Russlands schräge Justiz-Logik: Google zahlt Fantastilliarden, EA kommt fast glimpflich davon
Während Google mit astronomischen Strafzahlungen in Russland konfrontiert wird, wirkt die Strafe gegen Electronic Arts geradezu lächerlich gering.
Die astronomische Strafe gegen Google
Russische Gerichte haben eine Strafe gegen Google verhängt, die mathematisch völlig jeden Rahmen sprengt. Die Zahl beläuft sich auf zwei Undezillionen Rubel.
- Das ist eine 2 gefolgt von 36 Nullen.
- Diese Summe übersteigt das gesamte Vermögen auf unserem Planeten bei weitem.
- Der Grund für den Zorn ist die Sperrung russischer YouTube-Kanäle.
Ein seltsamer Kontrast zu Electronic Arts
Im Vergleich dazu wirkt die aktuelle Forderung gegen Electronic Arts wie ein schlechter Witz aus einem alten Adventure. Das Unternehmen wurde wegen der Verbreitung von LGBT-Inhalten in seinen Spielen zu einer Zahlung verurteilt.
- Die Strafe liegt bei lächerlichen 10.000 Rubel.
- Dieser Betrag entspricht nach aktuellem Wechselkurs etwa 95 Euro.
- Es ist eine kuriose Diskrepanz zwischen den Milliardenforderungen an Tech-Giganten und dieser symbolischen Geste.
Was bedeutet das für Gamer?
Die russischen Behörden nutzen diese Geldstrafen als politisches Werkzeug. Bei EA scheint es eher um eine öffentliche Mahnung zu gehen, während Google effektiv aus dem Markt gedrängt werden soll.
- Die IT-Infrastruktur von Google in Russland wurde bereits weitgehend eingestellt.
- Electronic Arts bleibt mit seinen Titeln wie EA Sports FC 25 formal in der Kritik, zahlt aber faktisch nur Kleingeld.
Die Absurdität der Zahlen
Zahlen wie zwei Undezillionen haben in der realen Wirtschaft keinerlei Bedeutung. Sie dienen lediglich als Drohkulisse für die globale Bühne.
- Ein Gericht in Moskau bestätigte die Forderungen gegen den Suchmaschinenriesen mehrfach.
- Die Gegenseite lacht über diese Summen, da sie rechtlich nicht vollstreckbar sind.
- Der russische Staat zeigt mit dieser Strategie seine Entschlossenheit gegen westliche Konzerne, egal wie unrealistisch die Höhe der Forderungen ausfällt.
Es bleibt abzuwarten, ob dieser Druck auf Electronic Arts noch weiter eskaliert oder bei diesem symbolischen Betrag verharrt. Bisher hat das Unternehmen nicht auf die Forderung reagiert.
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