Rote Alarmstufe: Psychologischer Horror mit Ro Laren im neuen Star Trek-Spiel
Beschreibung: Das neueste Star Trek-Spiel wagt sich in den psychologischen Horror und stellt Ro Laren aus The Next Generation in den Mittelpunkt.
Ein unerwarteter Kurs
Die Sternenflotte hat sich noch nie so bedrohlich angefühlt. Das neueste Star Trek-Spiel bricht mit allen Konventionen und entpuppt sich als psychologischer Horror-Titel. Im Zentrum steht Ro Laren, bekannt aus Star Trek: The Next Generation (gespielt von Michelle Forbes). Die ehemalige Sternenflottenoffizierin und spätere Maquis-Rebellin ist die perfekte Protagonistin für eine düstere Erzählung. Ihre Ambivalenz und Vergangenheit werden offenbar thematisiert.
Star Trek: The Next Generation lief von 1987 bis 1994. Ro Laren trat in sieben Episoden auf, bevor sie zur Maquis überlief. Forbes’ Charakter war nie die Hauptfigur eines eigenen Spiels, dies ist eine Premiere.
Was bisher bekannt ist
- Das Spiel ist ein psychologischer Horror-Titel, kein Action-Adventure, kein taktischer Shooter.
- Ro Laren ist die Hauptfigur, ihre innere Zerrissenheit zwischen Pflicht und Rebellion bietet Stoff für Albtraumsequenzen.
- Die Quelle Dot Esports fasste Anfang Oktober zusammen: „Go boldly into horror.“ Eine offizielle Ankündigung von Publisher oder Entwickler liegt noch nicht vor.
- Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Angaben zur Steuerung, Perspektive oder Spielmechanik.
Frühere Star-Trek-Spiele: Ein Genre-Portfolio
Das Franchise hat in 40 Jahren Dutzende Titel hervorgebracht, aber keinen einzigen Horror-Ableger. Star Trek: 25th Anniversary (1992, Interplay) war ein Point-and-Click-Adventure mit den Original-Schauspielern. Star Trek: Armada (2000, Activision) verkaufte rund 500.000 Einheiten als Echtzeitstrategie. Star Trek: Elite Force (2000, Raven Software) erhielt Metacritic-Werte von 85 und gilt als bester Shooter im Universum. Star Trek Online (2010, Cryptic) hat über zehn Millionen registrierte Nutzer, bleibt aber ein MMO ohne psychologische Tiefe. Star Trek: Bridge Crew (2017, Ubisoft) setzte auf VR-Kooperation. Keiner dieser Titel wagte sich in den psychologischen Horror, das ist Neuland.
Warum gerade Horror?
Die Entscheidung, auf psychologischen Schrecken zu setzen, ist mutig. Der Fokus liegt nicht auf Jump-Scares, sondern auf Atmosphäre und Charakterstudie. Ro Larens Vergangenheit mit den Maquis, ihre gescheiterte Karriere und der Verrat an Captain Picard bieten innere Konflikte, die narrative Horror-Räume öffnen. Vergleiche mit Alien: Isolation (2014, Creative Assembly) drängen sich auf. Jenes Spiel verkaufte über 2,1 Millionen Einheiten und bewies, dass ein Sci-Fi-Lizenzspiel im Horror-Genre kommerziell und künstlerisch bestehen kann. Auch The Walking Dead von Telltale (2012) zeigte, wie narrative Entscheidungen und psychologischer Druck ein lizenziertes Universum neu beleben.
Markt und Veröffentlichungskontext
Das Spiel ist laut Dot Esports bereits veröffentlicht. Konkrete Plattformen werden nicht genannt. Sollte es sich um einen digitalen Indie-Titel handeln, liegt der Preis meist zwischen 15 und 30 Euro, eine übliche Spanne für Nischenhorror auf Steam oder GOG. Größere Star-Trek-Lizenzspiele wie Star Trek: Resurgence (2023, Dramatic Labs) kosteten 40 Euro zum Start und waren auf PC, PS5 und Xbox Series erhältlich. Resurgence selbst war ein narratives Adventure, das auf Telltale-Mechaniken setzte, aber keinen Horror bot. Der Erfolg von Resurgence (laut Metacritic 76) zeigt, dass eine treue Fangemeinde für storylastige Star Trek-Spiele existiert.
Keine offiziellen Details zum Gameplay
Ob es sich um ein First-Person-Erlebnis oder ein narratives Adventure handelt, bleibt offen. Retro-Fans sollten ihre Bordcomputer checken. Star Trek-Spiele auf älteren Plattformen wie dem Game Boy Advance oder der PlayStation 1, etwa Star Trek: The Next Generation, The Lost Episode (unlizenziert), zeigen, dass die Community inoffizielle Projekte immer wieder aufgreift. Dieser Titel könnte der unheimlichste Ausflug ins All seit Jahren sein. Seit 2012 hat kein lizenziertes Star Trek-Spiel psychologischen Horror aufgegriffen.