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Kickstarter rudert bei NSFW-Richtlinien zurück: Stripe bleibt das Nadelöhr
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Kickstarter rudert bei NSFW-Richtlinien zurück: Stripe bleibt das Nadelöhr

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter revidiert das Verbot für anzügliche Inhalte, lässt aber die Macht von Zahlungsdienstleister Stripe unangetastet.

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Beytullah Akyildiz
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Ein vorsichtiger Rückzug bei Kickstarter

Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat ihr umstrittenes Verbot für Projekte mit NSFW-Inhalten offiziell zurückgenommen. Dieser Schritt erfolgt nach massiver Kritik aus der Community und von Entwicklern, die ihre Existenzgrundlage bedroht sahen.

Die Rolle von Stripe

Der COO von Kickstarter begründet die ursprüngliche Entscheidung mit dem Zahlungsdienstleister Stripe. Projekte wurden in der Vergangenheit mitten in der Finanzierungsphase von Stripe ohne Vorwarnung gestoppt, was zu massiven Problemen führte.

  • Stripe agiert als externer Zahlungsabwickler für die Plattform.
  • Die Richtlinienänderungen sollten laut Kickstarter die Stabilität der Kampagnen sicherstellen.
  • Trotz der Rücknahme der internen Verbote behält sich Stripe weiterhin das Recht vor, laufende Kampagnen zu unterbrechen.

Was das für Entwickler bedeutet

Für Ersteller von Spielen mit erotischen oder freizügigen Inhalten bleibt die Lage unvorhersehbar. Ein genehmigtes Projekt auf Kickstarter bietet keine Garantie für einen reibungslosen Zahlungsverkehr.

  • Entwickler müssen mit dem Risiko leben, dass Stripe Transaktionen blockiert.
  • Kickstarter kann nach eigenen Angaben keinen Einfluss auf die Sicherheitsrichtlinien von Stripe nehmen.
  • Die Plattform bittet nun lediglich um proaktive Kommunikation bei der Einreichung von Projekten.

Ein Blick auf die Realität

Die aktuelle Situation zeigt die Abhängigkeit der Crowdfunding-Giganten von globalen Finanzdienstleistern. Während die Community den Sieg feiert, bleibt die technische Infrastruktur für NSFW-Spiele fragil.

  • Finanzdienstleister definieren zunehmend, welche kreativen Inhalte unterstützt werden können.
  • Die AGBs von Stripe bleiben als Damoklesschwert über vielen Nischenprojekten hängen.
  • Viele Entwickler suchen bereits nach Alternativen abseits der großen Zahlungsanbieter.

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