Die Ungewissheit der Fortsetzungen
Sigourney Weaver kennt den aktuellen Finanzplan für Avatar 4 und Avatar 5 nicht im Detail. Dennoch äußert die Schauspielerin den Wunsch, dass die Vision von Regisseur James Cameron in den kommenden Jahren vollständig umgesetzt wird.
Weaver beschreibt die Skripte für die finalen Teile als inhaltlich dicht. Sie sieht in diesen Kapiteln das Ziel, die ökologischen und zwischenmenschlichen Botschaften zu bündeln, die Cameron seit 2009 verfolgt.
Warum die Sequels für Weaver zählen
Die Schauspielerin verbindet ihre Arbeit als Kiri mit einer persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen Natur und Verbundenheit. Für sie besitzen diese Filme eine Bedeutung, die über die reine Auswertung an den Kinokassen hinausgeht.
- Die narrative Struktur folgt einem festgelegten Plan, den Cameron bereits vor der Produktion von Avatar: The Way of Water entwarf.
- Weaver empfindet die Darstellung der Na'vi als eine Erweiterung ihrer schauspielerischen Arbeit im Bereich Motion Capture.
- Der emotionale Kern der Geschichte liegt für sie in der Entwicklung der Charaktere über die gesamte Pentalogie hinweg.
Der aktuelle Status der Reihe
James Cameron veröffentlichte den ersten Teil der Reihe im Jahr 2009. Mit einem Einspielergebnis von über 2,9 Milliarden US-Dollar bleibt Avatar der erfolgreichste Film der Kinogeschichte.
- Avatar: The Way of Water (2022) spielte weltweit etwa 2,3 Milliarden US-Dollar ein.
- Avatar 3, mit dem Arbeitstitel Fire and Ash, erscheint nach aktueller Planung im Dezember 2025.
- Das Studio 20th Century Studios, das seit 2019 zu Disney gehört, trägt die Verantwortung für die Finanzierung und Distribution.
Ein Blick auf die Produktion
Die Produktion findet primär in den Stone Street Studios in Wellington, Neuseeland, statt. Dort arbeitet das Team von Weta FX an der digitalen Umsetzung der Unterwasserwelt und der Flora Pandoras.
Cameron setzt bei den Sequels auf eine Bildrate von 48 Bildern pro Sekunde (High Frame Rate). Diese Technik erfordert eine präzise Abstimmung zwischen den physischen Schauspielern und den computergenerierten Modellen.
- Die Kosten für die Produktion der Sequels werden auf bis zu 250 Millionen US-Dollar pro Film geschätzt.
- Weaver absolvierte für ihre Rolle der Kiri ein spezielles Apnoe-Training, um Szenen unter Wasser ohne künstliche Atemhilfe zu drehen.
- Die Lücke zwischen dem ersten und zweiten Teil betrug 13 Jahre, was Cameron dazu nutzte, die Technologie der Performance-Capture-Systeme für Unterwasseraufnahmen zu modifizieren.
Branchenkontext und Studio-Historie
James Cameron arbeitet bei der Gestaltung von Pandora eng mit der Park Road Post Production zusammen. Dieses Studio ist eine Tochtergesellschaft der WingNut Group, die durch die Zusammenarbeit bei den Der Herr der Ringe-Filmen bekannt wurde.
Der Erfolg der Reihe sichert dem Studio 20th Century Studios eine stabile Einnahmequelle. Im Vergleich dazu stehen andere große Sci-Fi-Franchises wie Star Wars, die unter der Disney-Führung eine jährliche oder zweijährliche Taktung anstrebten, während Cameron eine längere Entwicklungszeit bevorzugt.
- Die Konkurrenz durch Streaming-Dienste verändert die Auswertung von Kinofilmen, doch die Avatar-Reihe erzielt ihre Ergebnisse primär durch den Verkauf von Premium-Tickets (IMAX, 3D).
- Disney betrachtet die Reihe als einen Eckpfeiler für die Erweiterung von Themenparks, etwa mit Pandora, The World of Avatar in Florida.
- Der finanzielle Erfolg von Avatar 3 entscheidet direkt über die Vorproduktion von Avatar 4, dessen Skripte bereits fertig vorliegen.
Die Entwicklung der kommenden Teile erfolgt unter einer strikten Geheimhaltung durch Cameron. Er nutzt sein eigenes Produktionsunternehmen, Lightstorm Entertainment, um die kreative Kontrolle über die gesamte Laufzeit des Projekts zu behalten.