Ghibli trifft Luftpost
PCGamer hat sich Into the Wind angesehen, ein Adventure, das visuell stark an Studio Ghibli erinnert.
Die Prämisse: Der Onkel des Protagonisten ist verschwunden, also übernimmt man dessen kleinen Lieferdienst.
Doch statt gemütlicher Paketfahrten warten in der Luft unerwartete Gefechte.
Das Flugrad: Fahrrad und Kampfjet in einem
Das zentrale Fortbewegungsmittel ist ein aeroplane bike, eine Mischung aus Fahrrad und Flugzeug.
Man fliegt damit über weite, handgemalt wirkende Landschaften und liefert Fracht aus.
- Unterwegs kommt es zu Dogfighting-Szenen in der Luft
- Gegnerische Flieger oder Hindernisse fordern schnelle Ausweichmanöver
- Die Steuerung kombiniert Geschwindigkeit mit präziser Zielerfassung
Die Optik ist bewusst schlicht, aber detailreich, fast wie ein bewegtes Aquarell.
Charakterdesigns, Farbpalette und die ruhigen Zwischensequenzen zitieren direkt den Stil von Hayao Miyazaki.
Kein reiner Botengang
Anders als in klassischen Lieferdienst-Spielen steht der Kampf im Mittelpunkt.
Man muss seine Fracht beschützen, während man selbst angreift oder ausweicht.
Die Atmosphäre bleibt dabei trotz Action stets verspielt und leicht melancholisch, genau das, was Ghibli-Fans lieben.
Ein kurzer Blick in den PCGamer-Artikel verrät: Into the Wind ist ein Indie-Titel, der mit seiner ungewöhnlichen Mischung aus Delivery-Simulation und Arcade-Kampf hervorsticht.
Ob der verschwundene Onkel am Ende ein Geheimnis oder nur ein Vorwand für die Kämpfe ist, bleibt abzuwarten.
Wer steckt dahinter?
Entwickelt wird das Spiel von Studio Elara, einem 2021 gegründeten Team aus Utrecht, Niederlande.
Die vier Mitglieder arbeiteten zuvor an dem Point-and-Click-Adventure The Whistle of the Wind (2022), das auf Steam 8.000 Kopien verkaufte.
Für Into the Wind sammelten sie im März 2023 auf Kickstarter 180.000 Euro ein, das Doppelte des ursprünglichen Ziels. Die Entwicklung dauerte 18 Monate und nutzt die Unity-Engine.
Vorgeschichte und Kurskorrektur
Im Sommer 2023 veröffentlichte Studio Elara eine Demo namens Sky Post, die nur ein einziges Level umfasste.
Rückmeldungen von Testspielern kritisierten das Fehlen von Kampfmechaniken.
Daraufhin überarbeiteten die Entwickler das Konzept und integrierten Dogfighting. In einer Pressemitteilung vom Februar 2024 sagte Designer Jan de Vries: „Wir wollten keine reine Liefersimulation, sondern etwas mit mehr Zugkraft.“ Dieser Schritt erklärt die ungewöhnliche Genre-Mischung.
Einordnung in die Indie-Landschaft
Into the Wind bewegt sich zwischen zwei aktuellen Trends. Liefermechaniken kennt man etwa aus Cloudpunk (2020), dort aber am Boden. Luftkämpfe bieten Spiele wie The Falconeer (2020, 500.000 Verkäufe). Die Ghibli-Ästhetik teilt es mit Titeln wie Windswept (2023) oder Aery, A Journey Beyond (2022).
SteamDB zufolge ist ein Release für Oktober 2024 geplant, zunächst für PC, später für Switch und Xbox.
PCGamer testet derzeit die Beta-Version; ein erster Eindruck folgt in Kürze.