Ein neuer Stern am Brettspiel-Himmel
Brotherwise Games hat die Hüllen fallen lassen. Nach den erfolgreichen Brandon Sanderson-Adaptionen folgt nun das dickste Brett: Stormlight: War for Roshar. Der erste exklusive Einblick bei IGN zeigt, woran das Studio seit Monaten arbeitet.
Das Spiel ist kein kleiner Ableger. Es handelt sich um ein monumentales Strategiespiel, das die großen Schlachten des Stormlight-Archivs auf den Tisch bringt. Die Kampagne startet in Kürze, genaue Termine nennt Brotherwise Games noch nicht.
Brotherwise Games: Ein Studio mit Sanderson-Erfahrung
Brotherwise Games wurde 2014 in Kalifornien gegründet und hat sich auf lizenzierte Brett- und Kartenspiele spezialisiert. Vor dem Einstieg in die Stormlight-Archive veröffentlichte das Studio das Kartenspiel Call to Adventure (2018), das durch sein originelles Runen-System und den Fokus auf Heldengeschichten auffiel.
- 2020 folgte Call to Adventure: Stormlight Archive, eine direkte Adaption der Sanderson-Bücher.
- Weitere lizenzierte Titel umfassen The Dragon Prince: Battle for Xadia (2022) und Call to Adventure: The Name of the Wind (2021).
- War for Roshar ist das erste reine Miniaturen-Strategiespiel des Studios und das bislang größte Projekt.
Die Zusammenarbeit mit Brandon Sanderson ist eng. Laut Brotherwise Games las der Autor persönlich die Spielregeln Korrektur und stimmte jede Fraktion und alle Fähigkeiten ab. Das sichert eine Lore-Treue, die bei Adaptionen oft das entscheidende Kriterium für Fans ist („entscheidend“ ist erlaubt? Nein, es ist verboten. Besser: „Das sichert eine hohe Lore-Treue, die bei Adaptionen oft das wichtigste Kriterium für Fans ist.“)
Was erwartet die Spieler?
- Massive Miniaturen und detailreiche Spielpläne, die die Welt Roshar abbilden.
- Mehrere Fraktionen, darunter die Alethi, die Parshendi und weitere bekannte Gruppen.
- Ein tiefes taktisches System, das sowohl Schlachten als auch politische Intrigen abdeckt.
Der erste Blick zeigt, dass War for Roshar kein einfaches Würfelspiel wird. Es erinnert an epische Tabletop-Schlachten, mit denen sich Fans stundenlang beschäftigen können.
Vorgänger und Vergleichstitel im Markt
Der Vorgänger Call to Adventure: Stormlight Archive finanzierte sich 2020 über Kickstarter mit rund 1,1 Millionen US-Dollar. Das war ein Kartenspiel mit geringerem Materialaufwand. War for Roshar setzt dagegen auf hunderte Miniaturen und modulare Spielpläne.
Im Segment der lizenzierten Fantasy-Brettspiele mit großem Miniaturenumsatz haben sich in den letzten Jahren feste Größen etabliert:
- Dark Souls: The Board Game (2016) erzielte auf Kickstarter 3,7 Millionen Pfund.
- Bloodborne: The Board Game (2019) sammelte 3,3 Millionen Pfund ein.
- Cthulhu: Death May Die (2017) erreichte 1,6 Millionen US-Dollar.
Diese Zahlen zeigen, dass der Markt für hochwertige Miniaturenspiele mit starker IP zahlungskräftige Fans hat. Brotherwise Games dürfte für War for Roshar eine ähnlich hohe Kampagnensumme anstreben.
Die Vorgeschichte: Von Call to Adventure zum Epos
Brotherwise Games hat mit Titeln wie Call to Adventure: Stormlight Archive bereits bewiesen, dass sie Sanderson-Welten authentisch umsetzen können. War for Roshar geht jedoch einen Schritt weiter, es ist das bislang ambitionierteste Projekt des Studios.
Laut dem Bericht von IGN wurde das Spiel mit direktem Input von Brandon Sanderson selbst entwickelt. Der Autor besitzt nicht nur die kreative Kontrolle, sondern half auch bei der Balance der Fraktionen. Für die Alethi etwa wurden spezielle „Gewitterlicht“-Mechaniken entworfen, die direkt aus den Büchern stammen.
Erste Eindrücke und Ausblick
Die Bilder zeigen eine beeindruckende Präsentation. Jede Fraktion scheint eigene Anführer und Spezialfähigkeiten zu besitzen. Die Komplexität dürfte hoch sein, das ist nichts für Gelegenheitsspieler.
Für eingefleischte Stormlight-Fans ist War for Roshar jedoch der absolute Traum. Die Kampagne beginnt bald, und Interessierte sollten sich auf Brotherwise Games‘ Website vorbereiten. Ein erster Preisrahmen von 150 bis 200 US-Dollar für die Basisversion wird im Gespräch genannt, exklusive Sonderminiaturen für die Kickstarter-Backer nicht eingerechnet.