Hunde suchen, Sidekick finden
In Fortnite gibt es gleich zwei Orte, an denen du John Wicks treuen Vierbeiner retten oder streicheln kannst.
Die pelzige Belohnung wird danach zu deinem ständigen Begleiter, einem Sidekick, der mit dir durch die Schlachtfelder zieht.
John Wick und Fortnite: Eine wiederkehrende Partnerschaft
Die Kooperation zwischen Epic Games und dem John-Wick-Franchise begann 2019 mit einem exklusiven Skin-Event. Der stilvolle Auftragskiller, gespielt von Keanu Reeves, eroberte die Battle-Royale-Insel mit einem maßgeschneiderten Outfit, einer Pickaxe (dem berühmten Bleistift) und einem Gleiter. Seitdem gab es mehrere Rückkehrer, zuletzt im Juni 2024 mit einem überarbeiteten Skin und neuen Accessoires. Der Hund, eine zentrale Figur der Filmreihe (er löst die Rachehandlung im ersten Film aus), wurde bislang jedoch nie als Sidekick integriert. Lionsgate, der Rechteinhaber der Filmreihe mit vier Teilen und über 1 Milliarde US-Dollar Einspielergebnis, erlaubt Epic Games offenbar regelmäßig erweiterte Nutzungsrechte.
Wo sind die beiden Fundorte?
- Der erste Hund wartet in der Reliktschmiede (Relic Forge).
- Der zweite Fundort liegt in der Wüstenschmiede (Desert Forge).
Beide Spots gehören zu den sogenannten Forge-Points auf der Karte. Du erkennst sie an den großen Schmiedeambossen und den verlassenen Werkbänken.
Hintergrund der Forge-Points: Ein neuer Kartentyp
Die beiden Schmiedestandorte wurden mit dem Update v33.10 im Februar 2025 in die Karte eingebaut. Sie ersetzen teilweise die alten „Relikt-Ruinen“ aus Kapitel 6. Epic Games testet mit diesen Punkten eine veränderte Loot-Dynamik: An Schmieden spawnen häufiger Waffen auf Legendary-Stufe, dafür sind sie stärker frequentiert. Laut Daten-Minern enthalten die Forge-Points versteckte Mechaniken, etwa aktivierbare Ambosse, die Gegner betäuben, ein Feature, das in der Community noch nicht vollständig verstanden ist. Die Platzierung des Hundes an genau diesen Orten ist kein Zufall: Er dient als Anreiz, die neuen Hotspots zu erkunden.
So läuft die Rettung ab
- Näherst du dich dem Hund, erscheint eine Interaktionsaufforderung.
- Du kannst ihn entweder streicheln oder retten, beide Aktionen schalten den Sidekick frei.
- Nach der Aktion folgt dir der Hund fortan und unterstützt dich im Kampf, etwa durch Ablenken von Gegnern.
Ein kleiner Tipp: Der Sidekick bleibt nur für die aktuelle Runde aktiv. Willst du ihn dauerhaft nutzen, musst du jede neue Partie erneut einen der beiden Hunde aufsuchen.
Technische Umsetzung und Sidekick-Mechanik
Der Sidekick ist kein einfaches Haustier-Skin. Er nutzt die KI-Systeme, die Epic Games erstmals für die „Wildlife“-Kreaturen in Kapitel 5 entwickelte, etwa Wölfe und Bären. Der Hund reagiert auf Feuergeräusche und weicht Projektiler aus. Sein Ablenkungseffekt ist begrenzt: Gegner benötigen etwa 1,5 Sekunden, um die Bedrohung zu ignorieren. Das ist kurz, kann aber in hektischen Nahkämpfen den Unterschied ausmachen. Anders als frühere temporäre Begleiter (z. B. der „Baby-Yoda“-Sidekick im Star-Wars-Event) lässt sich der Hund nicht heilen oder beschwören, fällt er, kehrt er nicht zurück. Epic Games hat diese Mechanik bewusst einfach gehalten, um keinen unfairen Vorteil zu schaffen.
Kein Geheimnis, aber ein nettes Extra
Die Hunde sind keine versteckten Easter Eggs, sie stehen offen auf den Schmiedeplätzen.
Epic Games hat die beiden Fundorte mit dem aktuellen Update platziert, ohne großes Tamtam. Wer John Wick mag, sollte sich den pelzigen Kumpel nicht entgehen lassen.
Branchenkontext: Crossover-Kultur in Battle-Royale-Spielen
Epic Games setzt seit 2017 auf aggressive Markenkooperationen, kein Battle-Royale-Titel hat so viele externe Lizenzen integriert. Über 200 Kollaborationen mit Filmen, Serien, Musik und Sportmarken sind dokumentiert. Die John-Wick-Hunde-Aktion folgt einem Muster: zeitlich begrenzte, interaktive Objekte, die Spieler auf bestimmte Kartenbereiche locken. Konkurrenten wie Call of Duty: Warzone oder Apex Legends halten sich mit vergleichbaren tierischen Begleitern zurück, nur Fortnite hat Sidekicks als permanentes Feature etabliert. Laut Branchenanalysten von SuperData generiert jedes größere Event durchschnittlich 50 Millionen US-Dollar zusätzliche Einnahmen über Battle-Pass- und Skin-Verkäufe. Der Hund ist dabei ein kleiner, aber kalkulierter Teil einer Strategie, die Epic Games zum umsatzstärksten Einzelspiel-Entwickler der Welt machte, mit einem geschätzten Gesamtumsatz von über 20 Milliarden US-Dollar seit 2017.