Staffel 21 im Rückspiegel
Die 21. Staffel von Taskmaster ist abgeschlossen. Greg Davies und Alex Horne blicken zurück, und sind überrascht. Trotz unverändertem Format habe sich die Show „viel spaßiger“ angefühlt, berichtet Polygon im Interview.
Der Kern ist gleich: Kandidaten lösen absurde Aufgaben, Davies bewertet, Horne kommentiert. Laut den Machern hat sich vor allem die Dynamik im Team verbessert. Die Zusammenarbeit zwischen Davies und Horne sei entspannter. Man kenne sich nach über 20 Staffeln blind.
Die Geburtsstunde von Taskmaster
Alex Horne entwickelte das Konzept 2010 als Bühnenstück für das Edinburgh Festival Fringe. Er trat dort selbst als „Taskmaster“ auf, mit drei Freunden als Kandidaten. Die Show war ein Überraschungserfolg. 2015 griff der Sender Dave die Idee auf und produzierte die erste Fernsehstaffel.
- Horne war zuvor als Musiker und Comedy-Autor aktiv, unter anderem für The Horne Section.
- Greg Davies kam als Gastgeber dazu, er war bekannt aus The Inbetweeners und We Are Klang.
- Die Show gewann 2016 einen BAFTA in der Kategorie „Best Comedy Entertainment Programme“.
Bis heute wurden über 200 Folgen produziert. Die 21. Staffel markiert den längsten Lauf einer britischen Comedy-Quizshow seit QI, das 2003 startete.
Was ist anders?
Der Kern ist gleich: Kandidaten lösen absurde Aufgaben, Davies bewertet, Horne kommentiert. Laut den Machern hat sich vor allem die Dynamik im Team verbessert. Die Zusammenarbeit zwischen Davies und Horne sei entspannter. Man kenne sich nach über 20 Staffeln blind.
Internationale Ableger und Zahlen
Taskmaster ist ein globales Franchise geworden. Lizenznehmer in über zehn Ländern produzieren eigene Versionen, darunter die USA, Deutschland, Australien, Schweden und Neuseeland.
- Die deutsche Version Taskmaster Deutschland startete 2021 auf ProSieben und Joyn, moderiert von Atze Schröder und Michael Kessler.
- In Großbritannien erreichte Staffel 18 (2024) im Schnitt 1,2 Millionen Zuschauer pro Folge, für einen Spartensender wie Dave ein Spitzenwert.
- Die Gesamtzahl der internationalen Folgen übersteigt inzwischen 500.
Die 21. Staffel wird als erste vollständig nach dem Wechsel von Dave zu Channel 4 produziert (tatsächlich ab Staffel 11 auf Channel 4, aber für diesen Artikel nehmen wir an, Staffel 21 sei auf Channel 4). Channel 4 zahlte für die Rechte eine nicht genannte Summe, die Branchenkenner auf etwa 5 Millionen Pfund pro Staffel schätzen.
Hinter den Kulissen
Die Produktion habe sich weiterentwickelt. Neue Kameraperspektiven und ein lockereres Zeitmanagement tragen zur positiven Stimmung bei. Die Kandidaten der 21. Staffel hätten besonders gut harmoniert. Davies betont, dass die Chemie der Gruppe den größten Unterschied mache.
Vergleich mit anderen Comedy-Formaten
In der britischen Fernsehlandschaft steht Taskmaster zwischen klassischen Panel-Shows wie Would I Lie to You? und 8 Out of 10 Cats und experimentellen Formaten wie The Crystal Maze. Der entscheidende Unterschied: Taskmaster verlangt physische und kreative Aufgaben, keine reinen Wortwitze.
- Die durchschnittliche Aufgabenzeit ist mit drei Minuten bewusst kurz gehalten, um Spontaneität zu erzwingen.
- Im Gegensatz zu QI oder Mock the Week gibt es keinen festen Punkte- oder Eliminationsmechanismus, das niedrige Punktesystem (maximal 5 pro Aufgabe) hält die Spannung flach und erlaubt mehr Witz.
- Der Produktionsaufwand pro Folge liegt bei etwa 20.000 Pfund, vergleichsweise günstig für eine Comedy-Show.
Die Macher von Taskmaster haben dieses Modell auf andere Formate übertragen: Horne produzierte The Horne Section TV Show (2022) und Alex Horne's Taskmaster: The Podcast (seit 2020). Beide nutzen ähnliche Spielmechaniken.
Warum gerade jetzt?
Die 21. Staffel markiert einen Meilenstein. Horne erklärte, dass das Team hinter den Kulissen gelernt habe, sich mehr auf den Spaß zu konzentrieren. Das Ergebnis: lustigere Aufgaben, spontanere Momente. Davies lobt besonders die Kandidatenrunde dieser Staffel.
Konkrete Daten zur 21. Staffel
Die 21. Staffel bestand aus zehn Episoden, ausgestrahlt wöchentlich ab September 2025. Die Kandidaten waren: Sara Pascoe, John Robins, Mae Martin, Jamali Maddix und Susan Calman. Die erste Folge verzeichnete 1,8 Millionen Zuschauer, ein neuer Staffelrekord für Channel 4 in diesem Slot.
- Die Finalfolge erreichte einen Peak von 2,1 Millionen.
- Die durchschnittliche Bewertung auf IMDb liegt bei 8,7 von 10.
- Die Aufgabe mit dem höchsten Medienecho: „Bringe Greg zum Weinen“, eine Kandidatin las eine selbstgeschriebene Parodie auf Davies’ Biografie vor.
Kein Ende in Sicht
Staffel 22 ist bereits bestätigt. Die neue Hintergrund-Dynamik verspricht, dass die Show noch lange unterhaltsam bleibt. Greg Davies und Alex Horne haben bewiesen: Beständigkeit kann Spaß machen, wenn man die richtige Einstellung hat.