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Gesichtsscan-Pflicht für Pokémon-Kartenläden: Japans Krieg gegen Scalper
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Gesichtsscan-Pflicht für Pokémon-Kartenläden: Japans Krieg gegen Scalper

Die Pokémon Company führt in Japan eine Gesichtserkennung für den Zutritt zu Pokémon-Kartenläden ein, ein harter Schritt gegen Scalper, die das Hobby seit Jahren ruinieren.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Jetzt wird’s persönlich: Gesichtsscan statt Kartenjagd

Wer in Japan Pokémon-Karten kaufen will, muss bald sein Gesicht scannen lassen. Die Pokémon Company hat ein Gesichtserkennungssystem angekündigt, das den Zutritt zu offiziellen Pokémon Card Stores regelt. Es ist der bislang massivste Schlag gegen die Scalper-Plage, die das Sammler-Hobby seit Jahren belastet.

Erwachsene und Kinder ab einem bestimmten Alter müssen sich vor dem Betreten des Ladens identifizieren. Das System prüft, ob dieselbe Person bereits an diesem Tag im Laden war, und verweigert dann den Eintritt.

Wie der Scanner arbeitet

  • Jeder Besucher darf nur einmal pro Tag in einen Pokémon-Kartenladen.
  • Versucht jemand, ein zweites Ticket zu ziehen, erscheint eine Warnung auf dem Bildschirm.
  • Der Zutritt wird dann sofort verweigert, auf Basis der System-Entscheidung.
  • Vorschulkinder sind von der Pflicht befreit, brauchen aber eine erwachsene Begleitperson.

Die neuen Regeln gelten ab sofort für alle japanischen Pokémon-Kartenläden. Eine weltweite Ausweitung ist bisher nicht bestätigt.

Warum dieser drastische Schritt?

Scalper haben das Trading Card Game in den letzten Jahren nahezu unspielbar gemacht. Neue Ware ist oft Sekunden nach Ladenöffnung vergriffen, weil Horter mit Stapeln von Booster-Packs rausrennen.

Der sekundäre Kartenmarkt blüht, aber für normale Sammler bleibt kaum noch etwas übrig. Die Konsequenzen sind erschreckend:

  • In den USA und Europa kam es zu bewaffneten Raubüberfällen auf Pokémon-Läden.
  • Im Januar erbeuteten Diebe mit Waffen und Hämmern über 100.000 Dollar aus einem neu eröffneten Store in Japan.
  • Die Van Gogh Museum-Aktion in Amsterdam endete im Chaos, als Scalper alle Pikachu with Grey Felt Hat-Karten wegschnappten.

Ein System mit Tücken

Gesichtserkennung im Einzelhandel klingt nach Überwachungsstaat. Die Pokémon Company betont auf ihrer Website, dass es nur um den sicheren Einkauf geht. Ob die gesammelten Daten nach dem Besuch gelöscht werden, ist nicht bekannt.

Fakt ist: Die Maßnahme trifft Scalper dort, wo es weh tut, am schnellen Mehrfachzugriff. Ob sie das Problem langfristig löst, bleibt abzuwarten. In Japan probiert man es jetzt mit roher Technik gegen die schlimmste Plage des Hobbys.

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