Der Preis der PS5 hat sich verändert
Die PS5 kostet aktuell so viel wie seit Monaten nicht mehr. Händler haben die Preise angehoben, Rabattaktionen sind selten geworden. Das liegt an Lieferketten-Engpässen und einer unverändert hohen Nachfrage, die das Angebot übersteigt.
Wer eine neue Konsole will, greift derzeit tief in die Tasche. Die Digital Edition ist kaum günstiger als die Version mit Laufwerk. Genau hier setzt das Angebot von o2 an: Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, kann sich die PS5 dazu sichern.
Der Deal klingt verlockend, doch die Frage ist, ob sich das Paket rechnet. Die Antwort hängt von der Tarifstruktur und der Vertragslaufzeit ab. Für Verbraucher lohnt sich ein genauer Blick auf die Gesamtkosten.
Was bietet das o2-Bundle?
- Kombination aus Handytarif und PS5 in einem monatlichen Paketpreis.
- Die Konsole wird nicht sofort bezahlt, sondern über die Laufzeit abgestottert.
- Enthalten ist in der Regel ein aktuelles Smartphone oder eine SIM-only-Option.
- Die Vertragslaufzeit beträgt meist 24 Monate, manchmal auch flexibel kürzer.
Wer ohnehin einen neuen Mobilfunkvertrag braucht, kann von der Bündelung profitieren. Die monatliche Rate für die PS5 ist oft niedriger als der Einmalkauf. Dafür bindet man sich an den Anbieter.
Ein Vergleich lohnt sich: Rechnet man die Kosten des Tarifs separat, zeigt sich, ob die Konsole wirklich günstiger ist. Viele Tarife enthalten unbegrenztes Datenvolumen, was den Gesamtpreis nach oben treibt.
Warum ist die PS5 gerade so teuer?
Die Preise für Konsolen unterliegen seit Jahren Schwankungen. Aktuell treffen mehrere Faktoren zusammen: Halbleiter-Knappheit, hohe Transportkosten und eine starke Nachfrage durch neue Spiele wie Grand Theft Auto VI, das Ende 2025 erschienen ist.
Auch die PS5 Pro hat das Preisniveau nach oben gezogen. Sonys Top-Modell kostet deutlich mehr als die Standardversion, und selbst die Basis-PS5 wird im Vergleich dazu teurer angeboten. Händler nutzen die Lage für höhere Margen.
Für Spieler bedeutet das: Wer nicht sofort kaufen muss, kann auf eine Rabattaktion warten. Wer aber bedenkenlos Geld ausgeben möchte, findet im o2-Angebot eine Alternative, die den Kauf auf mehrere Monate verteilt.
Die Historie der PlayStation-Konsolen
Sonys PlayStation-Reihe hat eine lange Tradition von Bundles. Schon die PS3 gab es in Kombination mit Blu-ray-Filmen und Spielen. Die PS4 wurde häufig mit FIFA oder Call of Duty im Paket verkauft, was den Einstieg erleichterte.
Die PS5 setzt diese Strategie fort, allerdings mit einem neuen Muster: Statt Spielen stehen nun Hardware und Abo-Dienste im Vordergrund. Der PlayStation Plus-Dienst ist häufig Teil der Angebote, ebenso wie Zubehör und Fernbedienungen.
Erstmals bindet ein deutscher Netzbetreiber die Konsole direkt in den Tarif ein. Das erinnert an US-amerikanische Modelle, wo Smartphones und Tablets seit Jahren über Verträge finanziert werden. In Deutschland war das bislang nur bei iPhones und Android-Geräten üblich.
Die Kosten im Detail durchgespielt
- Die PS5 mit Laufwerk kostet im Einzelhandel rund 550 Euro.
- Ein o2-Tarif mit 20 GB Datenvolumen liegt bei etwa 30 bis 40 Euro im Monat.
- Das Bundle-Paket wird häufig mit 60 bis 70 Euro monatlich angegeben.
- Über 24 Monate ergeben sich Gesamtkosten von über 1.500 Euro.
Ob sich das lohnt, hängt vom eigenen Verhalten ab: Nutzt man viel mobiles Datenvolumen, ist der Tarifpreis günstig. Wer nur wenig telefoniert und surft, zahlt am Ende drauf.
