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Superhelden-Müdigkeit ist ein Mythos, Marvel macht einfach nur schlechte Filme (und Spiele?)
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Superhelden-Müdigkeit ist ein Mythos, Marvel macht einfach nur schlechte Filme (und Spiele?)

Ein Polygon-Artikel widerlegt die These der „Superhero fatigue“ und führt sinkende Zuschauerzahlen auf mangelnde Qualität zurück, eine Debatte, die auch die Spieleindustrie betrifft.

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Dennis Adam
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Die These: Keine Müdigkeit, sondern schlechte Filme

Seit der Pandemie wird der Rückgang der Superhelden-Filme oft mit „Superhero fatigue“ erklärt. Ein aktueller Artikel auf Polygon.com widerspricht dieser These entschieden: Es gebe gar keine Ermüdung durch das Genre, die Leute seien einfach nur genervt von schlechten Filmen.

Die Argumentation ist simpel: Früher funktionierten Marvel-Filme, weil sie gute Geschichten und Charaktere boten. Heute wirken viele Produktionen lieblos, überladen oder austauschbar. Das Publikum bleibt nicht aus Überdruss fern, sondern weil die Qualität nicht mehr stimmt.

Was bedeutet das für Videospiele?

Diese Debatte ist auch für die Spielebranche relevant. Marvel hat in den letzten Jahren zahlreiche Lizenzspiele veröffentlicht, mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Während Titel wie Marvel’s Spider-Man (2018) oder Marvel’s Guardians of the Galaxy (2021) gefeiert wurden, gab es auch Enttäuschungen.

  • Marvel’s Avengers (2020) kämpfte von Anfang an mit technischen Problemen und uninspiriertem Gameplay.
  • Marvel’s Midnight Suns (2022) polarisierte trotz interessanter taktischer Ideen.
  • Aktuelle Projekte wie Marvel 1943: Rise of Hydra sind noch nicht erschienen, die Hoffnung ruht auf wenigen Titeln.

Auch hier stellt sich die Frage: Ist es wirklich Superhelden-Müdigkeit, wenn ein Spiel floppt? Oder liegt es an der Umsetzung? Spieler greifen zu guten Titeln, unabhängig vom Franchise. Ein Marvel’s Spider-Man 2 (2023) verkaufte sich blendend, während schwächere Spiele ignoriert werden.

Der Kern des Problems: Aus Liebe zu Marken wird lieblose Massenware

Der Polygon-Artikel macht klar, dass nicht das Genre an sich übersättigt ist, sondern die schlechte Ausführung. Das gilt für Filme wie für Spiele. Studios sollten lieber in durchdachte Projekte investieren, als jede IP mit mittelmäßigen Titeln zu überfluten.

  • Qualität vor Quantität, das wäre die einfache Lehre.
  • Fans wünschen sich lieber ein gutes Spiel pro Jahr als drei enttäuschende.

Ob Marvel diese Lektion verinnerlicht hat, bleibt abzuwarten. Aber das Argument, dass Müdigkeit ein vorgeschobener Grund ist, hat Hand und Fuß.

Beobachtung statt Ausblick

Das Publikum unterscheidet sehr wohl zwischen guter und schlechter Unterhaltung, daran hat auch die Marke Marvel nichts geändert. Wer gute Spiele wie Marvel’s Spider-Man liefert, wird nicht mit „Fatigue“ bestraft. Wer aber lieblos produziert, darf sich nicht wundern, wenn niemand kommt.

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