EndeNews Logo EndeNews
KI-Nein, Stift-Ja: Persona-Zeichner Kaneko macht Schluss mit generativer Kunst
News

KI-Nein, Stift-Ja: Persona-Zeichner Kaneko macht Schluss mit generativer Kunst

Nach dem Shitstorm um seine letzten beiden Deckbuilder setzt Kazuma Kaneko im nächsten Projekt wieder auf Handarbeit. „Es ist schneller, es selbst zu zeichnen.“

F
FatimaEzzahra Zouhoum
TEILEN: Twitter Reddit

Zurück zu Bleistift und Tusche

Kazuma Kaneko, der legendäre Character-Designer der Persona- und Shin Megami Tensei-Reihe, hat reagiert. Nachdem er für den Einsatz generativer KI in seinen letzten beiden Deckbuildern heftige Kritik einstecken musste, verzichtet er bei seinem neuen Spiel komplett auf die Technik.

Die Bestätigung kommt direkt vom Künstler selbst. Laut einem aktuellen Bericht von GamesRadar+ erklärte Kaneko: „Es ist schneller für mich, es selbst zu zeichnen.“ Ein Satz, der in der Retro- und Indie-Szene wie eine Erlösung klingt.

Die kontroversen Deckbuilder

  • Zwei Kartenspiele von Kaneko hatten zuvor KI-generierte Artworks verwendet.
  • Die Reaktion der Fanbase: verheerend. Vorwürfe der Kunst-Klausur und mangelnder Handschrift machten die Runde.
  • Kanekos Stil, düster, dynamisch, ikonisch, ließ sich offenbar nicht durch Algorithmen ersetzen.

Der Shitstorm traf einen der profiliertesten Zeichner des japanischen Rollenspiel-Genres. Für viele war die Nutzung von KI ein Schlag ins Gesicht, nachdem Kaneko mit Titeln wie Shin Megami Tensei III: Nocturne oder Persona 2 Maßstäbe gesetzt hatte.

„Es ist schneller, es selbst zu zeichnen“

Kanekos Aussage ist mehr als eine Rechtfertigung, sie ist ein Statement. Wo andere Studios KI als Produktivitäts-Boost feiern, zeigt der Altmeister die kalte Schulter.

  • Handarbeit statt Prompt-Wüste: Jeder Strich, jede Schattierung bleibt menschlich.
  • Das nächste Projekt (noch ohne Titel) wird wieder vollständig von Kaneko gezeichnet.

Ein mutiger Schritt in einer Branche, die zunehmend auf generative Werkzeuge setzt. Ob das auch kommerziell funktioniert? Die Fangemeinde scheint bereit, den Umkehrschluss mit dem Portemonnaie zu belohnen.

Keine Kompromisse beim Stil

Kanekos Entscheidung zeigt: Authentizität lässt sich nicht delegieren. Wo andere auf „schnelle Assets“ setzen, bleibt er bei Bleistift, Papier und jahrzehntelanger Erfahrung.

Ob das neue Spiel an die düsteren Welten von Shin Megami Tensei anknüpft oder ein eigenständiges Projekt wird, ist noch unklar. Eines ist sicher: Es wird echte Kaneko-Handschrift tragen, und keine KI-Fälschung.

VERWANDTE ARTIKEL