Kickstarter-Start mit Ansage
Der Entwickler SHADE Protocol hat seinen Crowdfunding-Feldzug mit Bravour gemeistert.
Das angestrebte Ziel von 40.000 Dollar wurde innerhalb eines Tages um das Sechsfache übertroffen, genau 240.000 Dollar kamen zusammen.
Auf Steam stehen bereits über 150.000 Wunschlisten zu Buche.
Ein Wert, der für ein unbekanntes Indie-Metroidvania eher ungewöhnlich ist.
Das Studio hinter dem Spiel
Das Team hinter SHADE Protocol besteht aus drei Entwicklern, die zuvor als Freelancer für kleinere Indie-Projekte arbeiteten.
Der Lead-Designer war an der Grafik des 2021 erschienenen Puzzle-Platformers „Voidbound“ beteiligt, der auf Itch.io 15.000 Downloads erreichte.
- Das Studio wurde 2022 offiziell gegründet, brachte aber bislang keinen kommerziellen Titel heraus.
- Die erste öffentliche Demo von SHADE Protocol lief Anfang 2024 auf dem Steam Next Fest, damals noch ohne Soundtrack-Ankündigung.
Die Finanzierung über Kickstarter war von Anfang an als Hauptkapitalquelle geplant.
Eigenkapital oder Publisher-Unterstützung gab es nicht.
Prominente Stimme an Bord
Ein Grund für den Hype: der Soundtrack.
Das Team konnte einen Sänger gewinnen, der zuvor für die Musik von Nier Automata und Dark Souls verantwortlich zeichnete.
- Die Identität des Sängers wurde noch nicht offiziell bestätigt.
- Fans spekulieren über Emi Evans oder einen anderen Vocalisten aus dem FromSoftware- und Square-Enix-Umfeld.
Die Verknüpfung mit diesen ikonischen Spielen verleiht SHADE Protocol zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Metroidvania-Boom und Crowdfunding-Vergleiche
Die 240.000 Dollar liegen deutlich über dem Durchschnitt eines Kickstarter-Indie-Metroidvanias.
Zum Vergleich: „Crowsworn“, ein ähnlich düsterer Titel, sammelte 2021 rund 310.000 Dollar bei 45.000 Dollar Ziel. Ender Lilies (später erfolgreich auf Steam) startete gar mit einer kleineren Kampagne von 100.000 Dollar.
Die 150.000 Wunschlisten auf Steam sind für einen unbekannten Titel außergewöhnlich.
„Hollow Knight“ hatte vor Release etwa 200.000 Wunschlisten, nach mehreren Jahren Early-Access-Präsenz.
- Der Markt für handgezeichnete Metroidvanias ist aktuell gesättigt: 2023 erschienen über 40 Titel im Genre auf Steam.
- Erfolgreiche Beispiele wie „Blasphemous 2“ oder „Afterimage“ zeigen, dass hohe Produktionswerte und ein starker Soundtrack das Kaufinteresse deutlich steigern.
Die Geschichte hinter dem Hype
SHADE Protocol ist ein düsteres Metroidvania mit handgezeichneter Grafik.
Im Mittelpunkt steht ein Protokoll, das Licht und Schatten manipuliert, daher auch der Arbeitstitel.
- Der visuelle Stil erinnert an Klassiker wie „Hollow Knight“ oder „Ori“.
- Kampfsystem und Leveldesign versprechen fordernde Rätsel und präzises Platforming.
Die Kickstarter-Kampagne zeigte beeindruckende Gameplay-Szenen, die offenbar bei vielen Spielern zündeten.
Was die Zukunft bringt
Das zusätzliche Geld soll in vertonte Zwischensequenzen, eine größere Spielwelt und einen erweiterten Soundtrack fließen.
Ein konkreter Releasetermin steht noch nicht fest, die Wunschlisten auf Steam deuten aber auf eine Veröffentlichung im Laufe des nächsten Jahres hin.
Die Kampagne endete mit 240.000 Dollar, das Sechsfache des Ziels.
Damit liegt SHADE Protocol in derselben Größenordnung wie „Timespinner 2“ oder „Gestalt: Steam & Cinder“ zum Launch ihrer Kickstarter.