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Sonys Disc-Aus bis 2028: Video Game History Foundation fordert von der ESA „echte Lösungen“ für die digitale Spielerhaltung
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Sonys Disc-Aus bis 2028: Video Game History Foundation fordert von der ESA „echte Lösungen“ für die digitale Spielerhaltung

Die Stiftung kritisiert die mangelnde Unterstützung der Spieleindustrie für Archive und Museen, und richtet ihren Appell direkt an den großen Branchenverband.

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FatimaEzzahra Zouhoum
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Sony schaltet die Presswerke ab

Ab 2028 will Sony keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc pressen. Die Ankündigung betrifft vor allem Konsolenspieler, für uns PC-Spieler ändert sich kurzfristig wenig.

Trotzdem ist der Schritt ein Alarmsignal für die Spieleerhaltung. Wenn Spiele nur noch als Download existieren, werden Archive, Museen und Bibliotheken vor ein massives Problem gestellt.

Die Video Game History Foundation schaltet sich ein

Frank Cifaldi, Leiter der Video Game History Foundation (VGHF), reagierte prompt. Statt sich allein auf Sony zu stürzen, zielt seine Kritik auf den gesamten Branchenverband Entertainment Software Association (ESA).

  • Cifaldi fordert die ESA auf, „echte Lösungen“ für Archive und Museen bereitzustellen.
  • Es geht um die legale Möglichkeit, digital-only Inhalte zu sichern und für die Nachwelt zu bewahren.
  • Derzeit stoßen Erhaltungsprojekte immer wieder an urheberrechtliche Grenzen.

Warum die ESA in der Pflicht steht

Die ESA vertritt die großen Publisher in den USA. Genau diese Firmen verdienen Milliarden mit digitalen Verkäufen, geben aber kaum rechtliche Mittel für die Langzeitarchivierung.

  • Ohne Ausnahmeregelungen bleiben Museen auf Abhängigkeit von Firmengnaden angewiesen.
  • Einmal vom Store genommene Spiele sind für die Öffentlichkeit oft für immer verloren.
  • Die VGHF sieht hier strukturelle Versäumnisse, die durch Sonys Disc-Entscheidung noch drängender werden.

Ein Hilferuf an die Industrie

Cifaldi betont: Es geht nicht um Piraterie, sondern um kulturelle Verantwortung. Konsolenhersteller wie Sony müssten endlich Werkzeuge schaffen, damit Institutionen digitale Spiele rechtssicher kopieren und aufbewahren können.

Ob die ESA darauf eingeht, bleibt offen. Bislang fehlt eine Reaktion des Verbands. Klar ist: Je länger gewartet wird, desto mehr Spiele verschwinden für immer, und das nicht nur auf PlayStation.

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