PSN-Ausfall am Freitag: Kein Zugriff auf Online-Dienste
Da wollte man sich am Freitagnachmittag gemütlich in die Couch setzen und loszocken, und dann das. Das PlayStation Network (PSN) ist aktuell von einer Störung betroffen. Spieler berichten von Problemen beim Einloggen und phasenweisen Aussetzern.
- Kein Zugriff auf Online-Multiplayer-Titel wie Call of Duty oder Fortnite.
- Der PlayStation Store lässt sich nicht laden.
- Auch die Kommunikation mit Freunden über die Freundesliste funktioniert nicht.
Genervte Community und betroffene Redaktion
Im Netz sammeln sich frustrierte Stimmen. Auf Twitter und in Foren tauschen sich Spieler über die aktuelle Situation aus. Auch in der EndeNews-Redaktion ist das Problem aufgefallen, der ein oder andere Kollege konnte sich nicht ins PSN einwählen.
- Viele Nutzer berichten von Fehlermeldungen beim Start von PS4 und PS5.
- Einige haben bereits Neuversuche gestartet, jedoch ohne Erfolg.
Bisher keine offiziellen Infos von Sony
Offizielle Stellungnahmen von Sony stehen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus. Die Statusseite des PlayStation Network zeigt aktuell keine Warnung an, obwohl die Störung weitreichend zu sein scheint. Betroffen sind offenbar alle Regionen.
- Wir beobachten die Lage und halten euch auf dem Laufenden.
- Sollte sich etwas ändern, erfahrt ihr es hier bei EndeNews.
Tipps für die Zwischenzeit
Wer nicht aufs Zocken verzichten mag, kann auf Offline-Spiele ausweichen. Titel wie The Last of Us Part II oder Elden Ring lassen sich auch ohne PSN-Verbindung spielen. Oder man nutzt die Gelegenheit für eine Runde Astro's Playroom auf der PS5.
- Einfach die Konsole vom Netz nehmen und im Offline-Modus starten.
- Oder mal wieder ein älteres Spiel aus der Sammlung ausgraben.
Sony und die Geschichte des PlayStation Network
Sony Interactive Entertainment startete das PlayStation Network am 11. November 2006, zeitgleich mit dem Launch der PlayStation 3 in Japan. Entwickelt wurde die Plattform von der hauseigenen Sony Network Entertainment Division, die zuvor vor allem mit dem PlayStation Store für die PSP experimentiert hatte. PSN war von Anfang an ein geschlossenes Ökosystem mit kostenpflichtiger Online-Mitgliedschaft (PlayStation Plus), das 2010 die Marke von 50 Millionen registrierten Nutzern überschritt.
Heute zählt das Netzwerk nach eigenen Angaben über 123 Millionen monatlich aktive Nutzer (Stand September 2023). Der PlayStation Store generiert jährlich Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich, ein Großteil davon durch Mikrotransaktionen in Titeln wie Fortnite oder FC 24. Die Abhängigkeit von stabilen Servern ist damit enorm, sowohl für Sony als auch für die Publisher.
Frühere PSN-Ausfälle und ihre Folgen
Der bisher schwerwiegendste Zusammenbruch ereignete sich im April 2011. Nach einem Hackerangriff auf die Sony-eigenen Rechenzentren war PSN 23 Tage lang komplett offline. Rund 77 Millionen Nutzerkonten waren betroffen; persönliche Daten wurden gestohlen. Sony bezifferte die Kosten später auf 171 Millionen Dollar, inklusive Rechtskosten, Entschädigungen und einem kostenlosen „Welcome Back“-Paket für Abonnenten.
Seitdem gab es mehrere regionale oder stundenweise Störungen, etwa 2014 an Weihnachten durch DDoS-Angriffe der Gruppe Lizard Squad. 2021 fiel PSN für mehrere Stunden aus, als Sony die Serverwartung unterschätzte. Im Vergleich dazu sind Xbox Live-Ausfälle seltener, aber nicht unbekannt: Microsofts Dienst war 2007 über 11 Tage wegen eines Hardwarefehlers beeinträchtigt.
Branchenkontext: Online-Infrastruktur im Vergleich
Während Sony und Microsoft auf zentralisierte Server setzen, verlässt sich Nintendo bei Switch Online auf eine Mischung aus Peer-to-Peer und Cloud-Diensten, mit kleinerer Nutzerbasis (etwa 36 Millionen Abonnenten). Steam, das mit über 30 Millionen gleichzeitigen Spielern die größte Last bewältigt, hat ebenfalls regelmäßige Ausfälle: 2023 zählte die Plattform über 70 Störungsmeldungen, die meisten davon kurzlebig.
Die wirtschaftliche Tragweite eines stundenlangen PSN-Ausfalls im Jahr 2024 ist schwer zu beziffern, aber Analysten schätzen, dass Sony pro Stunde Downtime rund 2 bis 3 Millionen Dollar an entgangenen Store-Umsätzen und Abonnementverlusten verliert. Für Entwickler wie Activision oder Epic, deren Spiele auf Live-Service-Modelle setzen, kommen indirekte Einnahmeverluste durch fehlende Ingame-Käufe hinzu.