Zehn Karten, drei Kriterien
Am 19. September 2026 erschien eine Rangliste zu den zehn besten First-Partner-Karten des Pokémon Trading Card Game. Bewertet wurden die Karten nach drei Maßstäben: Kunst, Erschwinglichkeit und ihr Einfluss auf das Sammelkartenspiel. Die Mischung ist bewusst breit angelegt, sie reicht von einem Vintage-Gral im Wert von rund 4.500 US-Dollar bis zu Karten, die selbst Gelegenheitssammler noch bezahlen können.
Was eine First-Partner-Karte ausmacht
- Als First Partner gelten die Starter-Pokémon, die Spieler zu Beginn eines jeden Hauptteils wählen dürfen.
- Für die erste Generation sind das Bisasam, Glumanda und Schiggy, später kamen Trios wie Endivie, Feurigel und Karnimani dazu.
- Solche Karten erscheinen über die Jahre in unterschiedlichen Varianten: als Teil eines Basis-Sets, als Promo, als Sonderillustration mit eigenem Artwork.
- Genau diese Bandbreite macht die Kategorie für die Bewertung interessant, weil sie Sammlerwert und Nostalgie auf engem Raum bündelt.
Der 4.500-Dollar-Gral aus der Vintage-Ära
Der teuerste Vertreter der Liste stammt aus der frühen Zeit des Sammelkartenspiels und wird mit einem Wert von etwa 4.500 US-Dollar geführt. Solche Karten sind keine Spielstücke mehr, sondern reine Sammlerobjekte. Ihr Preis ergibt sich aus dem Alter, der Auflage und dem Zustand, und in der Praxis zählt jede einzelne Kante. Wer eine solche Karte in einer Kiste im Keller findet, hat entweder großes Glück oder eine sehr gut sortierte Verwandtschaft.
Charizard bleibt der Maßstab
Um Glurak kommt keine Bestenliste des Pokémon TCG herum, und auch diese Rangliste führt die ikonischen Charizard-Klassiker. Die Feuer-Echse ist seit der ersten Generation das Zugpferd des Franchise. Das liegt weniger an Spielstärke als an Präsenz: Glurak ziert Cover, Merchandise und eben auch Karten, deren Artwork über Jahre wiedererkennbar geblieben ist. Für die Bewertung nach Einfluss ist das ein schwer zu schlagender Ausgangspunkt.
Günstige Alternativen für den Einstieg
- Mehrere Plätze der Rangliste gehen an Karten, die für kleines Geld zu bekommen sind.
- Wer neu einsteigt, kann sich mit modernen Starter-Karten ein Grundgerüst aufbauen, ohne gleich vierstellig zu investieren.
- Promo-Varianten sind häufig die günstigere Route zum gleichen Motiv.
- Der Zustand entscheidet auch im Budget-Bereich über den tatsächlichen Preis.
Warum Kunst als Kriterium so viel Gewicht hat
Sammelkarten werden seit Jahren nicht mehr nur nach Seltenheit gehandelt. Das Artwork ist ein eigenständiger Faktor geworden, und Illustrationen mit klarer Handschrift erzielen eigene Aufmerksamkeit. Bei Starter-Pokémon fällt das besonders auf, weil dieselbe Figur in Dutzenden Interpretationen existiert, von der knallbunten Frühphase bis zu ruhigen, fast malerischen Sonderillustrationen. Eine Rangliste, die Kunst gleichrangig neben Preis stellt, trägt dieser Entwicklung Rechnung.
Einordnung im Sammlermarkt
Das Pokémon TCG ist seit Jahrzehnten ein Dauerläufer unter den Sammelkartenspielen, und die Aufmerksamkeit für einzelne Karten schwankt mit dem allgemeinen Interesse am Franchise. Ranglisten wie diese funktionieren deshalb doppelt: als Orientierung für Einsteiger und als Gesprächsanlass für Leute, die ihre Sammlung längst im Regal stehen haben. Auffällig ist die Spannweite der Auswahl. Sie vermeidet die reine Hochpreis-Schau und nimmt Karten auf, die tatsächlich noch gespielt oder ertauscht werden.
Was die Auswahl über die Sammlerszene sagt
Dass eine Liste sowohl einen 4.500-Dollar-Gral als auch Budget-Picks nebeneinander stellt, beschreibt den Markt recht genau. Nach oben hin ist er spekulativ und zustandsabhängig, nach unten hin offen und zugänglich. Zwischen beiden Enden liegt der Großteil der Sammler, die ein Motiv mögen und nicht auf eine Wertsteigerung warten. Für sie ist die Einordnung nach Erschwinglichkeit der brauchbarste Teil der Rangliste.
Fazit in einem Satz
Die Rangliste vom 19. September 2026 umfasst zehn Karten, drei Bewertungskriterien und einen Preisabstand von mehreren tausend Dollar zwischen den Enden. Wer wissen will, ob die eigene Bisasam-Karte aus der Schulzeit dabei ist, muss die vollständige Liste selbst durchgehen.