Countdown läuft: Saw-Reihe bald weg
Netflix verliert noch im Juli den Großteil der Saw-Franchise. Sieben von zehn Filmen werden gestrichen. Wer die Serie um den kranken Jigsaw noch nicht gesehen hat, sollte jetzt den Marathon starten.
Die Saw-Reihe startete 2004 als Independent-Film der australischen Regisseure James Wan und Leigh Whannell. Das Duo hatte zuvor nur den gleichnamigen Kurzfilm (2003) gedreht, der als Vorlage diente. Mit einem Budget von 1,2 Millionen Dollar spielte der erste Film weltweit 103 Millionen Dollar ein, einer der profitabelsten Horror-Filme aller Zeiten. Lionsgate übernahm die Vermarktung und produzierte ab 2005 jährlich einen weiteren Teil, bis 2010 mit Saw 3D die ursprüngliche Saga endete.
Welche Filme sind betroffen?
- Genau sieben Teile der Reihe verlassen den Dienst.
- Die restlichen drei bleiben vorerst im Angebot.
- Netflix hat nicht verraten, welche konkreten Filme gehen. Ein schneller Blick in die eigene Watchlist klärt auf.
Bei den sieben gestrichenen Filmen handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um die Teile 1 bis 7 (Saw bis Saw 3D). Die drei neueren Werke, Jigsaw (2017), Spiral (2021) und Saw X (2023), sind separate Lizenzpakete und bleiben verfügbar. Netflix hatte die Originalsaga 2021 ins deutsche Programm aufgenommen, die Lizenz läuft nun nach drei Jahren aus. Die neueren Teile wurden von Lionsgate direkt an Netflix lizenziert, oft mit längeren Laufzeiten.
Warum lohnt sich der Marathon?
Die Saw-Filme sind kein einfacher Slasher. Sie weben eine komplexe Chronologie mit Rückblenden und überraschenden Wendungen. Wer nur einen Film sieht, versteht das Puzzle nicht. Nur ein kompletter Durchlauf enthüllt Jigsaws Plan.
Die Handlung der ersten sieben Filme ist so verzahnt, dass selbst Nebenfiguren aus Teil 2 in Teil 6 wieder auftauchen. Drehbuchautor Leigh Whannell strukturierte die Serie wie ein Krimi-Puzzle: Jeder Film fügt eine neue Ebene hinzu, ohne die vorherigen zu entwerten. Das führte zu einem Welt-Einspielergebnis von über 1,03 Milliarden Dollar über zehn Teile. Die ursprüngliche Siebener-Reihe allein erzielte 873 Millionen Dollar.
So gelingt der Binge-Abend
- Starte mit Saw (2004), der Klassiker definiert die Regeln.
- Überspringe nichts. Auch die schwächeren Teile liefern wichtige Puzzleteile.
- Kalkuliere rund 14 Stunden Laufzeit für alle sieben Filme. Ein verlängertes Wochenende reicht.
Die Laufzeiten variieren: Saw (103 Minuten) bis Saw VI (92 Minuten), der längste ist Saw 3D mit 90 Minuten. Am besten schaust du in der Veröffentlichungsreihenfolge, nicht chronologisch nach Handlungszeit, die vielen Rückblenden sind darauf ausgelegt. Ein Marathon am Stück ist möglich, doch die Altersfreigabe ab 18 und die explizite Gewalt machen mehrere Pausen sinnvoll. Wer die Filme in 4K sehen will, braucht physische Medien: Netflix streamt alle Teile nur in HD.
Keine Alternative in Sicht
Nach dem 31. Juli ist Schluss mit dem Streaming der Saw-Filme auf Netflix. Dann helfen nur noch physische Medien oder andere Anbieter. Also: Fallen aufstellen, und den Player anwerfen.
Amazon Prime Video führt alle zehn Teile zum Kauf (je 9,99 Euro in HD) oder in der Flatrate von Paramount+ (Teile 1 bis 7). Der deutsche Streaming-Dienst Joyn zeigt ebenfalls die ersten sieben Filme kostenlos mit Werbeunterbrechungen. Die Blu-ray-Box der kompletten Originalsaga kostet rund 25 Euro und enthält Bonusmaterial wie die ungeschnittenen Versionen. Saw X (2023) kam erst im November 2023 in die deutschen Kinos und läuft dort weiterhin, wer den neuesten Teil sehen will, muss noch ins Kino oder auf den digitalen Release warten.