PC-Gaming unter Kontrolle: Die besten Gamepads für euren Schreibtisch
Wir zeigen euch, warum Controller am PC unverzichtbar sind und welche 15 Modelle eure Spielweise verbessern.
Für viele Genres wie Sportspiele, Rennsimulationen oder Soulslike-Titel ist ein Gamepad am PC mittlerweile besser geeignet als Maus und Tastatur. Analoge Sticks und Trigger ermöglichen präzisere Eingaben als digitale Tasten. Wer aufrüsten will, findet in einer Auswahl von 15 Modellen – vom bewährten Xbox Wireless Controller bis zum technischen GameSir G7 SE mit Hall-Effekt-Sensoren – für jedes Budget die passende Lösung.
Warum Gamepads am PC heute Pflicht sind
Wer früher nur mit Maus und Tastatur spielte, verpasste bei vielen Titeln die ideale Steuerung. Viele Entwickler passen ihre Spiele primär auf Controller an, was die Bedienung per Maus oft unnatürlich wirken lässt.
Besonders bei Action-Adventures, Sport-Simulationen oder Soulslike-Titeln bietet ein Gamepad die präzisere Kontrolle. Analoge Sticks erlauben eine feinere Bewegung als digitale WASD-Tasten.
Diese Genres verlangen nach einem Controller
Die folgenden Kategorien profitieren massiv von der ergonomischen Form eines Gamepads:
- Sportspiele: Titel wie EA Sports FC 24 oder NBA 2K24 fühlen sich ohne Sticks unspielbar an.
- Rennspiele: Bei Forza Horizon 5 oder F1 23 dosiert ihr Gas und Bremse über analoge Trigger deutlich besser als mit einer Tastatur.
- Plattformer: Klassiker wie Hollow Knight oder Celeste belohnen die kurzen Wege der Tasten.
- Fighting Games: Bei Street Fighter 6 setzen Profis meist auf spezielle Pads oder Arcade-Sticks.
Die 15 Empfehlungen im Überblick
Wir haben den Markt sondiert und 15 Modelle ausgewählt, die in verschiedenen Preisklassen überzeugen.
Premium-Modelle mit Zusatzfunktionen:
- Xbox Elite Wireless Controller Series 2 (extrem anpassbar)
- Scuf Envision Pro (für PC-Profis optimiert)
- Razer Wolverine V2 Chroma (mit zusätzlichen Tasten)
Der Standard-Bereich:
- Xbox Wireless Controller (der Goldstandard für Windows)
- Sony DualSense (hervorragendes Feedback durch adaptive Trigger)
- 8BitDo Pro 2 (hervorragende Ergonomie im Retro-Look)
Günstige Alternativen:
- PowerA Enhanced Wired Controller (solide Einsteiger-Wahl)
- GameSir G7 SE (mit Hall-Effekt-Joysticks gegen Stick-Drift)
- PDP Afterglow Wave (mit auffälliger LED-Beleuchtung)
- Logitech F310 (der Klassiker für kleines Geld)
- SteelSeries Stratus Duo (flexibel für PC und Android)
- 8BitDo Ultimate C (einfach und direkt)
- Turtle Beach Recon Cloud (Hybrid-Lösung für unterwegs)
- Hori Fighting Commander Octa (speziell für Prügelspiele)
- HyperX Clutch Gladiate (mit programmierbaren Rücktasten)
Worauf ihr beim Kauf achten solltet
Achtet bei der Auswahl auf die Verbindungsmöglichkeiten und die Kompatibilität.
- XInput vs. DirectInput: Nahezu alle modernen PC-Spiele setzen auf den XInput-Standard von Microsoft.
- Kabelgebunden: Diese Modelle benötigen keinen Akku und weisen keine Latenz durch Funkübertragung auf.
- Stick-Technik: Modelle mit Hall-Effekt-Sensoren nutzen Magnete statt Potentiometer, wodurch sie verschleißfrei arbeiten.
Einige moderne Controller bieten Software-Suiten an, in denen ihr die Tastenbelegung exakt auf eure Vorlieben anpasst. Die meisten Windows-Systeme erkennen den Xbox Wireless Controller automatisch, ohne dass zusätzliche Treiber nötig sind.
Warum Gamepads am PC heute Pflicht sind
Die Dominanz von Maus und Tastatur am PC schwindet bei Portierungen von Konsolen-Titeln, da viele Entwickler die Steuerung primär für analoge Eingabegeräte konzipieren. Die Implementierung von XInput durch Microsoft hat die Kompatibilität vereinheitlicht, was den Controller zur Standard-Peripherie für Windows-Nutzer machte.
Analoge Sticks ermöglichen eine kontinuierliche Bewegungsgeschwindigkeit, während WASD-Tasten lediglich binäre Zustände zwischen 0 und 1 kennen. Diese Differenz minimiert bei Titeln mit präzisen Kollisionsabfragen die Fehleranfälligkeit in der Charakterbewegung.
Diese Genres verlangen nach einem Controller
Die ergonomische Entwicklung von Gamepads orientiert sich seit dem PlayStation 1 Controller (1994) an den Anforderungen komplexer 3D-Umgebungen.
- Sportspiele: EA Sports FC 24 ist der direkte Nachfolger der FIFA-Reihe, die seit ihrer Umbenennung auf die Frostbite-Engine setzt, welche eine präzise Stick-Steuerung für das Dribbling voraussetzt. NBA 2K24 von Visual Concepts nutzt ein komplexes Schusssystem, das ohne die analoge Rückmeldung der Trigger kaum konsistent spielbar ist.
