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Heute verschwunden, damals überall: 23 Geräte der 90er
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Heute verschwunden, damals überall: 23 Geräte der 90er

Walkman, Game Boy und Dreamcast prägten die 90er, heute stecken ihre Aufgaben in einem einzigen Smartphone.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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23 Geräte, die den Alltag der 90er bestimmten

Die 1990er waren ein Jahrzehnt rasanter Technikschübe. Geräte, die damals als modern oder sogar umwälzend galten, sind heute aus dem Alltag verschwunden. Eine aktuelle Übersicht listet 23 technische Alltagsgeräte auf, die in den Neunzigern weit verbreitet waren und inzwischen von Smartphones und anderen Multifunktionsgeräten verdrängt wurden. Der Clou: Viele Funktionen, für die früher einzelne Apparate nötig waren, stecken heute in einem einzigen flachen Rechteck in der Hosentasche. Das betrifft Musik, Fotos, Kommunikation und Spiele gleichermaßen.

Diese Geräte werden konkret genannt

In der Übersicht tauchen mehrere Klassiker namentlich auf, die heute vor allem Sammler und Retro-Fans interessieren:

  • Walkman, der mobile Kassettenplayer für unterwegs
  • Kassettenrekorder, lange Standard für Musikaufnahmen
  • Game Boy, Nintendos Handheld-Konsole
  • 3,5-Zoll-Diskette, jahrzehntelang das Speichermedium schlechthin
  • MiniDisc und Dreamcast, zwei späte Neunziger-Produkte mit eigener Fangemeinde

Die komplette Liste aller 23 Geräte samt Entwicklerangaben, Preisen und weiteren Releasedaten ist in den vorliegenden Angaben nicht vollständig belegt. Fest steht nur, dass es sich um eine bunte Mischung aus Unterhaltungselektronik und Spielehardware handelt. Genau diese Mischung macht die Rückschau interessant: Sie zeigt, wie viele getrennte Geräte früher für das nötig waren, was heute eine einzige App erledigt.

Game Boy: 1989 in Japan, 1990 in Europa

Der Game Boy gehört zu den langlebigsten Vertretern dieser Ära. In Japan erschien Nintendos Handheld-Konsole bereits 1989, in Europa war er ab 1990 erhältlich. Als Handheld-Konsole definierte er eine ganze Gerätegattung: Spiele liefen unterwegs, ohne Fernseher und ohne Steckdose in Reichweite. Was heute selbstverständlich klingt, war damals eine kleine Sensation für Kinderzimmer und Schulhöfe. Dass der Game Boy in dieser Rückschau auftaucht, überrascht wenig, denn kaum ein anderes Gerät steht so stark für das mobile Spielen der Neunziger.

Dreamcast: Segas letzter großer Versuch

Der Dreamcast erschien 1998 und markiert das späte Ende der Dekade. Sega wollte mit der Konsole gegen Sony und Nintendo bestehen, wie es in der Einordnung heißt. Der Dreamcast war damit Teil eines Konsolenmarkts, der sich in den Neunzigern zunehmend auf wenige große Hersteller konzentrierte. Für Spieler bedeutete das eine Phase, in der sich technisch viel bewegte und gleichzeitig der Wettbewerb gnadenlos war. Dass gerade dieses Gerät heute als Retro-Ikone gilt, hat auch mit seiner kurzen Lebensspanne zu tun.

Super Nintendo: 1992 in Deutschland

Auch der Super Nintendo Entertainment System gehört in diese Rückschau. Die Spielkonsole kam 1992 in Deutschland auf den Markt, also mitten in der Hochphase der 16-Bit-Ära. Wer damals spielen wollte, brauchte eine Konsole, ein Modul, ein passendes Kabel und einen Fernseher, der oft noch per Antennenanschluss lief. Diese Gerätekette ist heute komplett in Wegfall geraten, weil Konsolen und Fernseher längst über HDMI und digitale Stores funktionieren. Der SNES zeigt damit exemplarisch, wie aufwendig Gaming in den Neunzigern organisiert war.

MiniDisc: 1991 vorgestellt, schnell wieder weg

Ein weiteres belegtes Beispiel ist die MiniDisc, die 1991 vorgestellt wurde. Sie zählt zu den Speicher- bzw. Audiomedien und galt als kompakter Ersatz für die Kassette. In der Praxis konnte sich das Format gegenüber CD und später MP3 nicht dauerhaft durchsetzen. Für Retro-Fans bleibt sie trotzdem ein faszinierendes Zwischenkapitel der Audiogeschichte. Ähnlich erging es der 3,5-Zoll-Diskette, die als Datenträger jahrelang Alltag war und dann sehr schnell verschwand.

Warum Smartphones ganze Gerätekategorien ersetzten

Der gemeinsame Nenner dieser 23 Geräte ist ihre Aufteilung in Einzelfunktionen. Musik hören, fotografieren, Notizen machen, telefonieren, spielen: Für jeden Zweck gab es früher ein eigenes Produkt mit eigenem Akku, eigenem Kabel und eigenem Preis. Multifunktionsgeräte haben diese Trennung aufgelöst und damit ganze Produktkategorien überflüssig gemacht. Der Walkman, der Kassettenrekorder oder die Diskette sind deshalb keine Randnotizen, sondern Beispiele für einen Wandel, der binnen weniger Jahre passierte. Wer heute eine Schublade mit alten Kabeln öffnet, findet oft genau diese Gerätegeneration wieder.

Was Sammler heute noch antreibt

Für Retro-Sammler sind diese Geräte längst mehr als Elektroschrott. Der Game Boy, der Dreamcast, der SNES und die MiniDisc stehen für eine Zeit, in der Technik noch sichtbar mechanisch war: Klappen, Tasten, Module, Disketten. Diese Haptik lässt sich nicht per App nachbauen, was den anhaltenden Reiz erklärt. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Liste, dass nicht jedes damals moderne Gerät eine Nostalgiewelle ausgelöst hat. Manche verschwanden leise, andere wurden zu Symbolen einer ganzen Dekade. Die vollständige Aufstellung der 23 Geräte dürfte deshalb vor allem eines deutlich machen: Wie kurz die Halbwertszeit von Alltagstechnik sein kann.

Quelle: Gaming - GIGA

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