Schock für Helldivers-Fans: Hauptdarsteller steigt aus
Die Vorfreude auf die Helldivers-Verfilmung war riesig. Sony Pictures und PlayStation Productions hatten den Kinostart für 2027 anvisiert. Ein echter Blockbuster sollte es werden.
Doch jetzt erschüttert eine Hiobsbotschaft die Produktion: Der Hauptdarsteller hat das Projekt verlassen. Wer genau die Rolle der Super-Erde-Kämpferin oder des Kämpfers spielen sollte? Offiziell dazu gibt es keine Angaben, der Star bleibt vorerst anonym.
Hintergrund: Arrowhead Game Studios und die Helldivers-Reihe
Helldivers ist kein beliebiges Spiel. Entwickelt wurde die Reihe von Arrowhead Game Studios, einem schwedischen Studio, das 2008 von vier Studenten gegründet wurde. Ihre erste Veröffentlichung Magicka (2011) verkaufte sich über eine Million Mal und etablierte das humorvoll-chaotische Koop-Prinzip. Das erste Helldivers (2015) erschien exklusiv für PlayStation und PC und verkaufte sich nach Angaben von Sony bis 2024 über 4 Millionen Einheiten.
Der große Durchbruch kam mit Helldivers 2 (Februar 2024). Der Koop-Shooter wurde zum schnellsten verkaufenden PlayStation-Studio-Spiel der Geschichte: 12 Millionen Exemplare in den ersten 12 Wochen. Sony gab an, dass das Spiel innerhalb eines Jahres Umsätze von über 800 Millionen Dollar generiert hat. Diese Zahlen machten eine Filmadaption fast unausweichlich. PlayStation Productions, die 2019 gegründet wurde, hatte zuvor bereits The Last of Us (HBO, 2023) und Gran Turismo (2023) als Filme oder Serien realisiert.
Was bedeutet der Abgang für den Film?
- Die Dreharbeiten könnten sich deutlich verzögern oder ganz neu aufgesetzt werden müssen.
- Ein Ersatz muss gefunden werden, und das in einer Branche, in der Zeitpläne knallhart sind.
- Das Drehbuch könnte umgeschrieben werden, falls der Star eine tragende Rolle hatte.
Laut einem Bericht von GIGA (der Quelle dieser News) schwebt die gesamte Produktion nun in Gefahr. Sony hat sich bisher nicht offiziell geäußert.
Branchenkontext: Spieleverfilmungen zwischen Boom und Risiko
Die Hürden für einen Helldivers-Film sind hoch. Spieleverfilmungen erleben zwar ein goldenes Zeitalter, The Last of Us (HBO) erreichte 32 Millionen Zuschauer pro Folge, The Super Mario Bros. Movie (2023) spielte 1,36 Milliarden Dollar ein. Doch es gibt auch spektakuläre Fehlschläge: Borderlands (2024) verlor über 100 Millionen Dollar, Uncharted (2022) schnitt mit 407 Millionen Dollar weltweit zwar solide ab, aber kritisch gesehen schlecht ab. Ein Film ohne etablierten Star ist ein zusätzliches Risiko.
Sony Pictures hat mit Spider-Man: Across the Spider-Verse (2023) und Jumanji-Reihen Maßstäbe gesetzt, aber auch Flops wie Madame Web (2024) produziert. Der Helldivers-Film wäre der erste Kinofilm, der direkt auf einem PlayStation-Studios-Spiel basiert (ohne Umweg über eine Serie). Das Drehbuch stammt angeblich von Patrick Lussier (u.a. Terminator Genisys, Drive Angry). Regie sollte Justin Lin führen (Fast & Furious-Reihe, Star Trek Beyond). Ob diese Namen noch am Projekt arbeiten, ist nach dem Star-Abgang unklar.
Ein weiterer Tiefschlag für Spieleverfilmungen?
Hollywood kämpft sich durch ein Tal der Unsicherheit. Helldivers war einer der erfolgreichsten Koop-Shooter der letzten Jahre, die Verfilmung galt als sicherer Hit.
- Das Spiel selbst: taktischer, chaotischer Mehrspieler-Spaß mit satirischer Militärästhetik.
- Der Film sollte diesen Kult einfangen, doch ohne Star droht ein Imageschaden.
Ob Sony einen prominenten Nachfolger präsentiert oder das Projekt auf Eis legt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Der Helldivers-Film steht vor dem größten Hindernis seiner kurzen Geschichte.
Sony hat bereits 2025 angekündigt, die Horizon-Serie für Netflix und den Ghost of Tsushima-Film mit Chad Stahelski (John Wick) in Produktion zu halten. Der Helldivers-Film hingegen hat noch keinen neuen Drehtermin. Ein Umdenken wäre möglich: Vielleicht wird aus dem Kinofilm eine Serie, wie bei The Last of Us, ein Format, das weniger auf einen einzelnen Star angewiesen ist.