Eine ungewöhnliche Mischung für das antike Rom
Das Entwicklerstudio Beartwig stellt mit Romestead ein Spiel vor, das taktische Kämpfe mit Siedlungsbau verknüpft. Hinter dem Projekt steht ein Team aus ehemaligen Entwicklern, die vor der Gründung des eigenen Studios bei Indie-Projekten wie Valheim oder V Rising in unterstützenden Rollen tätig waren.
Die Kombination aus Genre-Elementen folgt dem Vorbild von Titeln wie Kenshi oder RimWorld, verlagert den Fokus jedoch auf eine fest definierte historische Ära. Die übernatürliche Interpretation der römischen Geschichte dient als erzählerischer Rahmen für den Fortschritt des Spielers.
Fokus auf den Aufbau der Siedlung
In der Rolle eines Siedlers verwalten Spieler Ressourcen, um das Überleben der Gemeinschaft zu sichern. Das Management-System verlangt eine effiziente Logistik, da Baumaterialien meist nur durch riskante Expeditionen in die Wildnis erreichbar sind.
Zu den Aufgaben im Siedlungsbau gehören:
- Das Sammeln von Stein, Holz und Metall in instabilen Gebieten.
- Die Errichtung von Schutzwällen gegen übernatürliche Kreaturen der Mythologie.
- Die strategische Anordnung von Gebäuden zur Optimierung der Produktionswege.
Das Studio greift hierbei auf Erfahrungswerte aus dem Management-Genre zurück, um den Übergang zwischen Kampf und Aufbau ohne lange Ladezeiten zu gestalten. Der Spieler entscheidet direkt durch die Platzierung seiner Bauten, wie effektiv die Verteidigung der Siedlung im Falle eines Angriffs funktioniert.
Die Mechanik der Erkundung
Die Welt von Romestead reagiert unmittelbar auf das Handeln des Spielers. Wer die Grenzen des Dorfes verlässt, riskiert nicht nur das eigene Leben, sondern auch die Sicherheit der dort lebenden NPCs durch das Anlocken feindlicher Gruppen.
Das Kampfsystem orientiert sich an etablierten Souls-like Prinzipien:
- Präzises Ausweichen und Blocken sind für das Überleben gegen Bossgegner zwingend.
- Die Ausdauerleiste limitiert aggressive Angriffsketten und erzwingt taktische Pausen.
- Besiegte Gegner hinterlassen seltene Rohstoffe, die für die Forschung in der Basis benötigt werden.
Vergleichbare Titel wie Ashen oder Salt and Sanctuary zeigten bereits, dass die isometrische Perspektive in Kampf-Action-Spielen funktioniert. Beartwig setzt hierbei auf eine flüssige Steuerung, die trotz der isometrischen Sicht die Hitboxen der Gegner präzise erfasst.
Ein Blick auf die technische Umsetzung
Der Grafikstil nutzt eine isometrische Kameraperspektive, um den Überblick über die Siedlung zu erleichtern, während moderne Echtzeit-Beleuchtung für eine düstere Atmosphäre sorgt. Die Engine wurde für eine hohe Anzahl an gleichzeitig dargestellten Objekten optimiert, was für fortgeschrittene Siedlungsstufen notwendig ist.
Die technischen Anforderungen für das Spiel orientieren sich an aktuellen Standards für Indie-Produktionen:
- Unterstützung für 4K-Auflösungen und Ultrawide-Monitore.
- Volle Controller-Unterstützung für das präzise Kampfsystem.
- Ein modulares Bausystem, das auf der Unity-Engine basiert.
Die Entwicklung startete Anfang 2022 mit einem kleinen Team von acht Personen in Berlin. Bisher liegen keine Informationen zu einer Early-Access-Phase vor, da das Team den Content-Umfang erst ab einem bestimmten Reifegrad kommunizieren will. Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch eine Kombination aus staatlichen Fördermitteln des Bundes und privatem Risikokapital.
Aktuelle Testberichte von Fachredaktionen, die eine frühe Alpha-Version sahen, loben die präzise Steuerung des Kampfsystems. Der Erfolg des Titels hängt davon ab, ob die Balance zwischen den repetitiven Kämpfen und dem langsameren Aufbau-Part für Langzeitmotivation sorgt.