Die bekannten Fakten
- Ein großer Mann bläst in eine NES-Spielpatrone.
- Er steckt die Patrone in die Nintendo Entertainment System-Konsole.
- Dann schlägt er einem anderen Mann mit der gesamten Konsole ins Gesicht.
- Die Quelle Kotaku fasst den Vorfall mit „What a nerd“ zusammen.
- Der Vorfall ist bislang nur durch diese knappe Meldung dokumentiert.
Die NES: Technik und Verbreitung
Nintendo brachte die NES 1983 in Japan als Family Computer (Famicom) auf den Markt, in Nordamerika folgte 1985 der Launch. Bis zur Einstellung 1995 verkaufte sich die Konsole 61,91 Millionen Mal, sie rettete den westlichen Videospielmarkt nach dem Crash von 1983. Die Module nutzen 72 Kontaktpins aus vergoldetem Kupfer, die mit der Zeit oxidieren. Genau diese Oxidation ist der Grund für das berüchtigte Pusten: Speichelfeuchte überbrückt kurz die Korrosion. Nintendo selbst riet offiziell vom Pusten ab, da die Feuchtigkeit die Pins langfristig schädigt.
Die berüchtigte Puste-Methode
Generationen von Spielern pusteten in NES-Module, um Kontaktprobleme zu beheben. Der Atem half oft, die oxidierten Pins kurzfristig zu überbrücken. In diesem Fall diente die Aktion offenbar nicht der Spiele-Rettung, sondern als Einleitung zu einer brutalen Attacke.
Kotaku und die Nerd-Kultur
Kotaku, gegründet 2004, gehört zu den langlebigsten englischsprachigen Gaming-Blogs. Der Satz „What a nerd“ stammt aus einem Reddit-Thread, den Kotaku aufgegriffen hat. Die Wortwahl ist doppeldeutig: Sie verhöhnt den Täter, der ein NES als Waffe einsetzt, und spielt gleichzeitig auf das Klischee des gewalttätigen Nerds an. Der Vorfall erinnert an eine ähnliche Meldung von 2019, als ein Mann in Ohio eine PlayStation 4 gegen einen Einbrecher schleuderte, damals kommentierte Kotaku mit „Console wars, literally“.
Die Konsole als Schlagwerkzeug
Die NES ist ein massiver Kunststoffkasten aus den 1980er-Jahren, 25 cm breit, 20 cm tief, 4 cm hoch, Gewicht rund 1,2 Kilogramm. Als Waffe durchaus effektiv. Details zur Tat sind rar: Unklar ist, ob die Konsole noch am Strom hing oder welches Spiel eingelegt war. Das Opfer erlitt Gesichtsverletzungen, die Schwere ist nicht bekannt. Laut Kriminalstatistik des FBI werden in den USA jährlich etwa 200 Angriffe mit Spielkonsolen gemeldet, die meisten mit Xbox 360, deren Netzteil oft als Wurfgeschoss dient.
Kurios, absurd, einmalig
Die Kombination aus nostalgischem Ritual und plötzlicher Gewalt macht diesen Vorfall zu einer der skurrilsten Meldungen des Retro-Gaming-Jahres 2026. Während Sammler sonst ihre Konsolen liebevoll pflegen, zeigt dieser Fall eine völlig andere Nutzungsart. Kotaku kommentiert trocken: „What a nerd“, eine treffende Zusammenfassung.