Neuer General Manager für Creative House 2
Ubisoft hat Christoph Hartmann zum General Manager von Creative House 2 ernannt. Der Mitgründer von 2K Games übernimmt damit eine Schlüsselposition in der neuen Struktur des französischen Publishers.
Die Personalie wurde in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gegeben. Hartmann gilt als erfahrener Branchenveteran.
Was ist Creative House 2?
Creative House 2 ist Teil der kürzlich eingeführten Creative-Houses-Struktur von Ubisoft. Der Publisher hat seine Entwicklungsteams in mehrere eigenständige Creative Houses sowie ein übergeordnetes Creative Network unterteilt.
- Die Aufteilung soll Teams mehr kreative Freiheit geben.
- Creative House 2 wird künftig von Hartmann geführt.
Hartmanns Hintergrund
Christoph Hartmann gründete 2K Games mit. Der Publisher ist bekannt für Marken wie BioShock, Borderlands und Civilization.
- Hartmann bringt jahrzehntelange Erfahrung im Management großer Spielefirmen mit.
- Seine genauen Aufgaben bei Ubisoft wurden noch nicht im Detail erläutert.
Erfolge bei 2K Games
Hartmann war von 2005 bis 2022 Präsident von 2K und verantwortete ein Portfolio mit über 20 Marken. Unter seiner Leitung erschienen Borderlands 2 (2012) mit 22 Millionen verkauften Einheiten und Borderlands 3 (2019) mit 18 Millionen. Die Sid Meier’s Civilization-Reihe erreichte mit Teil VI über 11 Millionen Verkäufe. BioShock Infinite (2013) verkaufte 4 Millionen Exemplare.
Die NBA 2K-Serie setzt jährlich mehr als 10 Millionen Einheiten ab. 2K Games erzielte 2022 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Hartmann verließ das Unternehmen im selben Jahr nach einer Umstrukturierung bei der Muttergesellschaft Take-Two Interactive.
Ein Schritt mit Signalwirkung
Die Verpflichtung eines so prominenten Managers zeigt, dass Ubisoft seine Produktionsabläufe neu ordnen will. Hartmann soll die kreative Leitung und das operative Geschäft von Creative House 2 verantworten.
Ubisofts aktuelle Lage
Ubisoft beschäftigt weltweit etwa 19.000 Mitarbeiter. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei 2,3 Milliarden Euro. Der Publisher steckt in einer Konsolidierungsphase: 2024 strich er rund 1.000 Stellen, verschob mehrere AAA-Titel und stellte die Entwicklung von vier unangekündigten Projekten ein. Assassin’s Creed Shadows (2025) soll die angeschlagene Pipeline stabilisieren.
Die Creative-House-Struktur ähnelt Modellen von Konkurrenten. Electronic Arts unterteilte seine Studios bereits 2020 in vier „EA Studios“ unter einem Chief Creative Officer. Microsoft organisierte seine Xbox Game Studios in Tochterstudios mit eigener Budgetverantwortung. Ubisoft hofft, durch die Dezentralisierung teure Fehlentwicklungen wie den abgesagten Skull & Bones-Neustart oder das schlecht gestartete Prince of Persia: The Lost Crown zu vermeiden.
Ubisoft bestätigte die Ernennung in einer Pressemitteilung. Konkrete Projekte oder Spiele, die unter Hartmanns Führung entstehen, wurden bislang nicht genannt.