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Nintendos zehnprozentige Gehaltserhöhung: Schon drei Jahre alt, und Gewerkschaften bleiben Tabu
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Nintendos zehnprozentige Gehaltserhöhung: Schon drei Jahre alt, und Gewerkschaften bleiben Tabu

Ein Bericht von Kotaku zeigt: Nintendos viel diskutierte Gehaltserhöhung um zehn Prozent liegt bereits drei Jahre zurück. Zudem gibt es Hinweise, dass das Unternehmen die Erwähnung von Gewerkschaften bewusst vermeidet.

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Dennis Adam
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Verspätete Enthüllung

Eine aktuelle Recherche von Kotaku fördert zutage: Nintendos viel beachtete Ankündigung einer zehnprozentigen Gehaltserhöhung fand nicht etwa gestern statt, sondern liegt bereits über drei Jahre zurück. Der Zeitpunkt der Maßnahme fällt damit in eine Phase, in der die gesamte Branche noch unter den Nachwehen der Pandemie ächzte.

Die Nachricht sorgt für Stirnrunzeln, weil Nintendo in den letzten Monaten immer wieder als Vorreiter für faire Bezahlung gelobt wurde. Dabei scheint der Konzern die Wertschätzung seiner Belegschaft offenbar deutlich früher und diskreter umgesetzt zu haben, als es die aktuelle öffentliche Wahrnehmung vermuten lässt.

Verwirrung um Gewerkschaften

  • Kotaku berichtet zudem von Verwirrung darüber, ob Nintendo die Erwähnung von Gewerkschaften gezielt vermeidet.
  • Bisher gibt es keine offiziellen Stellungnahmen des japanischen Unternehmens zu diesem spezifischen Punkt.
  • Die Zurückhaltung passt in das Bild vieler großer japanischer Spielefirmen, die traditionell eine skeptische Haltung gegenüber kollektiven Arbeitnehmervertretungen einnehmen.

Während westliche Studios wie Microsoft oder CD Projekt Red offener über gewerkschaftliche Organisation diskutieren, bleibt Nintendo hier an der Seite der alten Garde. Die Frage, ob dies mit der zeitlichen Distanz zur Gehaltserhöhung zusammenhängt, bleibt vorerst Spekulation.

Einordnung für die Leserschaft

Die ursprüngliche Meldung über die zehn Prozent mehr Gehalt wurde damals als großer Schritt gefeiert. Dass sie nun in einem neuen Licht erscheint, dürfte vor allem jene ernüchtern, die Nintendo als Vorreiter für moderne Arbeitskultur sahen.

Ob der Konzern in den vergangenen drei Jahren weitere, nicht öffentlich kommunizierte Anpassungen vorgenommen hat, ist nicht bekannt. Klar ist: Die Diskussion um faire Bezahlung und gewerkschaftliche Rechte bleibt in der Spieleindustrie eines der heikelsten Themen, und Nintendo scheint es vorzuziehen, darüber lieber gar nicht zu sprechen.

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