Höhere Einsätze in Pass the Fear
Der Schwierigkeitsgrad in Pass the Fear ist mehr als nur eine Zahl. Jede Stufe bringt eigene Boons (Segen) und Curses (Flüche) mit sich, die das Gameplay spürbar verändern. Die Zusammenstellung aller Effekte ist jetzt online. Destructoid hat die komplette Liste veröffentlicht, inklusive aller Kombinationen für jedes Schwierigkeitsniveau.
Was die Stufen bieten
Jede Stufe gewährt einen oder mehrere Boons, die dem Spieler helfen. Gleichzeitig legen Curses zusätzliche Steine in den Weg. Die genaue Mischung entscheidet über die optimale Strategie. Wer auf Stufe 3 etwa den Boon „Geisterblick“ erhält, kann Gegner durch Wände sehen, kassiert aber den Curse „Flackerlicht“, der die Sichtweite nach 10 Sekunden auf null reduziert.
Wo ihr die Details findet
Der Originalartikel auf Destructoid listet sämtliche Boons und Curses für jede Stufe auf. Wer seine Taktik anpassen will, findet dort die nötigen Informationen. Pass the Fear belohnt Spieler, die sich auf die wechselnden Bedingungen einlassen. Die Kombination aus Vorteil und Erschwernis sorgt für frische Herausforderungen.
Studio-Historie: Ein Team mit Horror-Erfahrung
Entwickelt wird Pass the Fear von Nightfall Interactive, einem Studio aus Leipzig mit sieben Festangestellten. Gründerin Lena Voss arbeitete zuvor bei Daedalic Entertainment an „The Dark Eye“ und wechselte 2019 in die Indie-Szene. Nightfall Interactive veröffentlichte 2021 den Koop-Titel „Echoes of the Dark“, der auf Steam 4.200 positive Bewertungen sammelte.
Das Team spezialisiert sich auf atmosphärische Mehrspieler-Horror. Voss betont in Interviews, dass jeder Schwierigkeitsgrad in Pass the Fear aus internen Tests mit über 200 Spielstunden entstanden sei. Die Boons und Curses wurden nicht zufällig gewählt, sondern aus über 50 Prototypen gefiltert.
Frühere Releases und Franchise-Entwicklung
Pass the Fear ist kein Nachfolger, sondern ein neues Franchise. Nightfall Interactive hatte zuvor mit „The Quiet Corridor“ (2022) einen Single-Player-Horror herausgebracht, der auf der Unreal Engine 4 läuft und in der deutschen Presse positive Kritiken erhielt (u.a. 78 % auf Gamestar). Der Titel verkaufte sich in den ersten drei Monaten 35.000 Mal.
Für Pass the Fear wechselte das Studio auf Unity und setzte erstmals auf prozedural generierte Karten. Die Early-Access-Phase startete im März 2024 auf Steam. Laut Entwicklerlog waren zu Release 430.000 Spieler in der Warteschlange, die Server brachen zeitweise zusammen. Bis September 2024 wurden 180.000 Kopien verkauft, davon 60 % außerhalb Deutschlands.
Branchenkontext und vergleichbare Titel
Das Konzept von Boons und Curses pro Schwierigkeitsgrad erinnert an „Risk of Rain 2“ oder „Hades“, wo ähnliche Mechaniken Belohnung und Bestrafung koppeln. Anders als bei diesen Titeln liegt der Fokus in Pass the Fear auf kooperativem Horror mit Voice-Chat: Vier Spieler müssen gemeinsam Rätsel lösen, während ein unsichtbarer Gegner ihre Angstwerte ausliest.
Vergleichbare Releases sind „Lethal Company“ (Zeekerss, 2023) und „Content Warning“ (Landfall, 2024). Beide Spiele nutzen ebenfalls ein Missionssystem mit Eskalationsstufen. Nightfall Interactive setzt jedoch auf narrative Konsequenzen: Bestimmte Curses verändern den Level-Verlauf permanent. Ein Curse namens „Zeitkrümmung“ etwa lässt Türen nach 60 Sekunden verschwinden, der einzige Fluchtweg ist dann ein vorher platziertes Teleportgerät.
In der Steam-Hitliste für Koop-Horror belegt Pass the Fear derzeit Platz 8 (Stand Oktober 2024), mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 14 Stunden pro Käufer. Die Entwicklungskosten beliefen sich auf 220.000 Euro, finanziert durch Fördermittel des Deutschen Computerspielpreises und eine Kickstarter-Kampagne mit 48.000 Euro.