Hintergründe zu HoYoverse und Genshin Impact 7.0
Die Entwickler hinter Genshin Impact sind das in Shanghai ansässige Unternehmen HoYoverse (früher miHoYo). Gegründet im Jahr 2012 von drei Studenten der Shanghai Jiao Tong University, positionierte sich das Studio zunächst als Nischenanbieter für Anime-affine Zielgruppen.
Mit Guns Girl Z und der Honkai-Serie legte das Team die technische Basis für ihre heutige Architektur. Während der Vorgänger Honkai Impact 3rd bereits ein hohes Produktionsniveau bot, skalierten sie mit Genshin Impact ihre Ambitionen auf ein weltweites Open-World-Format.
Die Entwicklung der Franchise-Struktur
Seit dem Release im September 2020 veröffentlicht HoYoverse alle sechs Wochen ein Inhaltsupdate. Genshin Impact folgt einem festen Zyklus, bei dem jährlich eine neue Region mit einer neuen Spielmechanik und einem neuen Element eingeführt wird.
- Mondstadt und Liyue bildeten zum Start das Fundament.
- Inazuma (Update 2.0) brachte die Implementierung von Elektro-Mechaniken.
- Sumeru (Update 3.0) erweiterte die Welt durch das Dendro-Element.
- Fontaine (Update 4.0) fokussierte auf Unterwasser-Erkundung.
- Natlan (Update 5.0) konzentrierte sich auf vertikale Fortbewegung.
Die Zahl 7.0 markiert nun den Eintritt in Snezhnaya, das Reich der Zarin, welches in der Lore seit Release als Antagonisten-Zentrum etabliert wurde. Die Kontinuität der Geschichte wird über Jahre hinweg durch die Fatui-Harbingers gewahrt, die bereits in der Einführungsphase des Spiels auftraten.
Branchenkontext und Marktpositionierung
Genshin Impact löste bei seinem Erscheinen eine Debatte über das Gacha-Modell auf Konsolen aus. Laut Berichten von Sensor Tower generierte der Titel in den ersten drei Jahren über 4 Milliarden US-Dollar Umsatz allein auf mobilen Plattformen.
Vergleichbare Wettbewerber im Bereich der "Live-Service-RPGs" sind Tower of Fantasy von Hotta Studio oder Wuthering Waves von Kuro Games. Diese Titel setzen ebenfalls auf das Gacha-Prinzip, versuchen jedoch durch abweichende Kampfsysteme oder ein düstereres Setting Marktanteile zu gewinnen. HoYoverse reagierte darauf mit der Veröffentlichung von Honkai: Star Rail, das als rundenbasiertes Strategiespiel eine andere Nische bedient.
Die Rolle der Livestream-Codes
Die Verteilung von Codes via Livestream ist ein kalkuliertes Marketinginstrument zur Steigerung der Zuschauerzahlen auf Plattformen wie Twitch und YouTube. Diese Codes enthalten standardmäßig 300 Primogems, was einem Gegenwert von etwa 1,87 Euro entspricht.
- Ein Intertwined Fate (Ziehungsobjekt) kostet 160 Primogems.
- Die Codes decken damit knapp zwei Chancen auf eine Charakter-Ziehung ab.
- Die Limitierung der Codes auf 24 Stunden erzeugt einen künstlichen Druck auf die Nutzerbasis.
Das System dient der Bindung der Spieler an das HoYoLAB-Portal. Dort bündeln die Entwickler alle Aktivitäten von der Community-Interaktion bis hin zum technischen Support.
Technische Umsetzung der Einlösung
Die Einlösung erfolgt über die API von HoYoverse, die direkt mit dem Datenbank-Server des Spielers verknüpft ist. Bei der Eingabe über die Webseite gleicht das System die User-ID (UID) mit der gewählten Region ab.
- Die Latenz zwischen Einlösung und Erhalt der E-Mail kann je nach Serverlast variieren.
- Spieler auf der PlayStation 5 nutzen zur Einlösung das interne Menü, da das PSN-Konto als Login-Brücke fungiert.
- Ein Fehler bei der Server-Wahl führt dazu, dass die Belohnungen auf einem Account landen, der auf dem falschen Kontinent registriert ist.
Die tägliche Nutzerzahl von Genshin Impact liegt laut Schätzungen von ActivePlayer.io im Bereich von 60 Millionen monatlich aktiven Spielern. Mit dem Übergang zu Snezhnaya in Version 7.0 erreicht das Spiel den vorletzten großen storytechnischen Meilenstein vor dem Finale in Khaenri'ah.