Ein neues Kapitel in der Hölle
Polygon hat exklusiv einen Blick auf das nächste große Hellboy-Comic-Event geworfen: Hellboy in Hell: Nothing But Blood. Es ist der direkte Nachfolger der bekannten Hellboy-in-Hell-Reihe und setzt Hellboys Abenteuer in der Unterwelt fort. Mike Mignola selbst ist als Autor und Zeichner an Bord. Der Titel verspricht ein blutiges Wiedersehen mit alten und neuen Dämonen.
Bisher gibt es kein genaues Erscheinungsdatum. Die Ankündigung erfolgte über einen Polygon-Artikel, der erste Panel-Skizzen zeigte. Der Band soll exklusiv bei Dark Horse Comics erscheinen, dem langjährigen Verlag der Hellboy-Serie. Fans spekulieren seit Monaten über einen neuen Ableger, nachdem Mignola 2021 mit Hellboy: The Silver Lantern Club eine eher ruhige Episode lieferte.
Die Rückkehr von Mignola als Zeichner
Mignola zeichnete zuletzt 2014 durchgehend einen Hellboy-Comic, damals die zehnte und letzte Ausgabe von Hellboy in Hell. Seitdem überließ er die Bleistiftarbeit meist Partnern wie Ben Stenbeck oder Christopher Mitten. Für Nothing But Blood kehrt er selbst an den Zeichentisch zurück.
Der Stil wird laut Polygon wieder stark an die frühen Hellboy-Jahre erinnern: tiefe Schwarztöne, klobige Schatten, wenige aber präzise Linien. Mignola bezeichnete die Hölle in Interviews als seinen liebsten Schauplatz, „dort kann ich mit Architektur und Dämonen spielen“. Der Band soll rund 80 bis 100 Seiten umfassen, typisch für ein Hardcover-Event.
Vorgänger und die Hellboy-in-Hell-Saga
Hellboy in Hell startete 2012 als fünfteilige Miniserie, wurde aber auf zehn Hefte erweitert. Die Handlung zeigte Hellboys Wanderung durch die Hölle nach seinem Tod am Ende von Hellboy: The Wild Hunt (2008). Die Serie endete 2014 mit einem offenen Finale, Hellboy thronte als König der Hölle, aber ohne klare Perspektive.
Danach folgten Nebenstränge: Hellboy and the B.P.R.D. (2016–2023), Hellboy: Krampusnacht (2017) und The Bones of Giants (2018). Nothing But Blood ist der erste direkte inhaltliche Nachfolger der ursprünglichen Hellboy-in-Hell-Saga. Dark Horse verkaufte von der Originalreihe über 200.000 Einheiten in den USA, für einen Independent-Comic ein Spitzenwert.
Branchenkontext und Erwartungen
Der Comic-Markt erlebt 2024 eine Verschiebung zu limitierten Event-Bänden. Große Verlage wie DC und Marvel setzen auf Crossover, Dark Horse hingegen auf abgeschlossene Autoren-Werke. Nothing But Blood reiht sich in die Linie von Hellboy: The Crooked Man (2008) oder Witchfinder ein: kurze, dichte Geschichten, die ohne Vorkenntnisse funktionieren.
Vergleichbare Releases der letzten Jahre sind Something is Killing the Children (Boom! Studios) oder The Nice House on the Lake (DC Black Label). Beide verkauften sich ähnlich gut wie Hellboy-Events. Mignolas Markenwert liegt vor allem in der kohärenten Welt: Kein Neustart, kein Multiversum, nur eine lineare, düstere Chronik.
Dark Horse bestätigte gegenüber Polygon, dass Nothing But Blood in der zweiten Jahreshälfte 2025 erscheinen soll. Eine Limited Edition mit signiertem Print ist bereits in Planung. Ob Hellboy seinen Frieden findet, verriet Mignola nicht. Er sagte nur: „Blut wird fließen, mehr verrate ich nicht.“