- Rennspiele: Bei Forza Horizon 5 von Playground Games erlauben analoge Trigger die Steuerung des Bremsdrucks und der Gasannahme, was mit binären Tasten unmöglich ist. Simulationslastige Titel wie F1 23 von Codemasters benötigen diese Dosierung, um den Grip der Reifen bei Kurvenfahrten nicht zu verlieren.
- Plattformer: Hollow Knight von Team Cherry erfordert aufgrund der kurzen Reaktionsfenster bei Bosskämpfen eine haptische Bestätigung durch physische Tasten. Celeste der Extremely OK Games (ehemals Matt Makes Games) nutzt die präzisen Achsen des Steuerkreuzes, um Fehl-Inputs bei komplexen Sprungsequenzen zu vermeiden.
- Fighting Games: Street Fighter 6 von Capcom nutzt das „Drive System“, das eine schnelle Eingabe von Tastenkombinationen erfordert. Profis greifen hier oft auf den Hori Fighting Commander Octa zurück, da herkömmliche Joysticks bei den typischen „Motion Inputs“ (Viertelkreis-Bewegungen) zu unpräzise reagieren.
Die 15 Empfehlungen im Überblick
Hersteller wie 8BitDo oder GameSir haben in den letzten Jahren Marktanteile gewonnen, indem sie die Lizenz-Problematik der Konsolenhersteller durch offene Protokolle umgingen.
Premium-Modelle mit Zusatzfunktionen:
- Xbox Elite Wireless Controller Series 2: Bietet austauschbare Sticks und Paddles unter dem Gehäuse, basierend auf dem Design des 2015 veröffentlichten Originals.
- Scuf Envision Pro: Das Unternehmen Scuf Gaming wurde 2019 von Corsair übernommen, um den E-Sport-Markt mit PC-spezifischen Tastenbelegungen zu dominieren.
- Razer Wolverine V2 Chroma: Razer nutzt hier mechanische Schalter in den Tasten, die auf der Technologie der hauseigenen Tastatur-Serie basieren.
Der Standard-Bereich:
- Xbox Wireless Controller: Seit der Einführung der Xbox Series X/S (2020) setzt dieses Modell auf USB-C und ein verbessertes D-Pad.
- Sony DualSense: Der Controller der PlayStation 5 (2020) bietet adaptive Trigger, die jedoch am PC nur in Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Death Stranding ihre volle Funktionalität entfalten.
- 8BitDo Pro 2: Das Unternehmen aus Hongkong spezialisierte sich anfangs auf Nachbauten klassischer Nintendo-Controller, bevor sie mit der Pro-Serie universelle Bluetooth-Controller für Windows und Switch etablierten.
Günstige Alternativen:
- PowerA Enhanced Wired Controller: Ein lizenzierter Dritthersteller, der häufig mit fest verbauten Kabeln arbeitet, um die Latenz zu minimieren.
- GameSir G7 SE: Nutzt Hall-Effekt-Sensoren, die den Verschleiß der Potentiometer verhindern, ein häufiges Problem bei älteren Xbox-360-Controllern.
- PDP Afterglow Wave: Bekannt für die Integration von LED-Beleuchtungsmodulen, die über eine eigene App konfiguriert werden.
- Logitech F310: Ein Design, das seit 2010 nahezu unverändert produziert wird und den DirectInput-Standard für ältere PC-Titel unterstützt.
- SteelSeries Stratus Duo: Ein hybrider Controller, der Bluetooth und 2,4-GHz-Funk kombiniert, um die Verbindung mit Android-Geräten zu ermöglichen.
- 8BitDo Ultimate C: Eine reduzierte Version der Ultimate-Serie, bei der auf Software-Profile verzichtet wurde, um den Preis zu senken.
- Turtle Beach Recon Cloud: Ein Modell, das die Hardware-Expertise des Headset-Herstellers mit einer Halterung für mobile Geräte kombiniert.
- Hori Fighting Commander Octa: Ein spezielles Layout mit sechs Tasten auf der Front, das den klassischen Arcade-Sticks nachempfunden ist.
- HyperX Clutch Gladiate: Besitzt rückseitige Tasten, die ohne externe Software direkt am Gerät belegt werden können.
Worauf ihr beim Kauf achten solltet
Die Entscheidung zwischen XInput und DirectInput ist für die Kompatibilität mit Steam-Titeln entscheidend. Steam selbst bietet mit Steam Input eine Software-Ebene, die auch exotische Controller wie den DualShock 4 in das XInput-Format übersetzt, wodurch die Kompatibilität zu fast allen modernen Spielen gewährleistet ist.
Die Integration von Hall-Effekt-Sensoren ist die wichtigste technische Entwicklung der letzten zwei Jahre, da sie das „Stick-Drift“-Phänomen durch kontaktlose Magnetfelder eliminiert. Kabelgebundene Modelle bieten zudem eine Abfragerate (Polling Rate) von oft 1000 Hz, was eine geringere Verzögerung als die kabellose Übertragung via Bluetooth erzeugt. Die Batterielaufzeit der meisten kabellosen Varianten liegt bei intensiver Nutzung zwischen 20 und 40 Stunden, wobei Lithium-Ionen-Akkus nach etwa 500 Ladezyklen an Kapazität verlieren.
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