Die Rezensionen sind da, und leider vernichtend
Die ersten Stimmen zum Halo Remake sind eingetroffen. Statt Jubel über die Rückkehr des Chief dominiert Frust. Fans und Tester beklagen drei Hauptprobleme, die das Spiel 2026 plagen.
Die drei Reiter der Spiele-Apokalypse 2026
- Bugs: Von Abstürzen bis zu fehlerhaften Texturen, das Remake stolpert über technische Mängel.
- Punktloser Zwangslogin: Ein Konto soll Pflicht sein, selbst für den lokalen Koop-Modus. Das nervt gewaltig.
- Lahme Server: Der Multiplayer läuft holprig oder gar nicht. Lags und Verbindungsabbrüche sind Standard.
Das Studio und seine Vorgeschichte
Entwickelt wird das Halo Remake von 343 Industries, seit 2023 unter dem Namen Halo Studios. Das Team aus Redmond, Washington, übernahm 2007 das Franchise von Bungie. Ihre Bilanz ist durchwachsen. Halo 4 (2012) erntete Lob für die Story, aber Kritik an den Multiplayer-Karten. Halo 5: Guardians (2015) verkaufte sich rund 5 Millionen Mal, wurde jedoch für die fragmentierte Kampagne und das Fehlen von Split-Screen gescholten. Halo Infinite (2021) startete mit fehlenden Koop-Modi und Forge-Modus, beides kam erst Monate später per Patch. Das Remake sollte nun endlich einen sauberen Launch liefern. Stattdessen wiederholen sich alte Fehler.
Die Wahl fiel auf eine Neuauflage von Halo: Combat Evolved (2001), dem Spiel, das die Serie berühmt machte. Es war Bungies erster Xbox-Titel und verkaufte sich über 5 Millionen Exemplare. Ein erstes Remake erschien 2011 als Halo: Combat Evolved Anniversary für Xbox 360, entwickelt von Saber Interactive. Es lief stabil, bot aber nur minimale Gameplay-Anpassungen. Das aktuelle Remake sollte hingegen eine grafische Komplettüberholung plus überarbeitete Mechaniken bringen. Laut unbestätigten Berichten war die Entwicklung auf nur zwei Jahre verkürzt worden, zu knapp für ein Projekt dieser Größe.
Vergleichbare Launch-Disaster der Branche
Der Zustand des Halo Remake reiht sich ein in eine traurige Tradition. Cyberpunk 2077 (2020) von CD Projekt Red war auf PS4 und Xbox One unspielbar, wurde nach 1,5 Jahren gefixt. Battlefield 2042 (2021) von DICE litt unter fehlenden Features, leeren Karten und Server-Problemen, die Spielerzahl auf Steam fiel innerhalb von drei Monaten von 100.000 auf unter 10.000 gleichzeitige Nutzer. Halo Infinite selbst verlor 98 % seiner Steam-Spieler zwischen Dezember 2021 und Juni 2022. Der Zwangslogin ist ein wiederkehrendes Ärgernis: Ubisoft verlangt für The Division und Rainbow Six Extraction selbst im Solo-Modus eine Internetverbindung; Blizzard zwang Spieler von Diablo III (2012) in den Online-Modus, was zu massiven Serverausfällen führte. Bei einem Remake eines Kult-Klassikers wirkt diese Praxis besonders absurd.
Ein Déjà-vu für alte Hasen
Das erinnert fatal an andere Launch-Disaster der letzten Jahre. Ein Halo Remake hätte der Glanzpunkt sein sollen. Stattdessen steht es für eine Industrie, die Spiele unfertig auf den Markt wirft und die Spieler mit Loginhürden quält.
Fazit: Master Chief braucht einen zweiten Anlauf
Die Stimmung ist gemischt. Viele hoffen auf schnelle Patches. Bis dahin gilt: Hold up, Chief, besser abwarten.