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Sofia Coppolas dunkle Little Mermaid: 12 Jahre danach
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Sofia Coppolas dunkle Little Mermaid: 12 Jahre danach

Vor zwölf Jahren wurde Sofia Coppolas düstere Live-Action-Version von The Little Mermaid bekannt, 2015 scheiterte das Projekt. Eine Spurensuche.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Ein Film, der nie das Licht der Welt erblickte

Es gibt Projekte, die verschwinden lautlos. Und es gibt Sofia Coppolas geplante Live-Action-Fassung von The Little Mermaid, die 2014 öffentlich wurde und bis heute nachhallt. Zwölf Jahre nach dem ersten Bekanntwerden ist der Film nie erschienen. Kein Trailer, kein Drehbuch leaked, keine Besetzung. Nur eine Idee, die sich hartnäckig hält. Coppola verließ das Projekt im Juni 2015 wegen kreativer Differenzen. Die Vorstellungen über Umfang und Budget gingen auseinander. Seitdem ist es still um das Vorhaben.

Die düstere Vision: Andersens Original statt Disney

  • Geplant war keine fröhliche Disney-Adaption, sondern eine Annäherung an Hans Christian Andersens dunkles Originalmärchen.
  • Statt singender Krebse und glücklicher Enden stand eine melancholische, fantasygetränkte Erzählung im Raum.
  • Universal Pictures und Working Title waren als beteiligte Filmfirmen im Gespräch.
  • Coppola sollte Regie führen, nachdem sie mit Filmen wie Lost in Translation und Marie Antoinette bereits ihren eigenen Stil etabliert hatte.

Die Vorstellung einer Coppola-Arielle klang nach langsamen Bildern, viel Atmosphäre und einem Ende, das nicht zwingend im Sonnenuntergang mündet. Genau das machte das Projekt spannend.

Die harten Fakten zum gescheiterten Projekt

  • Bekanntgabe: 2014 wurde das Projekt öffentlich.
  • Ausstieg: Coppola verließ das Projekt im Juni 2015.
  • Grund: Kreative Differenzen, unterschiedliche Vorstellungen zu Umfang und Budget.
  • Beteiligte Firmen: Universal Pictures und Working Title.
  • Status: Es handelt sich um ein gescheitertes Entwicklungsprojekt, nicht um einen kommenden Film. Eine Wiederaufnahme ist nicht belegt.

Damit ist klar: Es gibt keine Plattformen, keinen Preis und keine Spielereihe. Es ist ein Filmprojekt, kein Spiel. Aber eines, das im Kopf bleibt.

Sofia Coppola: Vom Indie-Wunder zur Märchen-Regisseurin

Coppola ist keine Regisseurin, die auf Franchises schielt. Lost in Translation (2003) brachte ihr einen Oscar für das beste Originaldrehbuch. Marie Antoinette (2006) zeigte ihre Vorliebe für historische Stoffe mit modernem Soundtrack. The Beguiled (2017) und Priscilla (2023) folgten. Sie erzählt Figuren, die in beengten Verhältnissen gefangen sind. Eine Meerjungfrau, die ihre Stimme verliert und zwischen zwei Welten steht, passt da durchaus ins Profil. Dass sie das Projekt verließ, ist also kein Zeichen von Desinteresse, sondern von klaren Vorstellungen. Das Budget und der Umfang waren offenbar nicht das, was sie wollte.

Warum das Projekt im Juni 2015 scheiterte

Die offiziellen Angaben sprechen von kreativen Differenzen. Konkret ging es um unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie groß der Film werden sollte und wie viel Geld zur Verfügung steht. Coppola ist bekannt für kontrollierte Produktionen. Ein Fantasyfilm mit Unterwasserwelten braucht Effekte, Bauten, Tiere. Das kollidiert mit einem Regiestil, der auf Atmosphäre statt auf Schauwerte setzt. Universal und Working Title hatten vermutlich ein größeres Publikum im Blick. Coppola wollte ihr eigenes Ding machen. Beide Seiten haben das Projekt verlassen. Niemand hat es seitdem offiziell wiederbelebt.

Düstere Märchen im Gaming: Ein vertrautes Terrain

  • American McGee’s Alice (2000) zeigte, wie eine düstere Neuinterpretation eines Kinderklassikers funktionieren kann.
  • The Wolf Among Us (2013) verlegte Märchenfiguren in ein noirartiges New York.
  • Alice: Madness Returns (2011) setzte die düstere Linie fort.
  • Aktuelle Titel wie Lies of P oder Black Myth: Wukong zeigen, dass düstere Märchen- und Sagenstoffe gefragt sind.

Die Verbindung zum Gaming liegt nicht im Projekt selbst, sondern in der Erwartungshaltung. Ein Coppola-Film über eine leidende Meerjungfrau hätte dieselbe Zielgruppe angesprochen wie Spiele, die bekanntes Gut in eine unbehagliche Richtung drehen. Dass daraus kein Film wurde, ist eine Lücke, die auch im Gaming-Kontext auffällt.

Was wäre, wenn? Die aktuelle Situation

Es gibt keine Bestätigung, dass der Film noch kommen könnte. Die verfügbaren Berichte sprechen ausschließlich vom gescheiterten Projekt. Keine Besetzung, keine Produktionsdetails, keine Termine. Coppola selbst hat sich seit 2015 nicht öffentlich zu einer Wiederaufnahme geäußert. Universal und Working Title haben keine neuen Informationen veröffentlicht. Wer heute über das Projekt spricht, spricht über eine Idee, nicht über einen Plan. Das ist wichtig, um Gerüchte nicht als Tatsachen zu behandeln.

Ein verpasster Film, der weiterlebt

Zwölf Jahre nach dem ersten Bekanntwerden ist The Little Mermaid von Sofia Coppola immer noch ein Gesprächsthema. Das liegt nicht an neuen Entwicklungen, sondern an der Lücke, die das Projekt hinterlassen hat. Eine Regisseurin, die für leise Töne und starke Figuren steht, auf einen Stoff, der normalerweise laut und bunt ist. Diese Kombination gibt es nicht oft. Und sie bleibt ungesehen.

Quelle: Polygon.com

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