Die Rechnung zeigt den Unterschied: Ein separat abgeschlossener Vertrag plus Einmalkauf der Konsole kann bei guten Konditionen günstiger sein. Allerdings setzen viele Anbieter auf versteckte Kosten wie Aktivierungsgebühren oder jährliche Preiserhöhungen.
Für Wenignutzer ist das Angebot daher unattraktiv. Für Vielnutzer, die ohnehin einen teureren Tarif benötigen, kann die PS5 im Paket ein Bonus sein. Ein echtes Schnäppchen ist es selten, eher eine Finanzierungslösung mit Beigabe.
Was bedeutet das für den Gaming-Markt?
Solche Bundles sind ein Indiz dafür, dass Konsolen zunehmend als Serviceprodukte vermarktet werden. Statt eines einmaligen Kaufs setzen Anbieter auf monatliche Zahlungen, die das Einstiegsrisiko senken. Das könnte langfristig die Preiswahrnehmung verändern.
Schon jetzt bieten Abo-Dienste wie Game Pass oder PlayStation Plus Spiele auf Abruf. Wenn nun auch die Hardware in monatliche Raten gegossen wird, gleicht die Branche immer mehr der Streaming-Konkurrenz. Der Schritt von o2 ist ein weiterer Baustein in dieser Entwicklung.
Für den deutschen Markt ist das ungewöhnlich, denn Konsolen werden hierzulande klassisch über Elektronikmärkte verkauft. Ein Mobilfunker als Vertriebskanal öffnet jedoch eine neue Zielgruppe: Menschen, die ohnehin auf der Suche nach einem Tarif sind und sich nebenbei eine Konsole sichern.
Kritisch bleibt die Vertragslaufzeit: Wer nach einem Jahr auf die PS6 umsteigen möchte, sitzt fest. Auch der Weiterverkauf der Konsole ist während der Laufzeit nicht möglich, da das Gerät faktisch an den Vertrag gebunden ist.
Konkrete Rechenbeispiele aus dem Alltag
Ein Berufstätiger mit 30 Gigabyte mobilen Daten pro Monat zahlt bei vielen Anbietern mindestens 40 Euro. Rechnet man 24 Monate, kommt er auf 960 Euro. Dazu die PS5 als Einmalkauf von 550 Euro ergibt 1.510 Euro.
Das o2-Bundle verlangt in ähnlichen Größenordnungen monatlich 65 Euro. Über die Laufzeit summiert sich das auf 1.560 Euro. Der Unterschied liegt also bei lediglich 50 Euro, dafür hat man den Tarif inklusive Telefonie und SMS.
Ein Student mit 5 Gigabyte Datenvolumen ist schlechter bedient. Ein günstiger Prepaid-Tarif kostet 10 Euro pro Monat, also 240 Euro in zwei Jahren. Dazu die Konsole für 550 Euro ergibt 790 Euro. Das o2-Angebot wäre hier mehr als doppelt so teuer.
Wer in der Stadt mit WLAN-Umfeld lebt, kann diesen Deal getrost ignorieren. Wer oft unterwegs ist und zudem ein aktuelles iPhone oder Android-Gerät braucht, fährt mit dem Bundle besser. Doch die genauen Preise muss man bei o2 selbst prüfen, denn sie variieren je nach Aktion und Vertragslaufzeit.
Endloses Spielen zu finanzieren ist eine Option
Das Modell von o2 erinnert an die klassische Subventionierung von Smartphones: Man zahlt ein Gerät ab, statt es sofort zu kaufen. Das bietet Liquidität und senkt die Anfangshürde. Aber es ist keine Alternative für alle.
Die PS5 bleibt ein begehrtes Produkt, das seinen Preis hat. Wer den vollen Betrag aufbringen kann, sollte den Einmalkauf dem Vertrag vorziehen. Wer flexibel bleibt und keinen neuen Tarif benötigt, findet bessere Konditionen bei reinen Hardware-Anbietern.
Wichtig ist der Blick auf die Gesamtsumme, nicht auf die monatliche Rate. Eine Rate von 60 Euro klingt harmlos, summiert sich aber auf über 1.400 Euro. Das Angebot von o2 ist daher keine Schnäppchenjagd, sondern eine Frage der Lebensumstände.
Aktuell zeigt sich: Die PS5 ist ein Premiumprodukt, das sich viele Spieler nur auf Raten leisten können. Ob das gut ist, sei dahingestellt. Aber wer es eilig hat, findet im o2-Paket einen legalen Weg zur Konsole, ohne das Sparbuch zu plündern.