Ein neues Gesicht mit alten Wurzeln
X-Men '97 Staffel 2 führt Mother Askani ein, eine Figur, deren erste Comic-Auftritte 45 Jahre zurückreichen. Laut Polygon ist sie der zentrale Neuzugang der Staffel. Die Serie wird von Marvel Animation produziert, dem Studio hinter What If…? und Spider-Man: Freshman Year. Ursprünglicher Showrunner Beau DeMayo (zuvor Drehbuchautor bei The Witcher und Moon Knight) wurde im März 2024 nach Abschluss der Drehbücher entlassen. Die Leitung übernahm ein Team um Supervising Director Jake Castorena.
- Der Charakter debütierte 1984 in Uncanny X-Men #189 als Rachel Summers, Tochter von Cyclops und Jean Grey aus einer dystopischen Zukunft.
- X-Men: The Animated Series lief von 1992 bis 1997 mit 76 Folgen. X-Men '97 startete im März 2024 auf Disney+ und erzielte in der ersten Woche laut Nielsen 9,1 Millionen gestreamte Minuten.
Mehr als nur ein Name
Mother Askani ist kein neuer Einfall, sie ist eine Zeitreisende, die in den Comics als Anführerin einer Mutanten-Gemeinschaft im 40. Jahrhundert auftrat. Ihr Ziel: Apocalypse bekämpfen und die Zukunft verändern. Die Serienmacher adaptieren diese Vorgeschichte direkt aus den Heften der 80er-Jahre. Rachel Summers benutzte den Namen Mother Askani, um ihre Identität zu verbergen. In den Comics adoptierte sie den jungen Nathan Summers (Cable) und zog ihn groß.
- In der Serie wird sie vermutlich mit den Zeitreise-Paradoxa von Staffel 1 verknüpft, die in der finalen Episode eine neue Zukunft andeuteten.
- Die Episode „Tolerance is Extinction“ aus Staffel 1 zeigte bereits Szenen aus einer alternativen Zeitlinie.
Was erwartet die Zuschauer?
Die Einführung deutet auf eine Handlung hin, die sich um Kausalität und Schicksal dreht, ein wiederkehrendes Motiv der Originalserie. Mother Askani bringt Kenntnisse über eine zukünftige Katastrophe mit, die das Team zwingen wird, ihre Entscheidungen zu überdenken. Produzent Brad Winderbaum (Marvel Studios) bestätigte in Interviews, dass Staffel 2 „die emotionalen Konsequenzen der ersten Staffel auslotet und zugleich eine neue Bedrohung etabliert“.
- Vergleichbare Figuren wie Kang der Eroberer in Loki oder Nebula in Guardians of the Galaxy zeigen, dass Marvel Zeitreisende als narrative Hebel nutzt.
- Polygon hebt hervor: Mother Askani ist der Schlüssel zur Auflösung eines Cliffhangers aus Staffel 1.
Ein Blick zurück nach vorn
Dass ein Charakter aus den 80ern erst jetzt in einer Zeichentrickserie auftaucht, beruht auf der Entscheidung, die Originalserie nicht zu rebooten, sondern nahtlos fortzusetzen. Die Macher greifen auf ein Archiv von über 60 Jahren Comic-Material zurück. Die Serie ist Teil eines Revival-Trends bei Marvel: Parallel arbeiten Studios an X-Men '97, Spider-Man: Freshman Year (2025) und der zweiten Staffel von What If…? (2024). X-Men '97 Staffel 1 endete mit einer Szene, die den Age of Apocalypse-Handlungsbogen andeutete, genau jene Geschichte, in der Mother Askani eine Schlüsselrolle spielte.
- Budget der ersten Staffel: Marvel investierte Berichten zufolge rund 50 Millionen Dollar, ähnlich den Kosten von What If…?.
- Der Soundtrack stammt von John Paesano, der bereits für X-Men: Evolution gearbeitet hat, nicht vom ursprünglichen Komponisten Shuki Levy.