Süßer Frust
Morgen, am 18. August 2026, sollen die Pokémon-Doughnuts mit Pikachu-Motiv in den Verkauf gehen. Doch wer den Termin im Kalender stehen hat, wird enttäuscht: Alle Doughnuts sind bereits ausverkauft.
Ein Bericht von Kotaku bringt die Stimmung auf den Punkt. Die Frage, warum irgendwer erwartet hat, am Erscheinungstag einfach zuschlagen zu können, bleibt unbeantwortet.
Was wir bisher wissen
- Verkaufsstart ist morgen, der 18. August 2026.
- Verfügbarkeit: null. Die Doughnuts sind restlos vergriffen.
- Das Motiv zeigt Pikachu, mehr Details sind aus der Meldung nicht zu entnehmen.
Warum die Doughnuts so schnell weg sind
- Pokémon-Merchandise läuft seit Jahrzehnten außerordentlich gut.
- Sondereditionen sind regelmäßig innerhalb kürzester Zeit ausverkauft.
- Die Kombination aus süßem Gebäck und süßem Pokémon ist offenbar unwiderstehlich.
Der Tag der Doughnuts
Kotaku stellt die naheliegende, aber schmerzhafte Frage. Warum hat jemand erwartet, am Verkaufstag selbst noch eines der begehrten Stücke zu bekommen?
Die Antwort kennt jeder, der schon einmal versucht hat, limitierte Pokémon-Artikel zu kaufen. Die Nachfrage ist seit jeher größer als das Angebot.
Studio-Historie und Partner
Hinter solchen Lebensmittel-Kooperationen stehen meist große Fast-Food-Ketten oder regionale Bäckereigesellschaften, die von The Pokémon Company lizenziert werden.
The Pokémon Company wurde 1998 als Joint Venture von Nintendo, Game Freak und Creatures gegründet. Das Unternehmen verwaltet das wertvollste Medienfranchise der Welt.
- Umsatz des Franchise übersteigt laut Schätzungen 100 Milliarden US-Dollar seit 1996.
- Frühere gastronomische Partner waren unter anderem Krispy Kreme, Mister Donut und Starbucks.
- Speziell in Japan kooperiert das Franchise seit Jahren mit Mister Donut für exklusive Weihnachts- und Sommergebäcklinien.
Frühere Releases der Serie
Das Phänomen ausverkaufter Fan-Artikel beschränkt sich längst nicht auf essbare Produkte. Die Pokémon-Sammelkartenspiele leiden seit der Pandemie regelmäßig unter Lieferengpässen und Scalpern.
Sondereditionen wie das Pokémon 25th Anniversary Happy Meal von McDonald's im Jahr 2021 führten zu chaotischen Szenen in Filialen. Erwachsene Käufer kauften hunderte Menüs nur wegen der Promokarten.
- Die Pokémon Center Online-Shops in den USA und Japan stürzten bei Releases hochfrequenter Plüschtiere mehrfach ab.
- Limitierte Nintendo Switch OLED-Konsolen im Pokémon Karmesin und Purpur Design waren im November 2022 binnen Minuten vergriffen.
- Scalper nutzen automatisierte Bots, um digitale und physische Kontingente abzugreifen.
Branchenkontext und Vergleiche
Die Verknüpfung von Gaming-Marken mit Lebensmitteln ist eine bewährte Marketingstrategie der Unterhaltungsindustrie.
Ähnliche Hype-Wellen gab es bei der Zusammenkunft von Sonic the Hedgehog und Curry oder den limitierten Energy-Drinks zu Cyberpunk 2077.
- Nintendo nutzte bereits in den Neunzigern Cerealien wie Pokémon Cereal von Ralston, um junge Zielgruppen zu erreichen.
- Im Jahr 2020 generierte die Zusammenarbeit zwischen Travis Scott und McDonald's Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe durch limitierte Menüs.
- Nahrungsmittelartikel bieten Marken eine niedrige Einstiegshürde für Gelegenheitskäufer.
Konkrete Zahlen und Fakten
Der globale Markt für lizenzierte Konsumgüter wuchs laut Licensing International im Jahr 2024 auf über 350 Milliarden US-Dollar an.
Gaming-Marken machen davon einen zweistelligen Milliardenbetrag aus, wobei Pokémon das Ranking seit Jahren anführt.
- Allein das Pokémon Center in Tokio verzeichnet tägliche Besucherrekorde, die den Einlass limitieren müssen.
- Die Produktionszahlen für solche Bäckerei-Sondereditionen bleiben von Lizenznehmern meist unter Verschluss.
- Schätzungen von Branchenanalysten gehen von Erstauflagen im niedrigen sechsstelligen Stückzahlbereich pro Region aus.
Ende offen
Ob eine zweite Produktionswelle geplant ist, bleibt unklar. Fest steht nur: Morgen starten die Doughnuts, aber die meisten Fans werden nur leere Auslagen sehen.