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PS5: Hacker umgehen offenbar die Zwei-Faktor-Authentifizierung
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PS5: Hacker umgehen offenbar die Zwei-Faktor-Authentifizierung

Nutzer berichten von einer Sicherheitslücke im PlayStation Network, bei der Angreifer über Kinderkonten Zugriff auf PS5-Accounts erlangen.

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Tommes Parzl
TEILEN: Twitter Reddit

Was ist passiert?

Im PlayStation Network häufen sich Berichte über eine Sicherheitslücke, die PS5-Spieler betrifft. Nutzer melden, dass Angreifer offenbar die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgehen und sich über den Support Zugriff auf fremde Konten verschaffen. Der Trick: Über neu hinzugefügte Kinderkonten sollen die Angreifer an die eigentlichen PlayStation-Konten gelangen. Die Meldung ist am 31. Oktober 2026 aktualisiert worden, ein konkretes Release- oder Update-Datum gibt es nicht, da es sich um eine Sicherheitsmeldung handelt.

Wie die Angreifer vorgehen

  • Support-Weg: Die Angreifer kontaktieren offenbar den PlayStation-Support und geben sich als Kontoinhaber aus.
  • Kinderkonten als Schlupfloch: Über neu hinzugefügte Kinderkonten sollen sie Zugriff auf das Hauptkonto erhalten.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die eigentlich schützende Funktion wird dabei offenbar umgangen.
  • Normale Nutzung: Diese Kinderkonten können auf der Konsole weitgehend normal verwendet werden, inklusive Spielen.
  • Käufe möglich: Teils sind laut den Berichten sogar Käufe im PS Store über die so erlangten Konten möglich.

Was das für euer Konto bedeutet

Die gemeldeten Fälle zeigen ein Muster: Wer ein PlayStation-Konto besitzt, sollte die eigenen Sicherheitseinstellungen prüfen. Besonders betroffen sind offenbar Konten, bei denen Kinderkonten hinzugefügt wurden oder werden. Die Angreifer nutzen den Support als Einstiegspunkt, um die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen. Das ist kein Angriff auf die Hardware der PS5, sondern auf die Kontostruktur im PlayStation Network. Nutzer, die solche Auffälligkeiten bemerken, sollten ihre Kontodaten und die Liste der verknüpften Kinderkonten genau kontrollieren.

Hintergrund: PSN und Account-Sicherheit

Das PlayStation Network ist seit Jahren ein Ziel für Angreifer. Bereits 2011 gab es einen massiven Sicherheitsvorfall, bei dem Daten von Millionen Nutzern kompromittiert wurden. Seitdem hat Sony die Sicherheitsmaßnahmen ausgebaut, darunter die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die seit 2020 für PSN-Konten verfügbar ist. Dass Angreifer nun ausgerechnet über den Support und Kinderkonten einen Weg finden, diese Hürde zu umgehen, zeigt eine Lücke im Prozess, nicht in der Technik. Kinderkonten sind eigentlich dafür gedacht, jüngeren Spielern eingeschränkten Zugang zu ermöglichen, mit Elternkontrolle und begrenzten Käufen. Genau diese Funktion scheint hier zweckentfremdet zu werden.

Was Spieler jetzt tun können

  • Kinderkonten prüfen: Schaut in euren PSN-Einstellungen nach, ob unbekannte Kinderkonten hinzugefügt wurden.
  • Support-Anfragen im Blick behalten: Achtet auf ungewöhnliche Aktivitäten oder Benachrichtigungen zum Support.
  • Passwort ändern: Ein neues, starkes Passwort für das PlayStation-Konto ist nie verkehrt.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: Wer sie noch nicht nutzt, sollte sie jetzt einschalten, auch wenn sie in diesen Fällen offenbar umgangen wurde.
  • Käufe kontrollieren: Überprüft die Transaktionshistorie im PS Store auf unbekannte Abbuchungen.

Branchenkontext: Account-Sicherheit bei Konsolen

Konsolenhersteller stehen vor einem Dilemma: Je mehr Funktionen sie in ihre Kontosysteme integrieren, desto mehr Angriffsflächen entstehen. Sony, Microsoft und Nintendo haben in den vergangenen Jahren ihre Konten stärker vernetzt, mit Cloud-Speicherständen, Abo-Diensten und Cross-Play. Das macht Konten wertvoller für Angreifer. Gleichzeitig sind Support-Prozesse oft der schwächste Punkt, weil sie auf menschliche Überprüfung setzen. Ein ähnlicher Fall ist aus dem Jahr 2022 bekannt, als Angreifer über den Xbox-Support an Konten gelangten. Die aktuelle Meldung reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein, bei denen nicht die Technik, sondern der menschliche Faktor das Einfallstor ist.

Unbestätigt: Kein systematisches Kapern

  • Kein offizieller Beleg: Dass alle PS5-Konten systematisch gekapert werden, ist nicht bestätigt.
  • Gemeldete Fälle: Die Quellen sprechen von gemeldeten Einzelfällen und einer untersuchten Sicherheitslücke.
  • „Bizarres Kapern“: Die Formulierung eines bizarren oder flächendeckenden Angriffs ist damit nicht gedeckt.
  • Offizielle Stelle fehlt: Eine offizielle Stellungnahme von Sony zu den Berichten liegt derzeit nicht vor.

Konkrete Beobachtung

Die Meldung vom 31. Oktober 2026 beschreibt eine Lücke, die über den Support und Kinderkonten funktioniert. Spieler auf der PS5 sollten ihre Konten und verknüpften Kinderprofile jetzt prüfen. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung bleibt sinnvoll, auch wenn sie in diesen Fällen offenbar umgangen wurde. Wer verdächtige Aktivitäten bemerkt, sollte sich direkt an den PlayStation-Support wenden und die eigenen Zugangsdaten ändern.

Quelle: Gaming - GIGA

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