäre Quelle für Software wirkt in Zeiten von Cloud-Gaming und Digital-Only-Konsolen wie ein Relikt.

Was bedeutet das für Gamer?

Die Äußerungen werfen Fragen zur steuerlichen Einordnung digitaler Güter im US-Bundesstaat Kalifornien auf. Es bleibt unklar, ob Newsom den Unterschied zwischen einem physischen Kauf und einem digitalen Lizenzvertrag bei Steam oder Epic Games Store überhaupt noch auf dem Schirm hat.

  • Viele Nutzer kaufen heute keine Datenträger mehr, sondern erwerben lediglich Nutzungsrechte.
  • Die Besteuerung von digitalen Käufen ist in vielen Regionen komplexer als der einfache Gang in einen Laden.
  • Politiker diskutieren oft über alte Geschäftsmodelle, während die Industrie bei Cyberpunk 2077 oder Baldur’s Gate 3 längst auf rein digitale Vertriebswege setzt.

Ein Blick auf die Realität

Aktuelle Videospiele werden selten als “vorbeschriebene Software” auf Discs verkauft, die man im Geschäft aus dem Regal greift. Selbst physische Versionen von Titeln enthalten oft nur noch einen Code für den digitalen Download.

Newsoms Sprachgebrauch erinnert an eine Ära, in der man für Half-Life 2 noch eine CD-ROM in das Laufwerk schob. Aktuell sind die meisten digitalen Käufe direkt über die Plattformanbieter steuerlich erfasst, ohne dass ein stationärer Händler wie Best Buy involviert ist.

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